Deutsch-ukrainisches Sprachenjahr
Über das Projekt

Deutsch-ukrainisches Sprachenjahr. Über das Projekt © Goethe-Institut  

Mach den nächsten Schritt!

Das deutsch-ukrainische Sprachenjahr wurde 2016 von den Außenministern beider Länder beschlossen, um 25 Jahre nach Aufnahme der diplomatischen Beziehungen das gegenseitige Verständnis und die Freundschaft zwischen Deutschland und der Ukraine sowie die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung und Kultur zu stärken und auszubauen.
 
Mach den nächsten Schritt ist das Motto des deutsch-ukrainischen Sprachenjahrs 2017/2018, das am 9. und 10. September 2017 mit einem fulminanten Straßenfestival in Kiew eröffnet wurde. Zu Ende geht das gemeinsame Jahr im Sommer 2018 mit einem internationalen Bildungskongress. Sprache und Literatur sind während des gesamten Jahres Plattformen für die Vermittlung von Gegenwartskultur, modernen Bildungsstandards und europäischen Werten.

Organisatoren

Projektträger des deutsch-ukrainischen Sprachenjahres 2017/2018 sind das Auswärtige Amt, die Deutsche Botschaft Kiew und das Goethe-Institut (Projektleitung) in Absprache mit dem ukrainischen Bildungs- und Außenministerium. Bei der Planung und Durchführung der Projekte und Veranstaltungen arbeiten sie eng mit den anderen deutschen Sprach- und Kulturmittlern in der Ukraine sowie den ukrainischen Partnern ihres weit verzweigten Netzwerkes zusammen.

Ziel

Ziel des deutsch-ukrainischen Sprachenjahres ist es, bestehende Kooperationen zwischen Bildungs-und Kultureinrichtungen der beiden Länder auszubauen und neue langfristige Partnerschaften und Projekte zu initiieren. Die gemeinsamen Aktivitäten sollen in der breiten Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden. Die Programme des deutsch-ukrainischen Sprachenjahres orientieren sich an drei thematischen Schwerpunkten:

  1. Deutsch eröffnet Perspektiven für junge Menschen
    Die deutsche Sprache unterstützt junge Ukrainer in ihrer beruflichen Entwicklung und schafft Karriereperspektiven. Sie ist ein wichtiger Baustein für die kulturelle Bildung. 
  2. Sprache finden für Gedenken und zivilgesellschaftliche Eigenverantwortung
    Historisch-kritische Erinnerung und aktuelles zivilgesellschaftliches Engagement  sind wichtige Elemente der Stabilisierung und Stärkung der Ukraine und werden durch mehrperspektivische Diskurse und Austauschprojekte zwischen den beiden Ländern gefördert. Wir wollen Gedenken fördern, das viele Facetten und Ansätze toleriert, das individuelle Verantwortung betont und damit zu gesellschaftlichem Engagement aus Eigenverantwortung anregt. 
  3. Deutsch-ukrainischer Literaturdialog: Unsere Schnittmenge Europa
    Übersetzungsförderung und literarische Begegnungen sind Plattformen, auf denen das gemeinsame Friedensprojekt europäischer Integration sichtbar wird und ein Dialog über die uns verbindenden Werte in Europa geführt werden kann.  

Zugleich soll das gemeinsame Sprachenjahr dazu beitragen, das Ukrainische in Deutschland gezielt zu stärken.

Der Auftakt

Robotikunterricht, Autorenlesungen im Literaturgarten, Puppentheater und eine Zukunftskonferenz für Jugendliche: Über 15.000 Besucher waren bei der Eröffnung auf dem Kontraktowa Platz dabei. Ganztägig konnten die Besucher an kostenlosen Deutsch-Workshops teilnehmen und beim Karaoke, Twistern oder bei Chemie-Experimenten die nächsten Schritte in der deutschen Sprache tun. Am Abend spielten vor über 2.000 Gästen die ukrainischen Bands Haydamaky und Sergij Zhadan i Sobaki mit den deutschen Bands Kellerkommando und Messer im Tandem.

Programm

Insgesamt umfasst das deutsch-ukrainische Sprachenjahr mehr als 50 Sprach-, Kultur-  und Literaturveranstaltungen in der ganzen Ukraine, darunter eine Musiktournee und eine Lesereise mit Autoren, Sommercamps für Schüler, verschiedene Fachtagungen, Lehrerfortbildungen, Jugendaustausch-Projekte, eine Ausstellung und die Vergabe von Auszeichnungen an hervorragende Lerner und Lehrer. In Deutschland wird ein abwechslungsreiches Programm zur ukrainischen Sprache stattfinden.
 
Den Abschluss im Sommer 2018 bildet ein großer Bildungskongress zur Zukunft der Schule.