Interrobang

Interrobang © Interrobang

Die Performancegruppe Interrobang entwickelt neue performative Formate zur Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen und Fragestellungen. In installativ-immersiven Theaterräumen und partizipativen game-Settings erleben die Teilnehmenden neue szenische Kommunikationsmodelle. Das Spiel mit theatraler Gemeinschaft wird so zum Spiel mit Gesellschaftsformen und Wertesystemen. Zentral für Interrobangs Arbeiten ist eine Multioptionalität: Die Stücke verlaufen selten entlang einer linearen Abfolge, sondern bieten Raum für unvorhersehbare Dramaturgien. Entscheidungsträger sind fast immer die Zuschauer. In Interrobangs Projekten geht es damit immer auch um demokratische Prozesse, um die Möglichkeit und Grenzen von Mitbestimmung und Entscheidungs(un)freiheit innerhalb eines gesetzten Systems. Interrobang sind Till Müller-Klug, Lajos Talamonti, Nina Tecklenburg und Gäste. 2012-14 erhielten sie gemeinsam mit den Sophiensælen Berlin die Doppelpassförderung der Kulturstiftung des Bundes und realisierten mit „Preenactments“ eine Reihe von performativen Zukunftsentwürfen. Ihre Produktion „Callcenter Übermorgen“ wurde 2015 zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen.