Ausstellung BAŞAKŞEHİR : Psychogeographic Exploration

Poster - BAŞAKŞEHİR : Psychogeographic Exploration

Fr, 06.05.2016 -
So, 29.05.2016

REM Art Space

Youssef Tabti

In  Zusammenarbeit mit der
Mimar Sinan Universität für Schöne Künste, Fakultät für Architektur, Facbereich Stadt- und Regionalplanung
 
Eröffnung: 05.05.2016, 18.30
Ausstellungsdauer: 06.- 29.05.2016
 
BAŞAKŞEHİR : Psychogeographic Exploration
 
Für seine Ausstellung in Istanbul entwarf Youssef Tabti das Projekt „Basaksehir“, das ist der Name eines Istanbuler Viertels. Es wurde in Zusammenarbeit mit der Studenten der Abteilung für Stadt- und Regionalplanung der Universität Mimar Sinan der Schönen Künste realisiert. Das Projekt besteht aus einer räumlichen Installation, die eine Soundscape, visuelle Mappings sowie fotografische Bilder umfasst, welche die Umgebung der von den Studenten realisierten sogenannten „psychogeografischen“ Strecken dokumentieren.

BAŞAKŞEHİR : Psychogeographic Exploration Das Ausstellungsprojekt „Başakşehir – Psychogeographic exploration* “ ist nach der Veranstaltungsreihe  Petržalka, die durch Youssef Tabti entworfen und in verschiedenen Ländern umgesetzt wurde, das zweite Projekt des Künstlers. Es wurde durch die „Théorie de la Dérive“ der Bewegung „Situationistische Internationale (S.I.)“ inspiriert. Die Installationen, welche durch den Künstler entworfen wurden, beschränken sich nicht auf die Beschreibung einer simplen urbanen Entdeckungsreise, sondern sie haben es sich zum Ziel gesetzt, mittels des Einsatzes mehrerer verschiedener Medien, wie etwa Film, Fotografie, Ton oder auch der Kartographie zufällige Koinzidenzen zu provozieren und zu erschaffen – und dadurch eine Art „Synchronizität“ für den Betrachter herzustellen.

*Die Psychogeographie untersucht, welchen Einfluss die geographische Umgebung auf die Wahrnehmung, das psychische Erleben und das Verhalten hat. Die Psychogeographische Forschung findet dabei an der Schnittstelle der Fachgebiete Kunst, Architektur, Geographie und Psychologie statt. Der Begriff wurde vor allem von der Künstlergruppe „Die Situationistische Internationale (S.I.)“ 1957-1972 geprägt.
 
Youssef Tabti Youssef Tabti Youssef Tabti
Um gesellschaftliche Prozesse kreisen die interdisziplinären, oft kooperativ angelegten Projekte des französischen Künstlers algerischer Herkunft Youssef Tabti. Geboren 1968 in Paris, studierte er dort Kunstgeschichte und bildende Kunst, und lebt seit 1996 in Hamburg. In seinen Medien übergreifenden, von der eigenen multikulturellen Herkunft geprägten Arbeiten, die Sound-, Raum- und Video-Installationen, Fotografie, Texte und performative Aktionen umfassen, setzt er Recherchemethoden der Kartierung, der Dokumentation und des Archivierens zur kritischen Analyse und Reflexion von Geschichte(n) in geopolitischen, post-kolonialen und anderen gesellschaftlichen Umbruchsituationen ein. Der Künstler hat international über 70 Ausstellungen in mehr als 20 Ländern realisiert, unter anderem 2007 im Rahmen der Istanbul Biennale, 2009 anlässlich der 2. Triennale im Grand Palais Paris, sowie 2010 in Murcia, wo er am Parallelprogramm der europäischen Wanderbiennale Manifesta 8 teilnahm.

Ausgewählte Ausstellungen,  u. a.: Psychogeographic Junction, Kunsthalle Bratislava LAB, Bratislava (2015) |  Dissonant Archives, OSLO10, Basel, Schweiz (2014) | X-Border Biennial, Luleå–Rovaniemi–Severomorsk, Schweden / Russland / Finnland (2013) |  Galerie du Tableau, Marseille, Frankreich (2012) | Focus 11. Contemporary Art Africa, Basel, Schweiz (2011) | Invisible Boundaries, Manifesta 8, Evento Paralelo, Murcia, Spanien (2010) | Other Worlds, Siemens Sanat, Istanbul, Europäische Kulturhauptstadt (2010). | 2.Triennal La Force de l’Art 02, Le Grand-Palais. Paris, Frankreich (2009) | Deutsches Schauspielhaus Hamburg (Malersaal) Video-Bühnenbild für die Oper Polynymph (2008)| 10th. Internationale Istanbul Biennale, Project Nightcomers, Istanbul, Turkey (2007) | Kunstverein Immanence, TRAM / Goethe Institut Paris (2006) | 3. Triennial of Photography, Hamburg (2005) | Museum Anna Nordlander, Skellefteà, Sweden (2004) | Hokkaido Museum of Modern Art, Sapporo, Japan (2003) | Kunstverein Passerelle, Brest, Frankreich (2002) | Goethe Institut, Budapest, Ungarn (2001).

Arbeitstipendien, u. a.: Kulturakademie Tarabya, Istanbul, Türkei (2015-2016) | Embassy of Foreign Artists, Genf, Schweiz (2015) | ZK/U Zentrum für Kunst und Urbanistik. Berlin, Deutschland (2013) | Stiftung Künstlerdorf Schöppingen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland (2013).

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