Meine Schule der Zukunft
Lehrerwettbewerb

Meine Schule der Zukunft Foto: colourbox.de

An unserem Wettbewerb Meine Schule der Zukunft haben 71 Lehrertandems aus ukrainischen Schulen teilgenommen. Als Inspiration für kommende Wettbewerbe und Projekte sehen Sie hier die zehn Gewinnerinnen und Gewinner.
 

Im Zuge der Bildungsreform in der Ukraine werden grundsätzliche Fragen gestellt, die die Dauer der Schullaufbahn, Bildungsinhalte, innovative Ansätze im Unterricht sowie die Zahl der Unterrichtseinheiten betreffen. Das neu beschlossene Bildungsgesetz der Ukraine räumt der Schule und dem einzelnen Lehrer mehr Autonomie ein: Entscheidungen über Schwerpunktfächer, Unterrichtsgestaltung, Einsatz des Lehrmaterials und vieles mehr. In Verbindung mit dem Dezentralisierungsprozess in der Ukraine werden dadurch die Voraussetzungen geschaffen, strukturelle Änderungen im gesamten Land anzustoßen.
 

Lehrerteam Zaporizhzhja
© Collegium Elint Zaporizhzhja
Schule: Collegium Elint
Stadt: Saporischja
Lehrende: Maryna Vlasenko (Deutsch), Anastasiia Marchuk (Deutsch), Yuliia Popova (Biologie)
Projekthintergrund: In der Umweltstatistik 2017 der Ukraine belegte Saporischja mit 193,700 Tonnen Schadstoffen pro Jahr den vorletzten Platz. Für die Lehrerinnen Maryna Vlasenko, Anastasiia Marchuk und Yuliia Popova war dies der Grund, ihren Lernenden in einem fächerübergreifenden Projekt, die Bedeutung der Umwelt und Pflanzen näher zu bringen. Ihr  Projekt „Wir pflanzen Zukunft“ bestand sowohl aus theoretischen Impulsen im Deutsch- und Biologieunterreicht, als auch aus praktischem Pflanzen von Bäumen, Blumen und Büschen. Die Projektplanung stützte sich auf die Schlüsselkompetenzen der Reform „Neue ukrainische Schule“ wie Eigeninitiative, systematisches und kritisches Denken und Problemlösung. In acht Etappen entwickelten die Lernenden der 6. Klasse eine Wertebeziehung zur Umwelt anhand theoretischer Einheiten und praktischen Experimenten. Es fanden sowohl Treffen mit Fachleuten für Gartenbau und Grünpflanzung statt als auch vielseitige Unterrichtseinheiten. Auf einer schulinternen Messe präsentierten die Lernenden gebastelte Papierblumen und informierten die Schule über ihre Umweltaktion. Es folgten Ausflüge in den botanischen Garten und Einheiten zur Pflanzenpflege. Abschließend bepflanzten die Teilnehmenden das Schulgelände. Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen verbesserten durch das Projekt  ihre Deutschfertigkeiten, erweiterten ihre Biologiekenntnisse und unterstützen aktiv den Umweltschutz in ihrer Stadt.
Besonders toll gelungen:
  • Das Projekt verbindet lokale Probleme mit globalen Fragestellungen und eröffnet den Lernenden Einblicke in aktuelle Forschungen im Bereich Umweltschutz.
  • Die einzelnen  Arbeitsschritte erzielten eine umfassende Kompetenzerweiterung  im Bereich der sprachlichen, naturwissenschaftlichen, sozialen, zivilen und digitalen Fertigkeiten.
  • Die Lehrerinnen arbeiteten mit einer Vielzahl didaktischer Mittel und interaktiven Übungen.
Lehrerteam Lwiw
© Linguistisches Gymnasium Lwiw
Schule: Linguistisches Gymnasium
Stadt: Lwiw
Lehrende: Lyudmyla Lialka (Deutsch), Marta Odynets (Erdkunde)
Projekthintergrund: Die Lehrerinnen Frau Lialka und Frau Odynez stellten fest, dass die Themen Hydrosphäre, Abwasser und Seen in den Lehrbüchern nur theoretisch bearbeiten werden. Sie entschieden sich daher, mit den Lernenden der 6. Klasse dieses Thema in einem praktischen, fächerübergreifenden Projekt zu behandeln. In fünf Gruppen erstellten die Lernenden Lapbooks (Faltbücher) zum Thema Wasser und präsentierten diese.  Dabei wurde auf verschiede Aspekte wie Wasserverbrauch, den Weltwassertag, virtuelles Wasser und Hydrosphäre eingegangen. Außerdem fanden Einheiten zur Geschichte des Flusses Poltawa statt. Die Einheiten wurden durch didaktische Methoden wie der 6 Denkhüte-Methode sinnvoll ergänzt. Des Weiteren arbeiteten die Lernenden an ihren Deutschkenntnissen und erweiterten ihren Wortschatz zu den Themen Wasser und Umwelt. Den  Lehrerinnen war der Bezug zur Reform „Neue ukrainische Schule“ ein wichtiges Anliegen und es wurde auf Kompetenzen wie die Entwicklung der Eigeninitiative und Unternehmungslust oder auch das lebenslange Lernen eingegangen. Das Projekt befähigte die Lernenden sich Informationen selber zu organisieren und diese kreativ zu präsentieren. Das Projekt soll aus Sicht der Lehreinnen durch Ausflüge zu Flüssen, Seen und Kläranlagen im Umland ergänzt werden.
Besonders toll gelungen:
  • Die Schülerinnen und Schüler zeigten viel Motivation und wurden durch die Methode „Lapbooks“ kreativ angesprochen.
  • Als die Lehrerinnen Defizite in ihren Lehrbüchern bemerken, schlossen Sie sich als Tandem zusammen und erarbeiteten neue, didaktische Methoden, um wichtige Themen angemessen zu gestalten.
  • Das Projekt ist durch die wenigen Materialien und den kurzen Durchführungszeitraum leicht nachzuahmen.
Lehrertandem
© Allgemeinbildende Schule Nr. 24 Sumy
Schule: Allgemeinbildende Schule Nr. 24
Stadt: Sumy
Lehrende: Olena Torhachova (Deutsch), Tetiana Leliakova (Biologie)
Projekthintergrund: Die Ernährung der Schülerinnen und Schüler beeinflusst maßgeblich ihren Lernerfolg, finden die Lehrerinnen aus Sumy. Schlechte Ernährung führt häufig zu Stress, Allergien und Krankheiten. Das wollten die Lehrerinnen gemeinsam mit 12 Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse ändern und begannen die Schulverpflegung selber in die Hand zu nehmen. Das Ziel: Ein eigener Mensaplan, der auf Erkenntnissen der Ernährungsforschung beruht. In Gruppen beschäftigten sich die Lernenden mit Schulessen in Deutschland, gesunder Ernährung sowie gesunden,  ukrainischen Spezialitäten.  Jede Gruppe spezialisierte sich auf ein Thema und die Schülerinnen und Schüler wurden zu Fachleuten für ein bestimmtes Themengebiet. Anschließend wurde der neue Mensa-Plan bei einem festlichen Markt der Schule präsentiert und selbst gekochte Speisen verkauft. Insbesondre die unternehmerischen und sozialen Kompetenzen sowie die Fähigkeit zum kritischen Denken wurden bei den Jugendlichen gefördert. Die Schülerinnen und Schüler haben Dank des Projekts ihre Schule aktiv verbessern können und ihre Lebensweise kritisch hinterfragt.  
Besonders toll gelungen:
  • Die Zusammenarbeit zwischen Lehrerinnen und Lernenden verlief bei diesem Projekt sehr gut und alle Teilnehmenden konnten voneinander lernen.
  • Der entwickelte Ernährungsplan überzeugt nicht nur inhaltlich, sondern ist auch in seiner Gestaltung ansprechend und innovativ.
  • Der neue Mensaplan ist realistisch und umsetzbar und stützt  sich auf ukrainische Landesgerichte, die von der Schulgemeinschaft gut angenommen werden.
Lehrerteam Mariupol
© Mariupoler Stadtlyzeum
Schule: Mariupoler Stadtlyzeum
Stadt: Mariupol
Lehrende: Natalia Shelhunova (Deutsch), Iryna Tsinkush (Stellvertretende Direktorin), Liudmyla Tokii (Russisch), Kateryna Smirnova (Ukrainisch), Andrii Holutiak (Englisch), Svitlana Polichuk (Mathematik), Elena Kareba (Biologie), Svitlana Keida (Informatik), Sergii Kareba (Chemie), Svitlana Nikulina (Physik), Bakhur Viktoriia (Deutsch), Larysa Smirnova (Erdkunde), Iulia Bohdanova (Englisch), Olha Isaenko (Geschichte der Ukraine, Weltgeschichte, Geschichte der Weltkultur), Iulia Sakharova (Sport)
Projekthintergrund: Als Projektgrundlage dient die Idee, dass jede Person individuell ist, und diese Individualität während des ganzen Lebens realisiert wird. Es bedeutet, dass der Ausbildungsprozess im Lyzeum eine bestimmte Auswahl im Bereich der Ausbildungsinhalte, -tempos, -formen, -verfahren und -bedingungen anbieten soll. Die Partnerschaft zwischen den Lehrern, Schülern und deren Eltern soll Enthüllung und Entfaltung der Talente und Begabungen von jedem Jugendlichen fördern. Die Lehrkräfte versuchten zum ersten Mal in einem großen Team zusammenzuarbeiten. Das war nicht einfach, aber führte zur Herausbildung eines arbeitsfähigen Teams der gleichgesinnten Kollegen und eines effizienten, modernen Ausbildungsmilieus. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler entwickelten im Projekt ihre sozialen und kommunikativen Kompetenzen, ihre Fähigkeit zur Analyse und zum kritischen Denken, zur Planung und verbalen Vorstellung der Endergebnisse, sowie auch ihre Teamfähigkeit. Im Projekt verwandte man Google-Apps, was einen Einblick in diesen Service gewährte und als Vorbereitung auf die Einführung von “Google-Edukation” betrachtet werden kann.
Lehrerteam
© Allgemeinbildende Schule in Kowaliwka
Schule: Allgemeinbildende Schule in Kowaliwka
Stadt: Dorf Kowaliwka, Bezirk Kolomyja
Lehrende: Oksana Hrydzhuk, Switlana Tschukur, Hanna Turkulova
Projekthintergrund: „Ein Unterricht, in dem nur Lesen oder Schreiben unterrichtet wird, ist für die meisten langweilig“, bemerkten die Lehrerinnen aus dem Dorf Kowaliwka. Insbesondere die Lernenden der Grundschule verlieren durch das lange Stillsitzen und Zuhören laut den Lehrerinnen ihre Konzentration. Sie entschlossen eine Arbeitsgruppe zu gründen und gemeinsam zum Thema „Motivationsförderung durch fächerverbindenden Unterricht“ zu forschen. Ihr Ziel war eine Unterrichtsreihe, bestehend aus zwei bis drei Fächern, die den Kindern mehr Aktivität und Kreativität anbieten kann. Im Zeitraum von März 2018 bis Mai 2018 führten die Lehrerinnen Unterrichtseinheiten zu Themen wie Mein Körper, Blumen, Spiele, Haustiere und vieles mehr mit den zweiten Klassen durch. Dabei wurden die Themen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und immer neue Fächerkombinationen aus Sport, Musik, Kunst, Natur, Deutsch und Religion gebildet. Ein verbindendes Element war jedoch die Erweiterung der Sprachkenntnisse (Deutsch) und die kreative Unterrichtsgestaltung (Kunst). Stück für Stück entsteht seither eine Bibliothek mit thematischen Faltbüchern, welche die Kinder selber gestalten und so spielerisch Neues lernen. Didaktisch orientierte sich das Team an Erkenntnissen aus einem Online-Kurs zur Bildungsreform „Neue ukrainische Schule“ und probierte viele neue Übungen aus, die von den Lernenden gut angenommen wurden. Das Fazit der Lehrenden: „Unterricht in der Grundschule ist mehr als Lernen im Fach.“
Projektteam aus Kilija
© Schule 3- Lyzeum Kilija
Schule: Schule 3- Lyzeum
Stadt: Kilija
Lehrende: Ohla Semenenko (Deutsch), Yurii Cherenov (Deutsch), Olena Oryshchak (Geschichte)
Projekthintergrund: In der Schwarzmeersteppe im Rajon Kilija lebten von 1814 bis 1940 Bessarabiendeutsche, welche bisher wenig erforscht wurden. Daher machten sich zwei Deutschlehrende und eine Geschichtslehrerin aus Kilija mit ihren Schülerinnen und Schülern auf Spurensuche, um mehr über die ehemaligen Bewohner ihrer Heimatumgebung zu erfahren. Mit dem Programm LearningApps erstellten die Lernenden in Gruppen eine Mind-Map mit ersten Ideen und erforschten alte Landkarten. Es folgten Befragungen von Fachleuten und Bessarabiendeutschen, sowie Besuche im Museum und der Stadtbibliothek. Gemeinsam erstellten die Schülerinnen und Schüler Poster, Artikel für die Schulhomepage, eine interaktive Landkarte sowie ein Video, in dem die Ergebnisse zusammengefasst wurden. Das Projekt bietet entdeckendes, produktives kooperatives und kreatives Lernen und verbindet damit wichtige Kompetenzbereiche für die Schülerinnen und Schüler. Diese bewerteten das Projekt positiv und freuen sich schon auf weitere Forschungsreisen zu den Spuren der Bessarabiendeutschen in der Umgebung. Anstatt kilometerweit zum nächsten Museum zu fahren, suchten sich die Lehrerinnen und Lehrer aus Kilija einfach ihr eigenes Museum in der Umgebung und nutzten vorhandene Ressourcen und kostenlose Möglichkeiten der Umsetzung.

 
Schule: Marganezer Spezialschule Nr. 2 der I. – III. Stufe mit erweitertem Englisch
Stadt: Marganez, Gebiet Dnipro
Lehrende: Koshanowa A.Ju., Romanowska O.E., Matjash O.D., Kalepko T.W., Matwejewa A.W., Firman L.I., Kopijka O.A.
Projekthintergrund: Die Idee dieses Projekts war die Förderung der ökologischen Kompetenz der gesamten Schulgemeinschaft. Am Beispiel des Müllproblems, arbeiteten die Schülerinnen und Schüler aus Marganez an einem großen Ziel:“ Eine Ukraine ohne Müll!“. In sechs Mini-Projekten beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler verschiedener Klassenstufen mit vielseitigen Aspekten des Umweltschutzes. Die Themen reichten von  Mülltrennung in Deutschland über Sekundärrohstoffe bis zu Altpapiersammlungen. Abschließend veröffentlichten die Teilnehmenden ihre Ergebnisse in der Schulzeitung „Mistok“ und verbesserten ihre sprachlichen und journalistischen Fähigkeiten.  Die Methoden des Projekts waren, ähnlich wie die Inhalte, vielseitig und sollten verschiedene Wissens- und Kompetenzbereiche der Lernenden ansprechen. Sie sammelten Altpapier, erstellten Poster, Ausstellungen, Online-Präsentationen, Umfragen, Broschüren und vieles mehr. Am Ende können die Lehrerinnen aus Marganez mit Gewissheit sagen, dass ihre Schülerinnen und Schüler viele Einblicke in die Bedeutung des Naturschutzes erhalten haben. Der Erfolg dieses Projektes motivierte sowohl Lernende als auch Lehrende und weitere Ideen sind bereits in Planung.
  • Team Spezialschule Nr.2 © Marganezer Spezialschule Nr.2
  • Teamarbeit Marganezer Spezialschule Nr. 2
  • Schulzeitung © Marganezer Spezialschule Nr.2
  • Schülerteam © Marganezer Spezialschule Nr.2
  • Plakat © Marganezer Spezialschule Nr.2
Projektteam
© Starokostjantyniwer Biidungserziehungskomplex
Schule: Starokostjantyniwer Biidungserziehungskomplex „Spezialisierte Schule der I. Stufe, Gymnasium“ von dem Namen des Helden der Ukraine Serhij Bondartschuk
Stadt: Starokostjantyniw, Gebiet Chmelnyzkyj
Lehrende: Anastasiia Baryschewa (Deutsch), Tetyana Skora (Deutsch), Oleh Schewtschuk (Informatik) 
Projekthintergrund: Die Lehrerinnen und Lehrer aus Starokostjantyniw sind immerauf der Suche nach neuen Unterrichtsmethoden, welche das selbstständige Lernen unterstützen und neue Medien einbeziehen. Anstatt Handys zu verbieten, entwickelte das Team daher die Idee für ein neues Projekt. Die Schülerinnen und Schüler sollten dabei Ideen entwickeln, wie Smartphones aktiv und vor allem sinnvoll in den Unterricht einbezogen werden können. Diese Idee stellte sich als erfolgreich heraus. Das Team aus zwei Deutschlehrerinnen und einem Informatiklehrer motivierten die Lernenden sich zunächst mit der Bedeutung von digitalen Medien wie Smartphones zu beschäftigen und Plakate zu erstellen. In Gruppen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler danach intensiv mit einzelnen Methoden digitaler Medien. So entstand ein Interview zum Thema „Smartphones in der Schule“, welches eigenständig vorbereitet und gefilmt wurde. Außerdem schrieb eine Gruppe einen Rap-Song und präsentierte diesen. Eine dritte Gruppe erstellte einen Comic. Die Lernenden konnten durch das Projekt ihre eigene Kreativität in die Schule einbringen und ihre Medienkompetenz verbessern. Und auch die Lehrerinnen und Lehrer konnten aus den Ergebnissen viele Erkenntnisse für ihre nächsten Unterrichtsgestaltungen sammeln.
Schule: Ivan Franko Schule Nr. 3
Stadt: Stryj, Gebiet Lwiw
Lehrende: Oksana Smirnova (Deutsch), Oksana Latsyk (Ukrainsich), Rostyslava Pletschij (Erdkunde)
Projekthintergrund: Eine Fremdsprache zu lernen ist nicht leicht – aber nicht unmöglich. Durch einfache Tipps und Tricks, können Sprachen wie Deutsch leichter gelernt und verstanden werden. Die Lehrerinnen aus Stryj machten sich mit ihren Schülerinnen und Schülern auf die Suche nach Lifehacks zum Sprachen lernen. Zunächst analysierten die Schülerinnen und Schüler spezielle Sprachphänomene der ukrainischen und deutschen Sprache. Anschließend stellten sie Tipps und Ideen auf, wie die Fremdsprachen leichter gelernt werden können. Diese Anweisungen sammelten die Jugendlichen auf selbstgemachten Flugblättern und veröffentlichten diese auf der Schulhomepage. In insgesamt fünf Etappen beschäftigten sich die Lernenden über einen Monat mit dem Erlernen von Fremdsprachen. Sie konnten tiefere Einblicke in den Aufbau der Sprachen erhalten. Den Lehrerinnen war es wichtig, dass die Jugendlichen den Unterricht aktiv gestalten können. Obwohl die Schülerinnen und Schüler keine Noten für das Projekt bekamen, übersetzten sie freiwillig Texte, analysieren Sprachstrukturen und erstellten den Infoflyer als ansprechendes Endprodukt für die gesamte Schulgemeinschaft.
  • Projektarbeit © Oksana Smirnova
  • Teamarbeit Stryj © Oksana Smirnova
  • Team Stryj © Oksana Smirnova
  • Projektarbeit © Oksana Smirnova
  • Unterricht Stryj © Oksana Smirnova
Projektteam
© Gymnasium Nr. 1 Sumy
Schule: Gymnasium Nr. 1
Stadt: Sumy
Lehrende: Olga Dashkina (Deutsch), Irina Serdiuk (Deustch), Yulia Kotenko (Physik)
Projekthintergrund: Die Bildungsreform „Neue ukrainische Schule“ fordert eine stärkere Vernetzung verschiedener Fächer. Die Lehrerinnen aus dem Gymnasium Nr. 1 in Sumy erprobten diesen Ansatz in ihrem Projekt „ Zugang zum integrierten Unterricht“. Das Ziel war es, die Integrationsprozesse zwischen den einzelnen Schulfächern zu stärken. Anfang März 2018 fand ein Brainstorming im Deutschclub statt, bei dem Lernende ihre Ideen einbringen konnten. Anschließend folgte der erste CLIL/Mint- Unterricht. Mitte März 2018 besuchten die Schülerinnen und Schüler die Gemäldegalerie in Sumy. Regelmäßiger Unterricht in der Gemäldegalerie trägt zu der harmonischen Entwicklung der jungen Generation bei und hilft, eine breite Weltanschauen zu bilden und lehrt, individuelle Meinung äußern zu können. Peerlernen hilft, Selbständigkeit sowohl bei der Oberstufe als auch bei der Sekundarstufe zu wecken. Die Rolle der Lehrer ist dabei nicht so groß, ihre Rolle ist es, nur zu unterstützen und zu beraten. Nur die Schüler sind im Zentrum des Lehr-und Lern-Prozesses.