Jugendliteratur ohne Tabu?

Jugendliteratur ohne Tabu Foto: Kateryna Gutsol

Die Kinder- und Jugendliteratur in der Ukraine beschäftigt sich in der Regel nicht mit familiären und gesellschaftlichen Problemen. Dagegen werden Themen wie Krankheit, Tod, Krieg, innerfamiliäre Gewalt, Generationenkonflikt, Migration oder (Homo)Sexualität in der französischen und deutschen Jugendliteratur häufig behandelt. Mitunter kommt es zu heftigen Diskussionen darüber, ob dies legitim ist.

Wir fragen Pädagogen, Verleger und Autoren aus allen drei Ländern:

  • Gibt es thematische Tabus für die Kinder- und Jugendliteratur?
  • Wie können schwierige Themen sensibel verarbeitet werden?
  • Wie können wir die Rezeption durch die jungen Leser begleiten?
Die Schlüsselrolle des Jugendbuchs in der Schule und seine unterstützende Funktion bei Erziehungsaufgaben steht dabei im Mittelpunkt unseres Interesses. Wir möchten Eltern und Lehrer, aber auch Schriftsteller und ihre Verlage darin bestärken, thematisch anspruchsvolle Kinder- und Jugendliteratur zu wagen.Das Institut Francais und das Goethe-Institut organisieren gemeinsam eine Reihe von Rundtischgesprächen, Vorlesungen und Workshops in Charkiw, Kiew und Lemberg. Das Projekt wird aus Mitteln des deutsch-französischen Kulturfonds unterstützt.

Gäste sind unter anderem:

  • Dr. Christiane Raabe, Leiterin der Internationalen Jugendbibliothek in München, Deutschland
  • Sylvie Vassallo,  Direktorin des Salons für Kinderliteratur und Medien in Montreuil, Frankreich
  • Christian Linker, Jugendbuchautor, Deutschland
  • Christos, Kinderbuchautor, Frankreich
  • Tamara Bach, Jugendbuchautorin, Deutschland
  • Rachel Hausfater, Autorin von Jugendbüchern, Frankreich

Moderation der Gespräche:

  • Jurko Prochasko, Schriftsteller und Übersetzer, Ukraine
  • Igor Solomadin, Psychologe, Ukraine
Kalender
20.04.2016 Charkiw, Wissenschaftliche Bibliothek Korolenko
22.04.2016 Kiew, Bucharsenal
16./17.09.2016 Lwiw, Verlegerforum