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„Concrete Jungle“ von Futura
New York

"Concrete Jungle" von Futura © Futura, Foto: Luna Park

Der Künstler

Futura, mit bürgerlichem Namen Leonard Hilton McGurr, ist ein Urgestein der Street‑Art‑Szene. Der mittlerweile 62-Jährige begann bereits in den 1970er‑Jahren zunächst illegal auf New Yorks Straßen und in den U-Bahnen Graffiti zu sprühen. Berühmtheit erlangte er, als er 1981 mit der Punkband The Clash auf Tour ging und live auf der Bühne Graffitis sprühte. Er gilt als Pionier auf dem Gebiet der abstrakten Street‑Art, hat die abstrakte Kunst maßgeblich geprägt und ist für viele Künstler*innen zum Vorbild geworden. Heute ist Street‑Art nur noch ein Aspekt seiner Arbeit; mittlerweile stellt Futura in großen Galerien aus und ist auch als Grafikdesigner erfolgreich.
 

Das Kunstwerk

Das Bild zeigt sein Mural mit dem Titel „Concrete Jungle“, welches 2015 an der prominenten Houston & Bowery Wall entstand. Berühmt-berüchtigt wurde die Wand in den späten Siebzigern durch ein Gemälde von Keith Haring. 2008 initiierte der mittlerweile verstorbene Besitzer der Bowery Wall, Immobilienentwickler Tony Goldman, ein neues Projekt, bei dem zeitgenössische Künstler*innen aus der ganzen Welt in regelmäßigen Abständen neue Werke an die Wand bringen. Der Fokus liegt dabei auf Künstler*innen, die so wie Futura aus dem Bereich der Street‑Art kommen. Mit „Concrete Jungle“, das von September 2015 bis Juli 2016 an der Houston & Bowery Wall zu sehen war, zeigt Futura abstrakte Formen in allen Facetten von Schwarz, Grau und Weiß. Der Titel des Murals nimmt dem Werk seine Abstraktheit und liefert der grauen Großstadt einen ganz eigenen kleinen Dschungel, einem aus Beton. So abgenutzt diese Metapher auch sein mag – an der Bowery Wall wirkt die ergraute Fauna wie eine längst verhallte, aber durchaus noch präsente Drohung von Mutter Natur.
 
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