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Ave Duluth/Rue Coloniale
„Untitled“ von Whatisadam

„Untitled" von Whatisadam© Whatisadam, Photo: Almuth Klotz

Hirsch-Prostituierte und Hockey-Ganoven

Whatisadam (WIA) aus Montreal ist  enthusiastischer Straßenkünstler und begeisterter Weltenbummler. Seine Bildsprache verwendet häufig kanadische Klischees, sowie unterschiedliche Elemente aus alten Comics und Pop-Art. Nordamerikanische Wildtiere und Landschaften sind wiederkehrende Themen, die er oft neu erfindet, um  sie zu Elementen urbaner Kultur zu machen. Seine Motive sind so vielfältig wie surreal, zum Beispiel die ikonischen Dosen von Ahorn-'Sizzurp’ (die Dose ist einer in Quebec sehr bekannten Marke für heimischen Ahorn-Syrup nachempfunden), oder die tätowierten Enten, prostituierte Hirsche und Hockey-Ganoven, die seine Werke bevölkern. Obowhl er, mittels Weizenpasten und Schablonen, unablässig mit der Schaffung von Strassenkunst beschäftigt ist, betreibt Whatisadam zusätzlich ein Studio, in dem er sich so unterschiedlichen Techniken wie Siebdrucken, großformatigen Wandgemälden und Installationen aller Art widmet. Des weiteren begeistert er sich auch für Fundstücke, die er von seinen Arbeitstagen in den Straßen von New York, Paris, Toronto, Miami, Mexico City und natürlich in seiner Heimatstadt Montreal mitbringt. Instagram: @whatisadam
 

Sizzurp 

In vielen Werken Whatisadams findet sich, wie oben erwähnt, eine Ahornsyrup-Dose mit der Aufschrift „Sizzurp“ - doch was ist das? Was so harmlos klingt, ist tatsächlich eine sehr gefährliche Mischung aus Codein-basiertem verschreibungspflichtigem Hustensaft, Soda und oftmals Jolly Ranchers Candy, auch bekannt als 'Lila Trank', 'Sirup' oder 'lean' (sich neigend). Dieses in vielen Rap-Songs thematisierte Gebräu gibt es schon seit Jahren, die Mediziner sind aber zunehmend in Sorge wegen der steigenden Popularität dieses gefährlichen, in Liedern und Videos glorifizierten Hochs. Hierbei handelt es sich um eine Wechselwirkung von Codein, einem Opiat, das ein Gefühl der Euphorie erzeugt und der in Hustensaft enthaltenen Droge Promethazin, die als Beruhigungsmittel wirkt. Die Combo bringt den Benutzer oftmals dazu, sich nach vorne zu beugen - daher der Spitzname "lean". 

Was ist gefährlich daran? Zu viel Codein und Promethazin können das zentrale Nervensystem und die Atemwege beeinträchtigen und Herz und Lunge ausser Gefecht setzen. Andere Nebeneffekte können Übelkeit, Schwindel, Sehstörungen, Gedächtnisverlust, Halluzinationen und Krampfanfälle sein. Und natürlich steigt die Gefährlichkeit besonders in der Wechselwirkung mit anderen Drogen und Alkohol.


Whatisadam auf der Mural-Seite
 

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