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Helen & Kurt Wolff Übersetzerpreis
Engere Auswahlliste 2021

mitteilung der JURY

"Das letzte Jahr war auf globaler Ebene, in gesundheitlicher, politischer– ja auch meteorologischer Hinsicht ein schwieriges Jahr. Die Literatur blieb hierbei für viele von uns ein Trost, eine Aufheiterung, gar eine Freude – alles Gefühle, die jetzt mehr denn je willkommen waren.  Umso erfreulicher ist es, die 31 Einreichungen für den diesjährigen Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis begrüßen zu dürfen. Unserer Jury wurde ein weites Spektrum an Prosa und Lyrik, Roman- und Sachliteratur vorgelegt, darunter auch Werke, die sich nicht einfach einer Kategorie zuordnen ließen.

Die vier Werke der diesjährigen Shortlist —Judith Schalanskys An Inventory of Losses (Verzeichnis aller Verluste), übersetzt von Jackie Smith, Kraft von Jonas Lüscher, übersetzt von Tess Lewis, Volker Ullrichs Hitler: Downfall, 1939-1945 (Adolf Hitler: Die Jahre des Untergangs 1939-1945), in der Übersetzung von Jefferson Chase, und Sasha Marianna Salzmanns Beside Myself (Außer sich), übersetzt von Imogen Taylor— ragten für ihre Freimütigkeit, Schönheit und Präzision hervor, Text und Sinn der ursprünglichen Werke zu erfassen.

Wir beglückwünschen uns mit den vier Übersetzer*innen für ihren maßgeblichen Beitrag, deutschsprachige Texte auf die andere Seite des Atlantiks zu bringen und wir bedanken uns für die Freude und Einblicke, die sie neuen Leser*innen verschaffen."

- Shelley Frisch, Juryvorsitzende
 

jefferson Chase

Jefferson Chase © Jefferson Chase für seine übersetzung von Volker Ullrichs Hitler: Downfall, 1939-1945 (Alfred A. Knopf, 2020)

Jefferson Chase war als Hochschullehrer für Deutsch, Journalist für den deutschen öffentlichen Rundfunk und Kommunikationsmanager für die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing (GTAI - Germany Trade & Invest) tätig. Des Weiteren hat er über 40 Werke aus dem Deutschen ins Englische übersetzt, darunter Thomas Manns Der Tod in Venedig und andere Erzählungen. Zu seinen bekanntesten Übersetzungen zählen Wolfgang Schivelbuschs Die Kultur der Niederlage, Götz Alys Hitlers Volksstaat und Volker Ullrichs bahnbrechende zweibändige Biographie von Adolf Hitler.  Der erste Band, Adolf Hitler: Die Jahre des Aufstiegs, wurde in der übersetzten Version 2016 vom LA Times als beste Biographie gekürt; Band zwei, Adolf Hitler: Die Jahre des Untergangs, erschien in der Top Ten-Liste des Time Magazins in der Kategorie Sachbücher 2020. Obwohl Nationalsozialismus und Antisemitismus wiederkehrende Themen in Chases Werk sind, umfasst seine Übersetzungsarbeit verschiedene Thematiken, von der Kindheit in der DDR über das Gefangenenlager Guantanamo, über Vorfälle mit Atomwaffen bis hin zu Wikileaks. Er lebt und arbeitet in Berlin.

tess Lewis

Tess Lewis © Sarah Shatz für ihre übersetzung von Jonas Lüschers Kraft (Farrar, Straus & Giroux, 2020)

Tess Lewis ist Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Französischen und Deutschen. Übersetzt hat sie unter anderem die Werke von Peter Handke, Walter Benjamin, Jonas Lüscher und Philippe Jaccottet. Zu Ihren jüngsten Auszeichnungen gehören der PEN Translation Prize für Maja Haderlaps Engel des Vergessens und ein Guggenheim-Stipendium. Ihre Aufsätze und Rezensionen erscheinen auf zahlreichen Zeitschriften und Zeitungen.  Sie ist beratende Redakteurin der Zeitschrift The Hudson Review und Co-Kuratorin des Festival Neue Literatur, ein in New York City jährlich stattfindendes Festival der deutschsprachigen Literatur.

jackie smith

Jackie Smith © Patrick Bennett für ihre übersetzung von Judith Schalanskys An Inventory of Losses (New Directions, 2020)

Jackie Smith studierte Neuphilologie (Deutsch und Französisch) in Cambridge. Sie arbeitete als Übersetzerin im Bereich Wirtschaft und Handel, darunter für die Deutsche Bank, bevor es sie in die Literaturübersetzung verschlagen hat. Ihre Übersetzungen umfassen sowohl Belletristik als auch Sachbücher. 2017 gewann sie den Übersetzungspreis des Österreichischen Kulturforums London. Judith Schalanskys Verzeichnis aller Verluste ist ihr erstes vollständig übersetztes Werk und fällt in die Longlist des International Booker Prize 2021.

imogen taylor

Imogen Taylor © C. Broszies für ihre übersetzung von Sasha Marianna Salzmanns Beside Myself (Other Press, 2020)

Imogen Taylor übersetzt aus dem Französischen und Deutschen. Sie ist 1978 in London geboren und lebt seit 2001 in Berlin. Zu ihren jüngsten Übersetzungen zählen Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord von Alfred Döblin und Haarmann von Dirk Kurbjuweit.


 

Jury

Shelley Frisch (Vorsitzende), Bettina Abarbanell, Philip Boehm, John Hargraves, Susan Harris

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