Film, Panel, Gespräch In Erinnerung an den Ersten Weltkrieg

Von tiefen Wunden zur Freundschaft

Plakat In Zusammenarbeit mit
Institut Français
Pera Müzesi
Österreichisches Kulturforum




Im Jahr 2014 haben sich die deutschen und französischen Kulturinstitute in der Türkei im Rahmen des Deutsch-Französischen Kulturfonds dem aktuellen Thema «In Erinnerung an den Ersten Weltkrieg: Von tiefen Wunden zur Freundschaft» gewidmet, dessen filmische Reflexion sie in Form eines trinationalen Panels und deutschen und französischen Filmen aus mehreren Jahrzehnten darstellen wollen. Hinzu kommt ein Film aus Österreich und der Türkei.
 
Das Goethe-Institut zeigt im Rahmen der Filmreihe zum ersten Weltkrieg drei  Juwelen der Deutschen Filmgeschichte, die leider sonst selten zu sehen sind. Westfront 1918 von G.W. Pabst ist einer der ersten großen Antikriegsfilme, Modell für eine ganze Gattung von Filmen wie etwa Im Westen nichts Neues, Die Brücke oder Der Soldat Ryan. Kameradschaft, ebenfalls ein Film von G.W. Pabst ist die Geschichte eines Grubenunglücks, seine Tragik könnte aktueller nicht sein. Der Film beschreibt, wie durch Solidarität von deutschen und französischen Minenarbeitern der Nationalismus der Kriegspropaganda im gemeinsamen menschlichen Kampf ums gemeinsame Überleben überwunden wird. Darüber hinaus zeigt das Goethe-Institut in Anwesenheit des Regisseurs den einzigen Film der DDR, der im damaligen Westberlin den „Goldenen Bären“ gewann, nämlich die Frau und der Fremde von Rainer Simon.Rainer Simon gehört zusammen mit Konrad Wolf und Frank Beyer zu den wichtigsten Regisseuren Ostdeutschlands. Seine Film wurden leider zum Teil Opfer der damaligen Zensur und so erst nach der Wende für ein größeres Publikum wiederentdeckt. Im Anschluss an die Vorführung des Films Die Frau und der Fremde am 19.11.2014 um 18.00 Uhr im Pera Museum  findet um 20.00 ein Gespräch mit dem Regisseur Rainer Simon statt.
 
Der Deutsch-Französische Kulturfonds wurde eingerichtet anlässlich des 40. Jubiläums des Elysée-Vertrags am 22. Januar 2003. Das Ziel des Programms ist es, den Willen zur Stärkung der deutsch-französischen kulturellen Zusammenarbeit und besonders auch die Beiträge zur europäischen Integration sichtbar zu machen. Die hier angesprochene Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern soll mit Hilfe von Projekten in darstellender Kunst, Kino, Sport und Literatur entwickelt werden.

Die Veranstaltungen in Istanbul finden im in Zusammenarbeit mit Pera Museum im Auditorium des Pera Museums und in Institut Français statt.

 
  • 19.11.2014  Mittwoch
18:00
Die Frau und der Fremde /  Kadın ve Yabancı / La femme et l’étranger /
Rainer Simon / 1985 / 98‘ / Deutschland/Almanya
                 
20.00
Yönetmen Rainer Simon ile söyleşi /Q&A mit dem Regisseur  Rainer Simon / Türkçe konsekütif çeviri yapılacaktır. Mit türkischer Konsekutivübersetzung
 
  • 20.11.2014 Donnerstag
19:00
Kameradschaft  / Dayanışma/ La Tragédie de la mine
Georg Wilhelm Pabst / 1931 / 93‘ / Deutschland&Frankreich  / Almanya&Fransa
 
  • 23.11.2014 Sonntag
12.30    
Afrikanische Krieger des Großen Krieges / Les combattants africains de la Grande Guerre / Büyük Savaşın Afrikalı Savaşçıları
Laurent Dussaux /1983/ 82‘ //Burkina Faso, Sénégal
 
14:00   
Gelibolu/Galipoli
Tolga Örnek / 2005 / 118‘ /Türkiye/Turkey

16:30   
Westfront 1918 / Batı Cephesi 1918 / Quatre de l'infanterie 1918
Georg Wilhelm Pabst, 92‘  /Deutschland /Almanya

18:15   
Der stille Berg / Suskun Dağ / The Silent Mountain
Ernst Gossner / 2014 / 98‘ Österreich/Avusturya

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Die Frau und der Fremde Die Frau und der Fremde
Regisseur: Rainer Simon
Darsteller:  Kathrin Waligura, Joachim Lätsch, Peter Zimmermann
DDR, 1984, 94’
Deutsch mit türkischen Untertiteln
Internationale Filmfestspiele Berlin 1985, Goldener Bär
 
Erster Weltkrieg: Karl und Richard sind Kriegsgefangene in Russland. Sie sehnen sich nach zu Hause. Richard erzählt Karl in dieser Zeit alles über seine Frau Anna. So wird Anna in Karls Phantasie zu seiner eigenen heimlichen Geliebte. Als Karl durch einen Zufall allein aus der Gefangenschaft entfliehen und nach Deutschland zurückkehren kann, gibt er sich bei Anna als Richard aus. Obwohl Anna weiß, dass der Fremde nicht ihr Mann ist, nimmt sie ihn an, findet Liebe und Zärtlichkeit für ihn und mit ihm. Eines Tages kommt Richard nach Hause.

Kameradschaft / Dayanışma Kameradschaft 
Regisseur: Georg Wilhelm Pabst
Darsteller: Alexander Granach, Fritz Kampers, Ernst Busch
Deutschland - Frankreich
1931, 92’
Deutsch und Französisch mit türkischen Untertiteln

Auch nach Ende des Ersten Weltkriegs ist das Klima an der deutsch-französischen Grenze von Feindseligkeit und Ressentiments geprägt. Trotzdem eilen die deutschen Bergarbeiter zu Hilfe, als sich auf französischer Seite ein Grubenunglück ereignet. Drei Deutsche dringen durch einen Verbindungsstollen auf die französische Seite vor, wobei sie das Gitter einreißen, das seit dem Krieg die Grenze markiert. Durch einen Wassereinbruch geraten die Retter in Lebensgefahr, doch am Ende werden sie – zusammen mit zwei französischen Kollegen – geborgen.

Westfront 1918 / Batı Cephesi 1918 Westfront 1918
Regisseur: Georg Wilhelm Pabst
Darsteller: Fritz Kampers, Gustav Diessl, Hans Joachim Moebis
Deutschland
1930, 88‘
Deutsch mit türkischen Untertiteln

G.W. Pabsts Antikriegsfilmklassiker erzählt die Geschichte  von vier deutschen Soldaten an der französischen Front im letzten Jahr des Ersten Weltkriegs. Der Bayer betrachtet den Krieg in erster Linie als Abenteuer. Der Student erlebt mit der Französin Yvette seine erste große Liebe. Ihr Vorgesetzter, der Leutnant, kennt nur eins, nämlich Pflichterfüllung. Karl, der Vierte im Bunde, kehrt nach einem Heimaturlaub, bei dem er seine Frau mit einem Fleischergesellen im Bett überrascht, an die Front zurück.

Afrikanische Krieger des Großen Krieges / Büyük Savaşın Afrikalı Savaşçıları Afrikanische Krieger des Großen Krieges
Regisseur: Laurent Dussaux
Burkina Faso, Sénégal
1983,  82’
Französisch mit türkischen Untertiteln
 
Ein Dokumentarfilm über die Reise von 200.000 Soldaten,  die aus Dakar nach Frankreich gebracht wurden. Angelehnt  an Reportagen von Überlebenden aus Senegal und Burkina Faso und von Archivmaterialien. Dieser Film gibt mit bisher unveröffentlichten historischen Dokumenten Einblick in die Geschichte dieser Soldaten.

Der stille Berg / Suskun Dağ Der stille Berg
Regisseur: Ernst Gossner
Darsteller: William Moseley, Eugenia Costantini, Claudia Cardinale
Österreich – Italien – USA, 2014 , 98’
Deutsch mit türkischen Untertiteln

Auf der Hochzeit seiner Schwester Lisl, im Mai 1915, begegnen einander der junge Tiroler Anderl und die hübsche, rebellische Italienerin Francesca. Sie ist verzweifelt, weil sie nach dem Fest an ihre italienische Klosterschule zurückkehren soll. Zwischen beiden entflammt eine Liebe auf den ersten Blick. Doch die plötzliche Nachricht, dass Italien Österreich-Ungarn den Krieg erklärt hat, zerschlägt die lustige Hochzeitsgesellschaft. Anderl muss schon am nächsten Tag an die österreichische Seite der Dolomitenfront - sein neuer Schwager Angelo an die italienische. Der Erste Weltkrieg rast wie ein Sturm durch die spektakuläre Berglandschaft. Doch auch im Granatenhagel und umgeben von fanatischen Offizieren bewahrt Anderl die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft vereint mit seiner Geliebten.

Gelibolu (Gallipoli)
Regisseur: Tolga Örnek
Darsteller: Jeremy Irons, Sam Neill, Zafer Ergin
Türkei, 2005, 118’
Türkisch
 
Der Film erzählt anhand  von zwei australischen Soldaten  das Drama der Schlacht von Çanakkale gegen die Türken im Rahmen des Ersten Weltkrieges, die mit einer großen Niederlage der Alliierten endete. Das Schicksal der beiden Soldaten nimmt seinen Lauf in der Schlacht der Australier gegen Deutsche und Türken.

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