Intervention Right to move_Tjaša Kancler: "Osten: Körper, Grenzen und Zonification"

Naked Freedom_Videoframe_Marina Gržinić & Aina Šmid_2010 _Marina Gržinić & Aina Šmid_2010

Do, 26.05.2016

21:00 - 22:00

Goethe-Institut Barcelona

Naked Freedom_Videoframe_Marina Gržinić & Aina Šmid_2010

Die europäische Vereinigung, so argumentiert Philomena Essed, sei in erster Linie ein Projekt des Weißseins gewesen. In dem Moment, indem man sagt, Osteuropa existiere nicht mehr, wenn also Westeuropa als "vor- oder ehemals" bezeichnet wird, bedeutet dies einen Prozess des Verschwindens bestimmter Grenzen, aber auch eine gleichzeitige Vervielfachung und Umwandlung in Gebiete, Grenzregionen oder Grenzländer. Der Osten operiert jetzt wie eines von ihnen. Wie verändert sich die Art und Weise, Europa zu konzeptualisieren, wenn wir die europäische Migrationspolitik mit der sich wiederholenden Ost-Westbeziehung zum Schweigen gebrachten Kolonial/Imperialgeschichte, in Zusammenhang mit der Kolonialität von Gender, Kontrolle der Subjektivität und des Wissens und den extremsten Formen der Ausgrenzung der Nekropolitik überdenken? Welche Potentiale für Widerstand ergeben sich aus dieser Analyse? Der Vortrag gibt einige Antworten auf diese Fragen. 

Tjaša Kancler (Maribor, 1978), Künstler, Aktivist, Professor in der Abteilung für Design und Visuelle Kommunikation der Fakultät für Bildende Kunst der Universität von Barcelona. Er hat, unter anderen, an diesen Programmen teilgenommen: Archives of the Non-Racial. A Mobile Workshop, JWTC (Johannesburg-Capetown 2014), Material Matters in Times of Crisis Capitalism. Transnational Feminist and Decolonial Approaches, Universität Justus-Leibig (Giessen 2014), Postcolonial and Postsocialist Dialogues: Intersections, Opacities, Challenges in Feminist Theorizing and Practice, Universität von Linköping, (Linköping 2015). 

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