12. Internationales Dokumentarfilm-Festival von Taiwan

12. Internationales Dokumentarfilm-Festival von Taiwan (TIDF) Grafik (Ausschnitt): © Internationales Dokumentarfilm-Festival von Taiwan

Filmemacher im Fokus: Volker KOEPP

1998 als Biennale ins Leben gerufen, wird das 12. Taiwan International Documentary Festival (TIDF) vom Taiwan Film- und Audiovisuellen Institut (TFAI) ausgerichtet. Es werden mehr als 140 Filme aus aller Welt gezeigt und es finden verschiedene Veranstaltungen und Ausstellungen im SPOT Huashan, den Shin Kong Kinos und dem C-Lab in Taipei statt. Erstmals in Asien liegt ein Schwerpunkt auf dem deutschen Dokumentarfilm-Regisseur Volker Koepp.

Während seiner fünf Jahrzehnte währenden Karriere hat Koepp mehr als 60 Dokumentarfilme gedreht. Er hat ausgiebig Ostdeutschland und später auch Polen, Litauen, die Ukraine und Russland bereist und dort gefilmt.

Durch zahlreiche wiederkehrende Besuche dokumentieren Koepps frühe Werke wie die Wittstock-Serie (1974-1997) und die Märkische Trilogie (1989-1991) das Leben der Menschen in den sich drastisch verändernden Städten Ostdeutschlands mit großer Sorgfalt und großem Einfühlungsvermögen. Ab der Mitte der 90er Jahre wurden Ost- und Mittel-Europa, insbesondere die Küstenregionen der Ostsee, zu einem weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit. Seine Filme erzählen, wie das Leben der Menschen und die Landschaften, in denen sie leben, von der Geschichte, dem wirtschaftlichen Wandel und der Umweltzerstörung betroffen sind.

In dieser Filmschau werden elf von Koepps Meisterwerken aus der Zeit zwischen 1974 und 2018 gezeigt.

Da internationale Reisen immer noch schwer umzusetzen sind, wird es ein Live-Gespräch via Video mit Volker Koepp geben sowie eine Reihe von im voraus aufgenommenen Interview-Videos.
Das Live-Gespräch („Meisterklasse“) wird nach der Aufführung von „Berlin-Stettin“ am 9. Mai stattfinden und die Q&A-Videos werden nach manchen von Koepps Filmen gezeigt.


Volker Koepp Foto (privat): © Volker Koepp Volker Koepp
Volker Koepp wurde 1944 in Stettin geboren und wuchs in der DDR auf. Er machte 1969 seinen Studienabschluss an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg und arbeitete danach als Regisseur im staatlichen DEFA-Studio für Dokumentarfilme. Seit der Auflösung der DEFA nach der deutschen Wiedervereinigung arbeitet Koepp bis heute als freiberuflicher Regisseur, Autor und Produzent.
 
Koepp wurden für seine Filme viele Preise und Auszeichnungen verliehen und sie wurden auf bedeutenden internationalen Dokumentarfilm-Festivals gezeigt, darunter Cinéma du Réel, Viennale, Visions du Réel sowie auf der Berlinale. Er hat außerdem als Gastprofessor an verschiedenen Filmhochschulen in Deutschland gelehrt.