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19:00 Uhr
Jonas Lüscher „Frühling der Barbaren“
Lesung und Gespräch|Moderation: Regaip Minareci
-
Goethe-Institut Ankara, Çankaya - Ankara
- Sprache Deutsch
- Preis Eintritt frei
Der Autor Jonas Lüscher stellt seine 2013 erschienene Novelle „Frühling der Barbaren“ vor. Die türkische Übersetzung wurde 2021 unter dem Titel „Barbarların Baharı“ im Verlag Tekin Yayınevi publiziert. Moderiert wird das Gespräch von Regaip Minareci, die das Buch ins Türkische übertragen hat.
Die Veranstaltung wird von der Schweizerischen Botschaft Ankara in Kooperation mit dem Goethe-Institut realisiert.
Der Protagonist dieser raffiniert gebauten Debütnovelle von Jonas Lüscher, der Schweizer Fabrikerbe Preising, wird auf einer Geschäftsreise in einem gehobenen tunesischen Oasenresort Zeuge aufwendiger Hochzeitsvorbereitungen. Reiche junge Engländer aus der Londoner Finanzwelt haben Freunde und Familie für ein großes Fest um sich versammelt und feiern schon im Voraus ausschweifend, als sich die wirtschaftlichen Krisensignale zur Katastrophe verdichten: Das britische Pfund stürzt ab, kurz danach ist England bankrott, mit unabsehbaren Folgen, die auch Tunesien nicht unberührt lassen. Preising, als Schweizer zwar von den schlimmsten Folgen ausgenommen, muss miterleben, wie dünn die Decke der Zivilisation ist, und lernt seine ganz eigene Lektion in Globalisierung, denn seine Firma lässt in Tunesien fertigen. Auch Preising bleibt nicht ungeschoren.
Jonas Lüscher, 1976 geboren, wuchs in der Schweiz auf und absolvierte dort die Ausbildung zum Primarlehrer. 2000 zog er nach München, wo er in der Filmindustrie tätig war und an der Hochschule für Philosophie ein Studium der Philosophie mit dem Magister Artium abschloss. Danach unterrichtet er Ethik und Philosophie an der Staatlichen Wirtschaftsschule München-Pasing und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Technik, Theologie und Naturwissenschaft der LMU-München. An der ETH-Zürich und an der Stanford University arbeite er an einer Doktorarbeit, die er allerdings nicht beendete. 2013 erschien seine Novelle „Frühling der Barbaren“, 2017 der Roman „Kraft“, 2020 die Poetikvorlesung „Ins Erzählen flüchten“. 2021 erschien der von ihm mitherausgegebene Briefwechsel „Der populistische Planet, Stimmen aus einer Welt in Aufruhr“. Lüschers Werke sind in über 20 Sprachen übersetzt und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Er schreibt für verschiedene Zeitungen politische Essays zu den Themen Einwanderung, Sozialstaat, Finanzmarkt und Europa und ist Mitglied des Deutschen PEN.
Regaip Minareci studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität München und Germanistik an der Universität Istanbul. 1981-2010 war sie tätig als Korrespondentin, Lektorin, Chefredakteurin, leitende Lektorin und Verlegerin bei verschiedenen Zeitschriften, Zeitungen und Verlagen. Sie hat mehr als 50 literarische Werke ins Türkische übersetzt und wurde unter anderem mit dem Tarabya Übersetzer Hauptpreis (2016) ausgezeichnet. Sie ist tätig als freiberufliche Literaturübersetzerin, Lektorin und Journalistin.
Die Veranstaltung wird von der Schweizerischen Botschaft Ankara in Kooperation mit dem Goethe-Institut realisiert.
Der Protagonist dieser raffiniert gebauten Debütnovelle von Jonas Lüscher, der Schweizer Fabrikerbe Preising, wird auf einer Geschäftsreise in einem gehobenen tunesischen Oasenresort Zeuge aufwendiger Hochzeitsvorbereitungen. Reiche junge Engländer aus der Londoner Finanzwelt haben Freunde und Familie für ein großes Fest um sich versammelt und feiern schon im Voraus ausschweifend, als sich die wirtschaftlichen Krisensignale zur Katastrophe verdichten: Das britische Pfund stürzt ab, kurz danach ist England bankrott, mit unabsehbaren Folgen, die auch Tunesien nicht unberührt lassen. Preising, als Schweizer zwar von den schlimmsten Folgen ausgenommen, muss miterleben, wie dünn die Decke der Zivilisation ist, und lernt seine ganz eigene Lektion in Globalisierung, denn seine Firma lässt in Tunesien fertigen. Auch Preising bleibt nicht ungeschoren.
Jonas Lüscher, 1976 geboren, wuchs in der Schweiz auf und absolvierte dort die Ausbildung zum Primarlehrer. 2000 zog er nach München, wo er in der Filmindustrie tätig war und an der Hochschule für Philosophie ein Studium der Philosophie mit dem Magister Artium abschloss. Danach unterrichtet er Ethik und Philosophie an der Staatlichen Wirtschaftsschule München-Pasing und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Technik, Theologie und Naturwissenschaft der LMU-München. An der ETH-Zürich und an der Stanford University arbeite er an einer Doktorarbeit, die er allerdings nicht beendete. 2013 erschien seine Novelle „Frühling der Barbaren“, 2017 der Roman „Kraft“, 2020 die Poetikvorlesung „Ins Erzählen flüchten“. 2021 erschien der von ihm mitherausgegebene Briefwechsel „Der populistische Planet, Stimmen aus einer Welt in Aufruhr“. Lüschers Werke sind in über 20 Sprachen übersetzt und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Er schreibt für verschiedene Zeitungen politische Essays zu den Themen Einwanderung, Sozialstaat, Finanzmarkt und Europa und ist Mitglied des Deutschen PEN.
Regaip Minareci studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität München und Germanistik an der Universität Istanbul. 1981-2010 war sie tätig als Korrespondentin, Lektorin, Chefredakteurin, leitende Lektorin und Verlegerin bei verschiedenen Zeitschriften, Zeitungen und Verlagen. Sie hat mehr als 50 literarische Werke ins Türkische übersetzt und wurde unter anderem mit dem Tarabya Übersetzer Hauptpreis (2016) ausgezeichnet. Sie ist tätig als freiberufliche Literaturübersetzerin, Lektorin und Journalistin.
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Meşrutiyet Mahallesi
Atatürk Bulvarı 131K/1
06420 Çankaya - Ankara
Türkei
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