Workshop, Vorlesung Drei Visionen für Comics

Comics Goethe-Institut

So, 11.12.2016

Goethe-Institut Ukraine

Wul. Lawrska 16, Litera L
01015 Kiew

Praktischer Block, öffentliche Vorlesung und Entwicklung von Mini-Projekten

Das Goethe-Institut setzt seine Erkundungen zum Thema „Grafische Novellen & Comics“ fort: wir fördern die künstlerische Entwicklung der ukrainischen Comics-Autoren und unterstützen sie dabei, ihren Weg zu  Verlagen und Lesern zu finden. Außerdem wenden wir uns an Personen, die Comics aktiv in ihrer Arbeit einsetzen möchten.
 
Am Sonntag, den 11. Dezember, veranstalten wir daher einen ganzen Tag mit Aktivitäten rund um Comics. Unter dem Motto „Drei Visionen für Comics“ finden zwei praktische Arbeitsblöcke, öffentliche Vorlesungen und die Entwicklung von Mini-Projekten statt.
 
Die Zielgruppen für die zwei praktischen Blöcke am Vormittag sind einerseits Illustratoren, andererseits Bibliothekare, Lehrer und NGO-Vertreter. Bitte beachten Sie, dass die Teilnahme am Vormittag nur nach Voranmeldung möglich ist!

Anmeldeschluss ist der 4. Dezember 2016.
 
Am Nachmittag finden Vorlesungen und Workshops statt, zu denen alle Interessierten - ohne Anmeldung - herzlich eingeladen sind.
 
Programm  
10–14 Uhr Workshops (nur auf Voranmeldung)
  Schaffen und analysieren
Block für Illustratoren. Leitung: Kai Pfeiffer (Berlin) 
  Dieser Workshop ist für Zeichner geeignet, die bereits an substantiellen Comicprojekten arbeiten. Es wird um sämtliche Aspekte des Comics gehen: um ästhetische Fragen, allgemeine Fragen zum Thema der jeweiligen Arbeit, und insbesondere die Dramaturgie und die narrativen Möglichkeiten der Bildsequenz in Kombination von Bild und Text.
  Anmeldung (bis zum 4. Dezember)
  Comics einsetzen
Block für Bibliothekare, Lehrer und Vertreter von Organisationen, die sich mit der informellen Ausbildung beschäftigen. Leitung: Boris Romanow (St. Petersburg) 
  Comics sind nicht nur künstlerische Ausdrucksformen, sondern können auch als ein effektives Instrument für soziales Engagement, Widerspiegelung der gesellschaftlich-politischen Situation und Umdenken bei sozialen Probleme sein. Beim Workshop werden die Methoden und Instrumente der Arbeit mit Comics behandelt.
  Anmeldung (bis zum 4. Dezember)
15–17 Uhr Öffentliche Vorlesungen (ohne Voranmeldung)
  Unsere Referenten teilen ihre Erfahrungen mit allen, die an dem Thema interessiert sind: Illustratoren, Comics-Verleger, Buchhändler, die grafischen Novellen vertreiben, und Leser.
15 Uhr Boris Romanow
„Comics als Instrument für soziale Änderungen“
16 Uhr Kai Pfeiffer
„Comics & der Rest der Welt. Einblick in die internationale Comic-Szene – von Büchern und Verlagen, Festivals und Museen, Reportagen und Performances"
17–18:30 Uhr Kreativer Block (ohne Voranmeldung)
  Entwicklung von Projektideen rund um das Thema Comics und Grafische Novellen
  Ein wichtiger Teil  der Veranstaltung wird die Entwicklung von eigenen Initiativen der Teilnehmer sein. Damit wird der Blick in die Zukunft gerichtet. Die besten Konzepte für Mini-Projekte, die sich auf die Entwicklung von Comics-Tradition in der Ukraine, Networking und die Intensivierung des Interesses zu den grafischen Romanen richten, können vom Goethe-Institut eine Förderung erhalten.
 

Boris Romanow

Boris Romanow Boris Romanow Trainer im Bereich der zivilgesellschaftlichen Bildung, veranstaltet Workshops für Schüler der 8. bis 11. Klassen, Studenten und Pädagogen zu den Themen „Menschenrechte“, Antidiskriminierung,  interkulturelle Kommunikation, Entwicklung des kulturellen Gedächtnis zum Holocaust. Er ist außerdem ein Organisator für die bürgerliche Bildungsinitiative in St. Petersburg „Lebendige Bibliothek“. Boris Romanow war Mitarbeiter bei Respect 2.0, einem internationalen Projekt des Goethe-Instituts, des Youth Human Rights Movement und des Comics-Festival „KomMissia“.

Kai Pfeiffer

Kai Pfeiffer Kai Pfeiffer Lebt in Berlin als Comiczeichner und bildender Künstler, der  an Büchern und Ausstellungen arbeitet. Sein erstes Buch „Opérations esthétiques“ erschien 2000 bei Le Dernier Cri (Marseille). Seitdem teilt er seine Arbeit im Wesentlichen in fiktive Comics, oft experimentell, sowie dokumentarische und essayistische Comics (u.a. „Der Flaneur“, Comicserie für die FAZ, zusammen mit Tim Dinter). Sein Comic-Essay „Radioactive forever“ über die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wurde 2012 in Japan veröffentlicht.

Er ist Herausgeber diverser Comic-Anthologien, Ausstellungskurator, und unterrichtet regelmäßig in Workshops und Seminaren an internationalen Kunsthochschulen und Instituten. Von 2009 bis 2014 war er Lehrer für Comic und Illustration an der Kunsthochschule Kassel.
Seit 2011 arbeitet er mit der belgischen Zeichnerin Dominique Goblet als Künstlerduo. Zuletzt erschien 2015 bei Suhrkamp das Buch „Glücklich wie Blei im Getreide“, zusammen mit dem österreichischen Autor Clemens Setz.

Zurück