Die Grenze

Grenzen © Colourbox © Colourbox

Ausstellungsprojekt des Goethe-Instituts

Wo endet Europa, wo beginnt Asien? Dies ist die Leitfrage eines mehrjährigen Ausstellungsprojekts des Goethe-Instituts, das in Kooperation mit dem HMKV in Dortmund und zahlreichen Partnerinstitutionen in Osteuropa und Zentralasien realisiert wird.

„Die Grenze“ erkundet und reflektiert Grenzen und Grenzziehungen unterschiedlichster Art: als territoriale Ein- oder Ausgrenzung, als kulturelle oder soziale Trennlinie, als Instrument, das „Wir“ von den „Anderen“ zu unterscheiden oder diese Dichotomie durch Grenzen erst zu schaffen. „Grenze“ ist hier als Metapher zu verstehen, als eine Figur, die nicht statisch, sondern Gegenstand von Übereinkünften und Veränderungen ist – ein hochaktuelles Thema für Russland und die ehemaligen Sowjetrepubliken ebenso wie für Europa und Deutschland. Dabei dient die geografische wie auch die kulturelle Grenze zwischen Europa und Asien als roter Faden. Das Projekt nähert sich dieser Thematik aus künstlerischer Sicht und lenkt den Blick über eine rein politische und ökonomische Betrachtung hinaus auch auf die kulturelle Dimension, um so eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Prozessen, Motivationen und Ursachen von Grenzziehungen zu befördern.
 
Im Fokus des Projekts steht eine jüngere Generation von Künstlern und Kulturschaffenden, die ihre Reflexionen und Einsichten ab 2017 erstmals gemeinsam in einer Wanderausstellung in Osteuropa, Russland, Zentralasien und Deutschland zeigen, begleitet von lokalen Symposien mit Referenten vor Ort sowie deutschen Experten. Kuratoren der Ausstellung sind Inke Arns, Direktorin des HMKV, und Thibaut de Ruyter, Kurator und Kunstkritiker in Berlin.