Schnelleinstieg:

Direkt zum Inhalt springen (Alt 1)Direkt zur Sekundärnavigation springen (Alt 3)Direkt zur Hauptnavigation springen (Alt 2)
Patrick Föhl macht den Vortrag bei der Abschluss Konferenz von Cultural Leadership AcademyFoto: Valeria Mezentseva

Partizipation, Dialog, Netzwerk
Kulturforum in Sumy

Seit 2014 organisiert das Goethe-Institut Ukraine zusammen mit seinen Partnern Projekte, die die Entwicklung der Kultur in ländlichen Gebieten und kleinen Städten fördern und den Dezentralisierungsprozess im Kulturbereich unterstützen. 2021 geht dieses langjährige Engagement in eine neue Runde: basierend auf den positiven Erfahrung von Cultural Leadership Academy und mit der Unterstützung von unserem jahrelangen Partner, dem Institute of Cultural Policy (ICP) organisieren wir ein Kulturforum, das in Sumy von 3. bis 7. November 2021 stattfinden wird.


Anmeldung

Die Anmeldung für unser Kulturforum in Sumy ist abgeschlossen!


Information

Wie kann man durch Kultur kleine Städte für Jugendliche und junge Erwachsene wieder attraktiv machen? Wie kann der Wegzug von jungen Menschen aus ländlichen Gebieten gestoppt werden? Und was kann die Digitalisierung zur Lösung von diesen Problemen beitragen? Die Antworten auf diese Fragen werden auf unserem Kulturforum gesucht.

Das Forum wird aus zwei Teilen bestehen: Im ersten Teil (03. bis 05. November 2021) werden Kulturmanager*innen aus der Ostukraine eine Fortbildung zu Jugendarbeit und Entwicklung von Kultur in ländlichen Gebieten machen. Der zweite Teil wird international: Kulturmanager*innen aus Thüringen (Deutschland) werden sich dem Forum anschließen, um Erfahrungen mit den ukrainischen Kolleg*innen auszutauschen und sogar neue internationale Projekte zu entwickeln.

Schon seit 10 Jahren unterliegt auch das Kulturleben in Thüringen einem Transformationsprozess. Bereits 2013 wurden vom Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Bildung und Kultur im Jahr zwei Modellregionen ausgewählt, in denen in einem partizipativen Prozess Perspektiven für die zukünftige Entwicklung der Kulturlandschaften in ländlichen Gebieten erarbeitet werden sollte. Heute sind die beiden Modellregionen in Thüringen ein positives Beispiel für den Umgang mit rasanten Veränderungen in der Kultur und mit gesellschaftlichen Herausforderungen – wie etwa dem demografischen Wandel und dessen Auswirkungen auf den Kulturbereich – für ganz Deutschland geworden.

Experten und Moderator des Forums wird Patrick Föhl, Gründer und Leiter des »Netzwerks Kulturberatung« in Berlin, sein, der große Erfahrung in der Kulturbranche von der Ukraine und Thüringen mitbringt. Unsere erfahrenen CLA-Trainer*innen werden die Fortbildung leiten und das Networking zwischen den Teilnehmer*innen aus der Ostukraine und Thüringen begleiten.

Zur Teilnahme an diesem Projekt laden wir 20 lokale Kulturmanager*innen, Vertreter*innen von NGOs und CLA-Alumni ein, die in der Ostukraine in kleinen Städten und Dörfer tätig sind und Erfahrung in der Jugendarbeit haben. Die Ausschreibung dazu wird im September 2021 starten.

Das Projekt wird mit Mitteln des Programms "Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland" des Auswärtigen Amts in Deutschland gefördert.


Expert*innen und Trainer*innen

Geb. 1978 in Berlin, studierte Kulturarbeit und promovierte im Bereich Kunstmanagement. 2004 gründete er das Netzwerk Kulturberatung, dessen Leiter er auch ist. Er führt verschiedene Kulturplanungsprojekte in Deutschland und anderen europäischen Ländern durch (z.B. in Düsseldorf, Augsburg, Ulm, Potsdam, Stuttgart, Plovdiv, Neuruppin, Rhein-Neckar Region,). Dr. Föhl ist einer der anerkanntesten Kulturplaner in Europa.  Daneben arbeitete er auch seit 1996 für diverse Kulturinstitutionen, z.B. der Klassik Stiftung Weimar und dem Bauhaus Museum Berlin. Er ist Gastdozent und Referent an verschiedenen Universitäten, Hochschulen und Institutionen in Österreich, Bulgarien, Chile, China, Ägypten, Deutschland, Luxemburg, Pakistan, Polen, der Schweiz, Tunesien, der Ukraine, den USA und Vietnam. Gemeinsam mit Prof. Dr. Armin Klein ist er wissenschaftlicher Leiter des Ulmer Donau-Kollegs für Kulturmanagement. Mehr als 100 Artikel, Bücher und Berichte über Kulturmanagement und Kulturpolitik wurden von ihm bereits verfasst.
Iryna Kats Foto: privat Kulturmanagerin, Master in staatlicher Verwaltung, unabhängige Expertin für Fragen der Kulturpolitik. Ab 2007 übte sie leitende Funktionen im Bereich der Kultur in Verwaltungsbehörden, kommunalen Selbstverwaltungsorganen und im öffentlichen Sektor aus. Sie ist Mitbegründerin und Vorstandsvorsitzende der NGO Kulturdialog mit dem Auftrag der Entwicklung von Gemeinden und Kommunen über die gesellschaftliche Umgestaltung und interkulturellen Dialog. Trainerin für Kartierung und Erarbeitung der Entwicklungsstrategien von Gemeinden und Kommunen, partizipative Praktiken und Herstellung des interkulturellen Dialogs auf kommunaler Ebene.
Yaroslav Minkin Foto: privat Aktivist und Kulturmediator, Experte für die Förderung des interkulturellen Dialogs in der Ukraine. Jaroslaw ist Initiator von Aktionen für solidarisches Handeln,  Kultur- und Bildungsinterventionen und von Kampagnen zum Schutz des Gemeinwohls. Er hat einen Masterabschluss des Instituts für Führung und Verwaltung der Ukrainischen Katholischen Universität erworben und Forschungen in EU-Ländern, in Staaten der Östlichen Partnerschaft und Zentralasiens durchgeführt. Jaroslaw war als ukrainischer Berater in dem globalen Projekt The Cultural Value Project und in Innovationsprojekten des Goethe-Instituts Ukraine tätig. Er gehört zu den Mitverfassern der Studie Stärkung des Nachwuchses in der politischen Entscheidungsfindung sowie der Handbücher Gemeindekartierung in der Ukraine und Plan Z: Hinweise für Agenten der kulturellen Entwicklung.

Von 2018 bis 2019 übte er die Funktion des Koordinators der Arbeitsgruppe „Zwischenmenschliche Kontakte” der Nationalen Ukrainischen Plattform des Forums der Zivilgesellschaften der Östlichen Partnerschaftsstaaten zur Präsentation der Ukraine auf der internationalen Ebene aus. Als Förderer der Kulturvielfalt und der Respektierung von Menschrechten beschäftigte er sich lange Zeit mit der Demokratisierung der Kulturpolitik im Donbass und insgesamt in der Ukraine. Seit 2008 koordiniert Jaroslaw Minkin Bildungs-, Kultur- und Forschungsinitiativen des Jugendverbands STAN und engagiert sich als unabhängiger Experte und Trainer im Bereich der informalen Bildung, entwickelt und realisiert Bildungsprogramme für partizipative Demokratie und interkulturellen Dialog, Kulturvielfalt und Nichtdiskriminierung, Kartierung von Gemeinden und kulturellen Stadtentwicklung, Menschenrechte und Art-Aktivitäten.
Mariia Yaremchuk Foto: privat Unabhängige Regisseurin, Kriegsberichterstatterin, Trainerin, Aktivistin. Regisseurin der Dokumentarreihe „Lebendige UPA (Ukrainischen Aufständische Armee). Autorin und Trainerin eines Video-Bildungsprogramms für Kinder und Jugendliche. Aktuell schreibt sie Drehbücher und betätigt sich in der Regie und Schnittbearbeitung. Sie ist Autorin von vier fertiggestellten Dokumentar- und Spielfilmen und eines Spielkurzfilms, die auf Filmfestivals in der Ukraine präsentiert und ausgezeichnet wurden. Zu ihrem jüngsten Erfolg in der beruflichen Entwicklung ist die Bereitstellung von Fördermitteln durch die staatliche Agentur für Fragen der Filmkunst der Ukraine für Dreharbeiten am Dokumentarfilm „Weg des Samurais“ zu zählen. Sie ist Vorstandsvorsitzende der NGO Ruschijna Syla, Mitbegründerin der Journalistenvereinigung Sektor der Wahrheit und Redakteurin der Webseite dieses Vereins. Mitglied des Ausschusses für Kultur, Bildung, Jugend, Sport und Tourismus im Öffentlichen Rat bei der staatlichen Gebietsverwaltung Kiew. Sie wurde mit dem Orden „Kriegsfreiwillige“, und Medaillen „Für Tapferkeit“ und „Für Vaterlandsliebe“ ausgezeichnet.
Igor Garmash Foto: privat Regionaler Vertreter des ukrainischen Zentrums für Kulturforschung des Ministeriums für Kultur und Informationspolitik. Stellvertretender Leiter für die Förderung und Entwicklung der kommunalen Gedenkstätte für die Revolution der Würde in der Stadt Lwiw. Experte im Bereich Kultur und Kreativwirtschaft der EU- Vertretung in der Ukraine, des Team Europe und der ukrainischen Kulturstiftung. Kulturaktivist, Leiter des Kunstzentrums Art-Space und des Filmclubs Aufstieg, Direktor des Netzwerks von Literatur- und Kunstfestspielen Bücherbasar (Saporishja, Mariupol, Slowjansk, Sewerodonezk), Beatles-Fans-Festival Let it Beatles, Veranstalter von mehr als 2000 Kulturevents.
Mariana Maksymiak Foto: privat Kulturprojektmanagerin. Sie hat die Fakultät für Philosophie und Theologie an der Ukrainischen Katholischen Universität sowie die Fakultät für Journalistik an der  Nationalen Iwan-Franko-Universität Lwiw absolviert. Teilnehmerin des Zertifikatsprogramms „Führung von gemeinnützigen Vereinen“ am Institut für Führung und Verwaltung der Ukrainischen Katholischen Universität. Sie beteiligte sich an den Projekten „Roadmap für die Kulturentwicklung in der Ukraine“ und „Kultur- und Bildungsakademie“ des Goethe-Instituts Ukraine. 2019 absolvierte sie das Zertifikatsprogramm des Kulturministeriums der Ukraine. Sie gehört zu den Alumni der ersten Cultural Leadership Academy.

Marjana hat Erfahrung im öffentlichen Dienst und war in zivilgesellschaftlichen Vereinigungen und internationalen Institutionen tätig. U. a. war sie eine Zeit lang in der Abteilung für Entwicklung an der Ukrainischen Katholischen Universität beschäftigt und ist bis heute im Zentrum für Stadtgeschichte des Ost- und Mitteleuropas tätig. Sie ist Programmdirektorin des Agnon-Literaturzentrums in Butschatsch. Sie engagiert sich im Literaturmanagement, hat Erfahrungen in langfristigen internationalen Projekten und Partnerschaften, u.a. veranstaltet sie Kulturresidenzen und arbeitet mit Kulturprojekten, die sich an die Gemeinde Butschatsch richten. Sie hat ferner Erfahrung in der Verwaltung von Fördergeldern für Studienreisen mit dem Ziel des Erfahrungsaustausches und des Besuchs von Partnerorganisationen in Europa. 2019 wurde ihr der Jahrespreis des Präsidenten der Ukraine für junge Schriftsteller*innen verliehen.
Iryna Dyba Foto: privat Aktivistin,  Expertin der Stiftung Offene Gesellschaft. Seit 2010 als Trainerin der Programme für Führung, Projektmanagement, Kulturvielfalt und Nichtdiskriminierung tätig. Mehr als 5 Jahre leitete sie internationale Workshops für den deutschen Verein Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD) und das NGO Ukrainisches Jugendzentrum; sie kooperiert mit zivilgesellschaftlichen Vereinigungen, mit der staatlichen Verwaltung, der Privatwirtschaft und mit Medien in verschiedenen Regionen der Ukraine. Sie verfügt über eine 10-jährige Erfahrung in der Steuerung und Koordinierung von internationalen Projekten der EU-Vertretung in der Ukraine, der Stiftung Offene Gesellschaft, Ressourcenzentrum GURT, Ukrainischen Jugendzentrum, Global Management Challenge und Olde Vechte Foundation.
Yuliia Liubych Foto: privat Trainerin und Facilitatorin, Gestalterin von Bildungsprogrammen. Mitglied der Jugendorganisation STAN. Sie hat ihren Hochschulabschluss an der Ukrainischen Katholischen Universität Lwiw im Fach Sozialpädagogik erworben und studierte an der Masaryk-Universität (Brünn, Tschechische Republik) und an der Fachhochschule für Kultur und Performance (Snoghoi, Dänemark). Derzeit nimmt sie an einer Langzeitausbildung für Menschenrechte Kompass (Europa-Rat) teil. Dank ihrer formalen Bildung befasst sie sich mit Kulturmanagement sowie mit unternehmerischen Aktivitäten im schulischen und sozialen Bereich. 2019 gehörte sie zu den Koordinator*innen des Projekts Ukrainisches Völkerbouquet, das sich die Umsetzung der UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zum Ziel setzt.
Olena Mykhailenko-Blayone Foto: privat Doktorin der Wirtschaftswissenschaften, Forscherin an der Ontario Tech University (Kanada) und Rezekne Technological Academy (Lettland). Sie erforscht die wechselseitigen Zusammenhänge zwischen digitalen Transformationen, Kulturwerten, wirtschaftlicher Entwicklung und dem postindustriellen Studium in den Ländern Osteuropas. Olena ist Mitbegründerin und cross-culture-Beraterin in Collaboritsi.com, Expertin der Ukrainischen Kulturstiftung für Kultur- und Kreativwirtschaft.

Östliche Partnerschaft

Mit freundlicher Unterstützung

 

Civil Society Cooperation Auswärtiges Amt

Top