Vortrag im Rahmen der Ausstellung „Die ganze Welt ein Bauhaus" Bauhäusler:innen zwischen Abstraktion und Empathie

Johannes Itten, Proportionsstudie der ägyptischen Kunst in seinem Tagebuch, 1915. Foto (Ausschnitt): © Johannes-Itten-Stiftung, Kunstmuseum Bern, VG Bild-Kunst, Bonn 2022.

Fr, 13.05.2022

16:00 - 18:00

Goethe-Institut Taipei

Wilhelm Worringers Geschichte der Weltkunst

Im Rahmen der Ausstellung „Die ganze Welt ein Bauhaus“ – vom 30. April bis 17. Juli 2022 am Taiwan Craft Culture Park/Caotun zu sehen – hält die künstlerische Leiterin der Ausstellung, Frau Dr. Valérie Hammerbacher, einen Vortrag über den Kernbegriff „Weltkunst“ der Bauhaus-Bewegung am Goethe-Institut Taipei. Dieser Vortrag wird vom Goethe-Institut Taipei gemeinsam mit dem Graduierteninstitut Kunstgeschichte der National Taiwan Normal University veranstaltet.

Inhalt des Vortrags:
Der Titel der Ausstellung „Die ganze Welt ein Bauhaus" stammt von dem Bauhausschüler und -lehrer Fritz Kuhr (1928). Das Zitat spielt auf die Auflösung der Grenzen zwischen Kunst, Handwerk und Technik an, wie sie der Bauhaus-Gründer Walter Gropius proklamiert. Zugleich verweist der Titel auf die neue Beziehung, die die Kunstschaffenden in ihrem ästhetischen Verhältnis zur Welt eingingen. Die Künstler:innen am Bauhaus waren auf der Suche nach einer Gestaltung, die jenseits der traditionellen Kunstgeschichte lag. Gerade der Bruch mit dem klassischen Kanon versprach einen Impuls für neue, zeitgenössische Formfindungen. So bezogen sie sich immer wieder auf außereuropäische Kunst – nicht selten aus einer universalistischen Perspektive. Der Kunsthistoriker Wilhelm Worringer (1881–1965) lieferte dafür das wissenschaftliche Rüstzeug. Oft wurde von Bauhäusler:innen auf seine Gedanken verwiesen, seine Schriften hatten in der Lehre ihren Platz. Wilhelm Worringer stellte sein Konzept einer Weltkunst bei einem Vortrag am Bauhaus in Weimar selbst vor.

Der Vortrag wird auf Deutsch geführt und vor Ort ins Chinesische übersetzt.
Moderatorin: Frau Professor Candida Syndikus vom Graduierteninstitut Kunstgeschichte, National Taiwan Normal University

REFERENTIN
Valérie Hammerbacher Foto: Valérie Hammerbacher © Rainer Koch Dr. Valérie Hammerbacher
Valérie Hammerbacher ist künstlerische Leiterin der ifa-Tourneeausstellung „Die ganze Welt ein Bauhaus" und seit 2005 Kuratorin an der ifa-Galerie Stuttgart. Sie studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft an der Universität Stuttgart, Deutschland. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind zeitgenössische Fotografie und Architekturgeschichte im Spannungsfeld von Global Art, Stadttypologie und postkolonialer Theoriebildung. Jüngst erschienen die Bände „Stuttgart – Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts: 22 Stadtspaziergänge" (2013) und „Die Werkbundsiedlung Stuttgart Weißenhof" (2016).

*Schutzmaßnahmen im Kontext der Internationalen Gesundheitskrise COVID-19: Wir haben zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um unseren Zuschauern eine sichere Veranstaltung zu bieten. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über vorherige Registrierung. Die Höchstzahl der Teilnehmenden beträgt 50 Personen. Danach muss die Registrierung geschlossen werden. Wir führen vor der Veranstaltung Fiebermessungen durch, erheben zum Zwecke des Gesundheitsschutzes die Kontaktdaten der Teilnehmer:innen und gewährleisten angemessene Sitzabstände. Alle Teilnehmer:innen sind verpflichtet, einen Mundschutz während der Veranstaltung zu tragen.

 




 

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