Runder Tisch Ukrainische Gesellschaft und Erinnerung an den Holocaust

Schuhe am Donauufer. Foto: colourbox.de Foto: colourbox.de

Fr, 27.01.2017

Goethe-Institut Ukraine

wul. Woloska 12/4
04070 Kiew

Schuhe am Donauufer

Wissenschafts- und Bildungsaspekte

Auf Einladung des Goethe-Instituts wird das Projekt „Gegen das Vergessen“ von Luigi Toscano, dem Fotografen und Regisseur (Deutschland) präsentiert. Anschließend wird die Kurzfassung des Dokumentarfilms zum Projekt gezeigt und eine Diskussion mit dem Künstler stattfinden.

Veranstalter:

  • Ukrainisches Zentrum für Holocaust-Studien
  • Goethe-Institut Ukraine

Partner:

  • Botschaft des Staates Israel in der Ukraine

In Zusammenarbeit mit

  • Büro des Europarates in der Ukraine
  • Vertretung der Vereinten Nationen in der Ukraine


Jährlich wird am 27. Januar der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust und der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau begangen. Am Runden Tisch „Ukrainische Gesellschaft und Erinnerung an den Holocaust: Wissenschafts- und Bildungsaspekte“ nehmen zum 10. Mail Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Lehrerinnen und Lehrer, Studierende, Vertreterinnen und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen und internationalen Einrichtungen sowie Journalisten und Medienvertreter teil.

Im Rahmen der Veranstaltung präsentiert Luigi Toscano sein Fotoprojekt „Gegend das Vergessen“ und seine dazugehörige Dokumentation. Anschließend wird eine Diskussion mit dem Künstler stattfinden.

Fotoinstallation „Gegen das Vergessen“ von Luigi Toscano © Luigi Toscano © Luigi Toscano Anlässlich des 75. Jahrestages des Massakers in der Schlucht Babyn Jar wurde die Fotoinstallation „Gegen das Vergessen“ des Mannheimer Fotografen und Filmemachers Luigi Toscano in Kiew im September 2016 präsentiert.

Ein Jahr lang traf Toscano Verfolgte und Inhaftierte des Nationalsozialismus in Deutschland, der Ukraine, Russland, Israel und den USA. Er gab den Menschen Gelegenheit, vielleicht zum letzten Mal ihre ganz persönliche Geschichte zu erzählen.

2017 wird die Ausstellung in der Ukraine mit Unterstützung der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Kiew und des Goethe-Instituts auch in Dnipro und Lwiw gezeigt.

Luigi Toscano

Luigi Toscano. Foto: Luigi Toscano Luigi Toscano | Foto: Luigi Toscano Ein Spätberufener mit bewegter Vergangenheit. Als Dachdecker, Türsteher und Fensterputzer erlebte der Sohn italienischer Gastarbeiter seine Umwelt aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Dass sich daraus eine künstlerische Laufbahn entwickelt ist ungewöhnlich. Für Luigi Toscano aber war es eine Notwendigkeit, denn die vielen Visionen und Geschichten in seinem Kopf müssen geteilt und erzählt werden. Mit der Fotografie kann Toscano seine Sicht der Dinge festhalten und auf ein Medium bannen. So wurde er zu seinem eigenen Lehrer und brachte sich die technischen und handwerklichen Fertigkeiten eines Fotografen größtenteils selbst bei. Seither hat Luigi Toscano seine Arbeitsweise immer weiter verfeinert, sich dabei aber seine Spontanität und Offenheit bewahrt. In seinen frühen Arbeiten konzentriert sich der gelernte Mediengestalter überwiegend auf die Betrachtung und Darstellung unbewegter Szenen und Objekte. Mit wachsendem Selbstvertrauen aber wurde der Mensch zum Mittelpunkt seiner Bilder. Der Fotograf Luigi Toscano lässt sich dabei von Respekt und Demut leiten – zwei altmodisch klingende Tugenden, die ihn als Mensch schon lange begleiten.

Weitere Informationen und das Veranstaltungsprogramm

Ukrainisches Zentrum für Holocaust-Studien:
Tel.: +380 44 2859030
uhcenter@holocaust.kiev.ua

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