Im Rahmen der Ausstellung „Der Vogel ist nicht zu sehen, doch sein Gesang ist im Baum“
Artist Talk: Eda Gecikmez & Tuçe Erel
Das Goethe-Institut Ankara hostet in seiner Galeri Vitrin Eda Gecikmezs Einzelausstelllung “Der Vogel ist nicht zu sehen, doch sein Gesang ist im Baum”. Die Ausstellung, die die Migrationsgeschichte des Weißohrbülbüls zu ihrem Ausgangspunkt nimmt und von einer Gesprächsreihe begleitet wird, kann vom 16. Juni bis zum 31. August 2022 besucht werden.
Die Gesprächsreihe beginnt mit einem Artist Talk am 18. Juni um 16.00 Uhr im Goethe-Institut Ankara, bei dem Eda Gecikmez und Tuçe Erel über die Entstehung der Ausstellung sprechen werden.
Eda Gecikmez (geb. 1984 in Istanbul) schloss 2010 ihr Studium an der Abteilung für Malerei der Mimar Sinan Universität der Schönen Künste ab, im Rahmen dessen Sie auch ein Jahr an der Fakultät für Schöne Künste der Polytechnischen Universität Valencia in Spanien absolvierte. 2015 wurde sie eingeladen zum Artist-in-Residence-Programm der Cittadellarte der Fondazione Pistoletto, das Aufenthalte in Biella/Italien und in der Kultivera in Tranås/Schweden umfasste. Zwischen 2016 und 2017 absolvierte sie das künstlerische Bildungsprogramm “Home Workspace” der Ashkal Alwan - The Lebanese Association for Plastic Arts. 2019 schloss sie ein Masterstudium am Institut für Sozialwissenschaft der der Fakultät für Kunst und Design der Yıldız Technischen Universität ab. Seit 2004 hat sie mir ihren Arbeiten an zahlreichen Ausstellungen und Kunstprojekten teilgenommen.
Gegenstand von Eda Gecikmezs gegenwärtigen Arbeiten sind Gender, Identität und städtische Politik im Kontext von Konzepten des Körpers und Raums. Sie verbindet soziale und politische Transformationen mit Kunstgeschichte und richtet ihre Aufmerksamkeit auf das Heute, wobei sich ihre Perspektive aus Vergangenem und Fantasien einer möglicher Zukunft nährt. Gecikmez, die gegenwärtig das Proficiency-in-Art-Programm an der Abteilung für Malerei der Hacettepe Universität absolviert, wird durch die Galeri Nev in Ankara repräsentiert. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Istanbul und Ankara.
Tuçe Erel (geb. 1981 in Ankara) ist eine freie Kuratorin, Autorin und Kulturarbeiterin in Berlin. Sie studierte bis 2005 Soziologie an der Middle East Technical University in Ankara und schloss 2009 das Masterprogramm Kunsttheorie und -kritik an der Anadolu Universität in Eskişehir ab. 2015 beendete sie ein zweites Masterprogramm, Art Policy and Management (mit Schwerpunkt Kuratierung) an der Birkbeck University of London. Im Februar 2017 kuratierte sie zusammen mit Seval Şener die Ausstellung “Now You are Here” in Arte Sanat, Ankara, und übernahm die Kuratierung von “Fabric/ate” im Schneidertempel in Istanbul. 2019 kuratierte sie “Hactivate Yourself” im 1a Space in Hong Kong und war eine der Kurator*innen der Ausstellungen “Leviathan: A Capitalocene Beastiarum” (Berlin, 2021), “Sentient Matter” (Leipzig, 2021) und “Hackers, Makers, Thinkers: Collective Experiments in Social Fermenting” (Berlin, 2022).
Ihr kuratorisches Interesse richtet sich auf Praxen der Archivierung, Ökologie, Anthropozän, Posthumanismus und postdigitale Theorien. Erel bringt ihre soziologische Bildung in ihre kuratorische Forschung ein, wobei sie konventionelle Methodologien der Sozialwissenschaften gern abwandelt und infrage stellt. Seit einigen Jahren untersucht sie das Konzept Hacking als Weg der Erprobung anderer Konzepte wie Bio-Macht, Anthropozän, ökologische Krise, Naturkulturen, nicht-menschliches Handeln, künstlerische Spekulation und Imagination. Seit Dezember 2019 ist sie Mitglied des Art Laboratory Berlin, wo sie an Programm zum Thema Hybrid Art mitwirkt.
Details
Goethe-Institut Ankara
Atatürk Bulvarı 131
06640 Bakanlıklar - Ankara
Sprache: Türkisch
Preis: Eintritt frei