Ausstellung
FOODPRINT

Foodprint
© Salt

SALT Beyoğlu

ERÖFFNUNG DER FOTOAUSSTELLUNG

FOODPRINT ist eine Fotoausstellung und ein medienübergreifendes Projekt, das am 14. Oktober 2022 in Salt Beyoğlu eröffnet wird und der Frage nachgeht, warum die mediterrane Ernährung für unser heutiges Leben von Bedeutung ist.
Das Projekt, das die Türkei mit Griechenland, Italien, Spanien, Portugal, Marokko, Zypern und Kroatien verbindet, basiert auf Arbeiten von sechs Fotograf*innen, die diese jahrhundertealte kulinarische Tradition, die auf Sparsamkeit, Kreativität, gegenseitigem Teilen und Saisonalität beruht, lebendig werden lassen.
Die mediterrane Ernährung, die von der UNESCO aufgrund ihrer einzigartigen Eigenschaften als Teil des immateriellen Kulturerbes der Menschheit anerkannt ist, besteht hauptsächlich aus pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Getreide, Nüssen, Hülsenfrüchten und Obst. Sie wurde aus der Armut heraus geboren und zeigt Lösungen für einige der größten Probleme auf, mit denen unser Planet heute konfrontiert ist, wie z. B. der Verlust der biologischen Vielfalt, die Lebensmittelverschwendung und der Klimawandel.
Die begleitenden Aktivitäten des Projekts, zu denen Fotoworkshops, Bildungsangebote, Koch-Events und kulinarische Streifzüge gehören, untersuchen, aus welchen Gründen die mediterrane Ernährung als eine der reichhaltigsten, gesündesten und nachhaltigsten Ernährungsweisen der Welt gerühmt wird.
Das Projekt ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Salt, Anemon Productions und dem Goethe-Institut in Partnerschaft mit dem Museum für Kykladische Kunst in Griechenland, der Fondazione Brescia Musei in Italien, der Bank of Cyprus Cultural Foundation und dem Cyprus Food Museum. Das Projekt wird vom griechischen Kulturministerium und dem Programm Kreatives Europa der EU unterstützt.

DIE FOTOGRAF*INNEN
Sechs preisgekrönte Fotograf*innen haben Griechenland, Italien, Spanien, Portugal, Marokko, Zypern, Kroatien und die Türkei bereist und dabei dramatisch kontrastreiche Bilder von abgelegenen Fischerdörfern bis hin zu gebirgigen Winkeln sowie modernen Kochschulen eingefangen und dabei so unterschiedliche Themen wie Nachhaltigkeit, Identität, Familie, Gemeinschaft, Kochen, Landwirtschaft, Gesundheit und Kreativität beleuchtet.
Ihre Bilder sollen zu Veränderungen anregen und dazu ermutigen, an die Vergangenheit der Region anzuknüpfen, die, obwohl sie von Armut und Hunger geprägt war, die gesündeste und nachhaltigste Ernährung der Welt hervorgebracht hat.
Die in London lebende Fotografin Elena Heatherwick reiste auf die Insel Kreta, um die Themen Familie und kulinarisches Erbe zu untersuchen. Elena verbrachte Zeit mit einer Familie, die eine kleine Taverne in einer abgelegenen Bergregion betreibt. Drei Generationen sind an der Herstellung von Lebensmitteln wie Käse und Gemüse beteiligt, während sie auch saisonale Wildpflanzen in den Bergen sammeln.
Der deutsche Fotograf Johann Clausen besuchte Kroatien, um die Landschaft an der Ostküste der Adria einzufangen und eine der wichtigsten Zutaten für das Kochen und die Konservierung von Lebensmitteln visuell zu erkunden: Salz. In Zypern fotografierte Johann Clausen in einer futuristischen Güterfarm, in der Gemüse im Schutz der extremen Sommertemperaturen der Insel angebaut wird, während er parallel dazu eine Reihe von Porträts von Früchten schuf, die in einem verlassenen Hain wachsen und dabei ihre Schönheit auf zeitlose und ikonische Weise enthüllen.
In Marokko fotografierte der griechische Fotograf Myrto Papadopoulos eine Gemeinschaft in der abgelegenen Bergregion von Taounate. Sie ernähren sich saisonal und pflanzlich, da Fleisch zu teuer ist. Sie haben eine enge Beziehung zu ihrer Umwelt und nehmen das an, was ihre Heimat bietet.
Der niederländische Fotograf Chris de Bode bereiste Spanien, um sich mit den gesundheitlichen Vorteilen der mediterranen Ernährung zu befassen. Er fotografierte ein Team von Wissenschaftler*innen an der Universität von Navarra, die eine der weltweit führenden Studien über die Vorteile der mediterranen Ernährung namens PREDIMED+ durchführen. In Italien setzte sich Chris mit den Themen Gastronomie, Kreativität und Innovation auseinander, und porträtierte angehende Koch*innen in der Stadt Brescia.
Die in Barcelona beheimatete Fotografin Maria Contreras Coll war auf der portugiesischen Insel Culatra, um zu dokumentieren, wie die örtliche Gemeinschaft der Muschelsammler von Umweltverschmutzung, steigenden Temperaturen und Überfischung betroffen ist und wie sich ihre Lebensweise auf den Zustand des Meeres auswirkt und davon beeinflusst wird.
Die türkische Fotografin Cansu Yıldıran reiste in zwei Städte in der Ägäisregion, um die historischen Ursprünge der mediterranen Ernährung zu erforschen:  Ödemiş liegt in der Nähe der antiken Stadt (Sardis), in der das Geld von den Lydiern erfunden wurde. Dort fotografierte sie einen historischen Freiluft-Bauernmarkt, der aus dem Kleinen Mäanderbecken (Küçük Menderes), einem historisch fruchtbaren Land, gespeist wird.  In Ayvalik fotografierte sie die Parakete-Fischerei (Paragati, παραγάδι), ein Erbe der Griechen, die ihre Heimat mit dem Austauschabkommen zwischen Griechenland und der Türkei nach dem Ersten Weltkrieg verlassen mussten.  Sowohl die traditionellen Produktionsmethoden zu Lande als auch zu Wasser sind im Verschwinden begriffen: Die Süßwasserquellen des Kleinen Mäanderbeckens werden knapp und die industrielle Landwirtschaft beansprucht jedes Jahr mehr Land. Überfischung und invasive Arten gefährden diese traditionelle Praxis zusätzlich.

ZEITPLAN
Die Ausstellung wird vom 14. Oktober bis zum 4. Dezember 2022 in Salt Beyoğlu zu sehen sein.       Während dieses Zeitraums finden dort zudem begleitende Veranstaltungen und Workshops statt.
Am 16. Oktober wird zeitgleich mit dem Welternährungstag ein Fotowettbewerb gestartet. Der Wettbewerb steht unter dem Motto "Food Heroes" und richtet sich an junge Menschen aus der ganzen Welt. Er soll die Arbeit von Menschen hervorheben, die dazu beitragen, erschwingliche, nahrhafte und nachhaltige Lebensmittel zu produzieren, zu entwickeln und zu liefern, und die mit den Werten der mediterranen Ernährung verbunden sind. Informationen zu den Teilnahmebedingungen und Vorgaben sind auf der Webseite des Projekts zu finden.
Nach Istanbul wird die Ausstellung im Jahr 2023 durch Europa reisen. Bestätigte Ausstellungsorte sind unter anderem Brescia, Nikosia, Tirana, Pula, Skopje, Thessaloniki und Athen.

FÜR WEITERE INFORMATIONEN: FOODPRINT

VERANSTALTET DURCH:
ANEMON PRODUCTIONS

MITVERANSTALTET VON:
GOETHE-INSTITUT, MUSEUM OF CYCLADIC ART, FONDAZIONE BRESCIA MUSEI, BANK OF CYPRUS CULTURAL FOUNDATION, CYPRUS FOOD MUSEUM

IN ZUSAMMENARBEIT MIT:
SALT, EMΣΤ National Museum of Contemporary Art in Athens, PIOP Piraeus Bank Group Cultural Foundation, GRIECHISCHES KULTURMINISTERIUM

UNTERSTÜTZT DURCH:
PROGRAMM "KREATIVES EUROPA" DER EU


                                  
 

Details

SALT Beyoğlu

Asmalı Mescit Mah.
İstiklal Cad. No: 136
Beyoğlu
Istanbul

petra.diehl@goethe.de