Partizipation, Dialog, Netzwerk
Kulturforum in Sumy

Kulturforum in Sumy Teaser Foto: Natalia Karmazina

Seit 2014 organisiert das Goethe-Institut Ukraine zusammen mit seinen Partnern Projekte, die die Entwicklung der Kultur in ländlichen Gebieten und kleinen Städten fördern und den Dezentralisierungsprozess im Kulturbereich in der Ukraine unterstützen. 2021 ging dieses langjährige Engagement in eine neue Runde: Basierend auf der positiven Erfahrung der Cultural Leadership Academy und mit der Unterstützung von unserem jahrelangen Partner, dem Institute of Cultural Policy (ICP), führte das Goethe-Institut Ukraine von 3. bis 7. November in Sumy ein Kulturforum.

Information

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Wie kann man durch Kultur kleine Städte für Jugendliche und junge Erwachsene wieder attraktiv machen? Wie kann der Wegzug von jungen Menschen aus ländlichen Gebieten gestoppt werden? Und was kann die Digitalisierung zur Lösung von diesen Problemen beitragen? Die Antworten auf diese Fragen haben die Teilnehmer*innen des Kulturforums in Sumy gemeinsam gesucht.

Das Forum bestand aus zwei Teilen: Im ersten Teil (03. bis 05. November 2021) absolvierten 19 Kulturmanager*innen aus der Ostukraine eine Fortbildung zu Kulturmanagement. Unter der Leitung von sechs erfahrenen Trainer*innen der CLA arbeiteten die Teilnehmer*innen unter anderem zu den Themen Jugendarbeit, kulturelle Entwicklung der ländlichen Gebiete, Dezentralisierung, immaterielles Kulturerbe, Formen der kulturellen Selbstbestimmung. Außerdem erlernten die Teilnehmer*innen verschiedene moderne Methoden des Kulturmanagements.

Neben dem Hauptprogramm hatten die Teilnehmer*innen des Forums auch die Gelegenheit, das Kulturleben von Sumy zu erleben: Sie besuchtene die Galerie BureauArt und lernten ihren Kurator Vadym Dubodedov kennen. Außerdem organisierte Denys Vasyliev, einer der Trainer des Forums, eine private Vorführung von dem Dokumentarfilm „Saz: key of trust“ mit anschließendem Gespräch.

Der zweite Teil des Kulturforums war international: acht Kulturmanager*innen aus Thüringen (Deutschland) schlossen sich dem Forum an. In zwei Tagen des aktiven Austausches haben die Teilnehmer*innen aus der Ukraine und Deutschland nicht nur einander kennengelernt und ihre Erfahrung in der Kulturarbeit ausgetauscht, sondern auch erste Ideen für Kooperation gesammelt.

Experte und Moderator der letzten zwei Tagen des Forums war Patrick S. Föhl, Gründer und Leiter des »Netzwerks Kulturberatung« in Berlin, der seine große Erfahrung in der Kulturbranche der Ukraine und Thüringen in das Programm einbrachte und den Austausch zwischen den Teilnehmer*innen unterstützte.

Wichtiger Teil des Forums war auch die informelle Kommunikation und das Rahmenprogramm. Eines der Highlights der Veranstaltung war ein gemeinsamer Besuch im Dorf Mohrytsa in der Nähe von Sumy, wo jährlich das älteste Land-Art Symposium der Ukraine, genannt „Prostir pokordonnia“, stattfindet. Das vollständige Programm der Veranstaltung finden Sie hier:
Programm Kulturforum in Sumy

Wir danken allen Teilnehmer*innen und Trainer*innen des Forums sowie unserer Partner für ihre aktive und engagierte Beteiligung am Forum und hoffen, dass dieses Forum in neue gemeinsame deutsch-ukrainische Projekte resultiert.

Das Forum wurde mit der Unterstützung der Staatskanzlei Thüringen und der NGO Institute of Cultural Policy organisiert. Das Projekt wird mit Mitteln des Programms "Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland" des Auswärtigen Amts in Deutschland gefördert.

Expert*innen und Trainer*innen


Geb. 1978 in Berlin, studierte Kulturarbeit und promovierte im Bereich Kunstmanagement. 2004 gründete er das Netzwerk Kulturberatung, dessen Leiter er auch ist. Er führt verschiedene Kulturplanungsprojekte in Deutschland und anderen europäischen Ländern durch (z.B. in Düsseldorf, Augsburg, Ulm, Potsdam, Stuttgart, Plovdiv, Neuruppin, Rhein-Neckar Region,). Dr. Föhl ist einer der anerkanntesten Kulturplaner in Europa.  Daneben arbeitete er auch seit 1996 für diverse Kulturinstitutionen, z.B. der Klassik Stiftung Weimar und dem Bauhaus Museum Berlin. Er ist Gastdozent und Referent an verschiedenen Universitäten, Hochschulen und Institutionen in Österreich, Bulgarien, Chile, China, Ägypten, Deutschland, Luxemburg, Pakistan, Polen, der Schweiz, Tunesien, der Ukraine, den USA und Vietnam. Gemeinsam mit Prof. Dr. Armin Klein ist er wissenschaftlicher Leiter des Ulmer Donau-Kollegs für Kulturmanagement. Mehr als 100 Artikel, Bücher und Berichte über Kulturmanagement und Kulturpolitik wurden von ihm bereits verfasst.

Pablo Tretjakov Foto: privat
Vorstandschef der NGO “Institute of Cultural Policy”, regionaler Vertreter des Ukrainian Centers for Cultural Research des Kulturministeriums der Ukraine. Er ist Experte der Kulturpolitik und Hauptregisseur des internationalen Festivals OPERAFEST TULCHYN sowie Direktor des VINNYTSIA JAZZFESTS.

Pavlo Tretjakov absolvierte im Jahre 2015 den Kurs „Staatliche und private Partnerschaft in Kultur“ nach dem Programm von dem Außenministerium der Vereinigten Staaten (Washington, Сharlotte, Austin, New-York).
In den letzten Jahren beschäftigt er sich mit der Erforschung der Wirkung von Kulturpolitik auf das Branding von Städten oder Gebieten und mit der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung von den Gebieten am Beispiel von Vinnytsa, Zhmerynka, Tulchyn und Energodar.

Pavlo Tretjakov ist „Verdienter Künstler der Ukraine“.

Iryna Frenkel Foto: privat
Iryna Frenkel ist Leiterin des Ukrainian Centers for Cultural Research und Expertin in regionaler Kultur- und Wirtschaftsentwicklung.

Aktivistin, Künstlerin, „Verdiente Artistin“ der Ukraine, Autorin, Organisatorin und Produzentin von internationalen professionellen Kunstprojekten, z.B. Forum der jungen Musik „Farben von Musik der XX Jh.“, «VINNYTSIAJAZZFEST», «OPERАSFEST TULCHYN».

Im Jahre 2011 erarbeitete sie die erste Kulturstrategie für die Stadt Vinnytsia „Neue kulturelle Grundlage für die Stadtentwicklung”, die im Jahre 2014 eine Auszeichnung in der Kategorie „Kultur“ im Rahmen der Östlichen Partnerschaft erworben hat.

Iryna Frenkel ist außerdem Autorin von zahlreichen Projekten zur Dezentralisierung in der Ukraine.

Iryna Kats Foto: privat
Kulturmanagerin, Master in staatlicher Verwaltung, unabhängige Expertin für Fragen der Kulturpolitik. Ab 2007 übte sie leitende Funktionen im Bereich der Kultur in Verwaltungsbehörden, kommunalen Selbstverwaltungsorganen und im öffentlichen Sektor aus. Sie ist Mitbegründerin und Vorstandsvorsitzende der NGO Kulturdialog mit dem Auftrag der Entwicklung von Gemeinden und Kommunen über die gesellschaftliche Umgestaltung und interkulturellen Dialog. Trainerin für Kartierung und Erarbeitung der Entwicklungsstrategien von Gemeinden und Kommunen, partizipative Praktiken und Herstellung des interkulturellen Dialogs auf kommunaler Ebene.

Yaroslav Minkin Foto: privat
Aktivist und Kulturmediator, Experte für die Förderung des interkulturellen Dialogs in der Ukraine. Jaroslaw ist Initiator von Aktionen für solidarisches Handeln,  Kultur- und Bildungsinterventionen und von Kampagnen zum Schutz des Gemeinwohls. Er hat einen Masterabschluss des Instituts für Führung und Verwaltung der Ukrainischen Katholischen Universität erworben und Forschungen in EU-Ländern, in Staaten der Östlichen Partnerschaft und Zentralasiens durchgeführt. Jaroslaw war als ukrainischer Berater in dem globalen Projekt The Cultural Value Project und in Innovationsprojekten des Goethe-Instituts Ukraine tätig. Er gehört zu den Mitverfassern der Studie Stärkung des Nachwuchses in der politischen Entscheidungsfindung sowie der Handbücher Gemeindekartierung in der Ukraine und Plan Z: Hinweise für Agenten der kulturellen Entwicklung.

Von 2018 bis 2019 übte er die Funktion des Koordinators der Arbeitsgruppe „Zwischenmenschliche Kontakte” der Nationalen Ukrainischen Plattform des Forums der Zivilgesellschaften der Östlichen Partnerschaftsstaaten zur Präsentation der Ukraine auf der internationalen Ebene aus. Als Förderer der Kulturvielfalt und der Respektierung von Menschrechten beschäftigte er sich lange Zeit mit der Demokratisierung der Kulturpolitik im Donbass und insgesamt in der Ukraine. Seit 2008 koordiniert Jaroslaw Minkin Bildungs-, Kultur- und Forschungsinitiativen des Jugendverbands STAN und engagiert sich als unabhängiger Experte und Trainer im Bereich der informalen Bildung, entwickelt und realisiert Bildungsprogramme für partizipative Demokratie und interkulturellen Dialog, Kulturvielfalt und Nichtdiskriminierung, Kartierung von Gemeinden und kulturellen Stadtentwicklung, Menschenrechte und Art-Aktivitäten.

Mariia Yaremchuk Foto: privat
Unabhängige Regisseurin, Kriegsberichterstatterin, Trainerin, Aktivistin. Regisseurin der Dokumentarreihe „Lebendige UPA (Ukrainischen Aufständische Armee). Autorin und Trainerin eines Video-Bildungsprogramms für Kinder und Jugendliche. Aktuell schreibt sie Drehbücher und betätigt sich in der Regie und Schnittbearbeitung. Sie ist Autorin von vier fertiggestellten Dokumentar- und Spielfilmen und eines Spielkurzfilms, die auf Filmfestivals in der Ukraine präsentiert und ausgezeichnet wurden. Zu ihrem jüngsten Erfolg in der beruflichen Entwicklung ist die Bereitstellung von Fördermitteln durch die staatliche Agentur für Fragen der Filmkunst der Ukraine für Dreharbeiten am Dokumentarfilm „Weg des Samurais“ zu zählen. Sie ist Vorstandsvorsitzende der NGO Ruschijna Syla, Mitbegründerin der Journalistenvereinigung Sektor der Wahrheit und Redakteurin der Webseite dieses Vereins. Mitglied des Ausschusses für Kultur, Bildung, Jugend, Sport und Tourismus im Öffentlichen Rat bei der staatlichen Gebietsverwaltung Kiew. Sie wurde mit dem Orden „Kriegsfreiwillige“, und Medaillen „Für Tapferkeit“ und „Für Vaterlandsliebe“ ausgezeichnet.

Igor Garmash Foto: privat
Regionaler Vertreter des ukrainischen Zentrums für Kulturforschung des Ministeriums für Kultur und Informationspolitik. Stellvertretender Leiter für die Förderung und Entwicklung der kommunalen Gedenkstätte für die Revolution der Würde in der Stadt Lwiw. Experte im Bereich Kultur und Kreativwirtschaft der EU- Vertretung in der Ukraine, des Team Europe und der ukrainischen Kulturstiftung. Kulturaktivist, Leiter des Kunstzentrums Art-Space und des Filmclubs Aufstieg, Direktor des Netzwerks von Literatur- und Kunstfestspielen Bücherbasar (Saporishja, Mariupol, Slowjansk, Sewerodonezk), Beatles-Fans-Festival Let it Beatles, Veranstalter von mehr als 2000 Kulturevents.

Denys Vasyliev Foto: privat
Kulturmanager, Aktivist und unabhängiger Experte für Politik im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft, Berater für Fragen des Urheberrechts und des immateriellen Kulturerbes. Direktor des Museums für Musikinstrumente, Mitglied des CIMCIM-Komitees des internationalen Museumsrates ICOM. Begründer der NGO Zentrum für die Entwicklung von Business-Technologies und Kultur. Kurator der Kulturprojekte eines multidisziplinären kreativen Hubs. Programmdirektor der musikalischen Art-Residenz Sound Art Space, die von der Ukrainischen Kulturstiftung gefördert wird. Regisseur von Theater- und Musikperformances und -programmen. Begründer und künstlerischer Leiter der Truppe BarabanZA. Er ist Gewinner des ersten Preises in der Gattung „Authentische ukrainische Folklore“ des nationalen ukrainischen Festivals Tscherwona Ruta. Trainer und Facilitator von interaktiven Trommelprogrammen für Zwecke der informalen Bildung, Teambuilding, effiziente Führung, psychologische Entlastung und Stressüberwindung.
Master für Management, Dolmetscher aus dem Englischen. Zusätzliche Bildung im Fachbereich Heimatkunde, Exkursionen und Tourismus.

Iryna Dyba Foto: privat
Aktivistin,  Expertin der Stiftung Offene Gesellschaft. Seit 2010 als Trainerin der Programme für Führung, Projektmanagement, Kulturvielfalt und Nichtdiskriminierung tätig. Mehr als 5 Jahre leitete sie internationale Workshops für den deutschen Verein Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD) und das NGO Ukrainisches Jugendzentrum; sie kooperiert mit zivilgesellschaftlichen Vereinigungen, mit der staatlichen Verwaltung, der Privatwirtschaft und mit Medien in verschiedenen Regionen der Ukraine. Sie verfügt über eine 10-jährige Erfahrung in der Steuerung und Koordinierung von internationalen Projekten der EU-Vertretung in der Ukraine, der Stiftung Offene Gesellschaft, Ressourcenzentrum GURT, Ukrainischen Jugendzentrum, Global Management Challenge und Olde Vechte Foundation.

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