Sprachassistent*innen in der Ukraine

Sprachassisten*innen 2020-2021  

Unsere Sprachassistent*innen 2020/2021

Ab Anfang Oktober beginnen vier junge Leute aus Deutschland ihre Online-Tätigkeit an den Zentren der deutschen Minderheiten in Cherson, Krementschuk, Lwiw und Mukatschewo. Wir sind gespannt auf neue Projektideen und erfolgreiche Zusammenarbeit in den nächsten neun Monaten. Unten stellen sich unsere Sprachassistent*innen vor.

Philip Reiber Foto: Goethe-Institut / Ivan Dinius Meine Liebe für Fremdsprachen geht bereits auf meine Kindheit und Jugendzeit zurück. Nach einem Spanienurlaub habe ich mir im Selbststudium die spanische Sprache angeeignet und einige Jahre später das Russische, da ich viele Bekannte und Freunde hatte, die diese Sprache untereinander sprachen.
 
Meine Leidenschaft für die Arbeit mit Menschen und speziell das Unterrichten habe ich bereits während meines Physikstudiums entdeckt. Ich habe damals Mathematiknachhilfe erteilt. Nach einem Fachrichtungswechsel in die Fächerkombination Slawistik/Indologie begann ich freiberuflich als Tutor für Deutsch als Fremdsprache zu arbeiten.
 
Ich hatte bereits während meines Studiums ein Jahr in Kiew studiert. Mich hat die Ukraine und diese Stadt danach nicht mehr losgelassen. Die Tätigkeit als Sprachassistent gab mir also die ideale Gelegenheit meinen Interessen nachzugehen und dieses wundervolle Land noch einmal zu erleben.
 
Nach einem Jahr in Kiew, wo die Arbeit einer recht strikten Planung folgt und die Teilnehmer meiner Veranstaltungen etwas älter waren, geht es nun nach Lwiw und an die Arbeit mit Jugendlichen, bei denen ich selbst etwas kreativ werden muss.
 
Das Programm startet außerdem dieses Jahr digital und ich bin äußerst gespannt, welche Herausforderungen und Lernerfahrungen auf uns warten.
 

Daniela Haak Foto: Goethe-Institut / Daniela Haak Sprachen faszinieren mich. Sie stellen Kontakt und Austausch her, sind so vielfältig und zugleich einzigartig und vor allem identitäts- und sinnstiftend; sie sind den Sprecher*innen ein Zuhause. In meinem Bachelorstudium der Germanistik und Italianistik konnte ich viel über die Geschichte, Struktur und Varietäten von Sprache sowie über den Erwerb und die Vermittlung lernen. In Berlin, wo ich derzeit lebe und im Master deutsche Literatur studiere, habe ich zudem ehrenamtlich Deutschunterricht gegeben. Dabei habe ich gelernt, wie wichtig ein offenes und vorurteilsfreies Umfeld für den interkulturellen Austausch ist.
 
Abgesehen von einer kleinen Zeitreise in die Vergangenheit (meine Familie lebte vor vielen, vielen Jahren in der Ukraine) war ich selbst noch nie dort. Ich bin sehr gespannt darauf, das Land und die Menschen endlich näher kennenzulernen. Vor allem freue ich mich auf die Arbeit mit der deutschen Minderheit vor Ort. Ich möchte ihnen Deutschland, wie ich es heute erlebe, näherbringen und sie beim Deutschlernen unterstützen. Nicht zuletzt werde ich mich weiter mit meiner eigenen Herkunftsgeschichte auseinandersetzen und hoffentlich eine neue Sprache dazulernen können.
 

Sebastian Lins Foto: Goethe-Institut / Ivan Dinius Dass ich nun als Sprachassistentin in Krementschuk tätig bin, ist die mehr oder weniger logische Folge dessen, dass ich mich vor fünf Jahren aus Interesse zu einem Russischkurs angemeldet habe. Während meines gesamten Bachelors in Management Sozialer Innovationen habe ich begeistert Russisch gelernt und deswegen auch ein Auslandssemester in St. Petersburg verbracht. Letztes Semester habe ich zudem angefangen Ukrainisch zu lernen, was mir ebenso große Freude bereitet.
Sprachen sind meiner Meinung nach die Mühe wert, sie zu lernen, weil sie den Austausch mit anderen Menschen ermöglichen. Demnach bin ich sehr glücklich, dass ich als Sprachassistentin meine Kenntnisse und Fähigkeiten sinnvoll anwenden und somit hoffentlich den/die ein oder andere/n beim Deutschlernen unterstützen kann.

Ich freue mich schon sehr auf das Abenteuer Ukraine – interessante Menschen kennenzulernen, mich in eine neue Stadt einzuleben, einer abwechslungsreichen Tätigkeit nachzugehen. Außerdem werde ich viele spannende Eindrücke sammeln, ein für mich bisher unbekanntes Land entdecken und sicherlich selbst viel über meine Muttersprache lernen. Ich freue mich auf die kommenden Monate – ob online oder hoffentlich auch bald vor Ort!
 

Constanze Otterbach Foto: Goethe-Institut / Constanze Otterbach Die Ukraine ist ein Land, das mich seit meinem ersten Besuch vor vielen Jahren nicht mehr losgelassen hat. Sowohl bei meinen Reisen als auch während meiner Praktika als Sprachassistentin an den Universitäten in Lwiw und Kiew konnte ich mich davon überzeugen, dass die Ukraine sowohl landschaftlich als auch kulturell eine Menge zu bieten hat. Ich habe die Ukrainer stets als sehr gastfreundlich und hilfsbereit wahrgenommen und dank ihnen viel über ihre Kultur und Sprache gelernt. Umso mehr freue ich mich (hoffentlich bald) wieder in dieses schöne Land reisen zu dürfen, diesmal in einen Teil, den ich bisher noch nicht kenne, und dort eine neue Stadt und neue Leute kennenzulernen.
Der interkulturelle Austausch liegt mir als Philologie- und DaF-Studentin besonders am Herzen. Daher sehe ich meine Tätigkeit als Sprachassistentin als Chance voneinander interessante neue Dinge zu lernen und gemeinsam Vorurteile abzubauen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen Zentrum der deutschen Kultur  und den Deutschlandinteressierten in Cherson und hoffe sowohl das Interesse an der deutschen Sprache und Kultur stärken als auch den Menschen dort ein modernes und realistisches Deutschlandbild vermitteln zu können, aber auch mein eigenes Ukrainebild zu erweitern.
 

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