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Mit dem Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis wird jedes Jahr im Juni eine herausragende Literaturübersetzung vom Deutschen ins Englische ausgezeichnet, die im vorangegangenen Jahr in den USA veröffentlicht wurde. Der Preisträger erhält eine mit $10.000 dotierte Auszeichnung. Der Preis wurde erstmalig 1996 vom Goethe-Institut Chicago ausgelobt und dort bis 2014 verliehen. Der von der deutschen Regierung finanzierte Preis wird seit 2015 vom Goethe-Institut New York verliehen.

Eingereichte Titel 2019

Charles Bovary, Country Doctor: Portrait of a Simple Man

Jean Améry
Charles Bovary, Country Doctor: Portrait of a Simple Man

Übersetzt von Adrian Nathan West
New York Review Books, 2018

Hesse: The Wanderer and His Shadow

Gunnar Decker
Hesse: The Wanderer and His Shadow

Übersetzt von Peter Lewis
Harvard University Press, 2018

Alone Against Gravity: Einstein in Berlin

Thomas de Padova
Alone Against Gravity: Einstein in Berlin

Übersetzt von Michael Schwartz
Bunim & Bannigan, 2018

Berlin Alexanderplatz

Alfred Döblin
Berlin Alexanderplatz

Übersetzt von Michael Hofmann
New York Review Books, 2018

 

The Glory of the Crucified One

Jörg Frey
The Glory of the Crucified One

Übersetzt von Wayne Coppins & Christoph Heilig
Baylor University Press, 2018

The Birth of the Archive: A History of Knowledge

Markus Friedrich
The Birth of the Archive: A History of Knowledge

Übersetzt von John Noël Dillon
University of Michigan Press, 2018

Sand

Wolfgang Herrndorf
Sand

Übersetzt von Tim Mohr
New York Review Books, 2018

Anniversaries

Uwe Johnson
Anniversaries: From a Year in the Life of Gesine Cresspahl

Übersetzt von Damion Searls
New York Review Books, 2018
 

All for Nothing

Walter Kempowski
All for Nothing

Übersetzt von Anthea Bell
New York Review Books, 2018
 

Wonder Beyond Belief: On Christianity

Navid Kermani
Wonder Beyond Belief: On Christianity

Übersetzt von Tony Crawford
Polity Books, 2018

 

Stalin's Nomads: Power & Famine in Kazakhstan

Robert Kindler
Stalin's Nomads: Power & Famine in Kazakhstan

Übersetzt von Cynthia Klohr
University of Pittsburgh Press, 2018
 

River

Esther Kinsky
River

Übersetzt von Iain Galbraith
Transit Books, 2018

 

The Server

Markus Krajewski
The Server: A Media History from the Present to the Baroque

Übersetzt von Ilinca Iurascu
Yale University Press, 2018
 

Scardanelli

Friedrike Mayröcker
Scardanelli

Übersetzt von Jonathan Larson
The Song Cave, 2018

 

Last Days of Theresienstadt

Eva Noack-Mosse
Last Days of Theresienstadt

Übersetzt von Skye Doney & Bireute Ciplijauskaite
University of Wisconsin Press, 2018

 

Couchsurfing in Iran: Revealing a Hidden World

Stephan Orth
Couchsurfing in Iran: Revealing a Hidden World

Übersetzt von Jamie McIntosh
Greystone Books, 2018

 

Papa Goose

Michael Quetting
Papa Goose: One Year, Seven Goslings, and the Flight of My Life

Übersetzt von Jane Billinghurst
Greystone Books, 2018

 

Farewell to the Horse: A Cultural History

Ulrich Raulff
Farewell to the Horse: A Cultural History

Übersetzt von Ruth Ahmedzai Kemp
W.W. Norton, 2018

 

Where the Paths Do Not Go

Rainer Maria Rilke
Where the Paths Do Not Go

Übersetzt von Burton Pike
World Poetry Books, 2018

The Tyranny of Values & Other Texts

Carl Schmitt
The Tyranny of Values & Other Texts

Übersetzt von Samuel Garrett Zeitlin
Telos Press, 2018

 

Hashish

Oscar A. H. Schmitz
Hashish

Übersetzt von W. C. Bamberger
Wakefield Press, 2018

 

The Arts of Cinema

Martin Seel
The Arts of Cinema

Übersetzt von Kizer S. Walter
Cornell University Press, 2018

 

The Seventh Cross

Anna Seghers
The Seventh Cross

Übersetzt von Margo Bettauer Dembo
New York Review Books, 2018

 

Kruso

Lutz Seiler
Kruso

Übersetzt von Tess Lewis
Scribe, 2018

Hooligan

Phillip Winkler
Hooligan

Übersetzt von Bradley Schmidt
Arcade Publishing, 2018

 

Richtlinien für Verleger

Amerikanische Verleger werden gebeten, sechs Exemplare einer Übersetzung aus dem Deutschen ins Englische bei folgender Adresse einzureichen:

Goethe-Institut New York
Helen und Kurt Wolff Prize
Attn: Walter Schlect
30 Irving Place
New York, NY 10003

Einsendeschluss ist der 31. Januar 2019.

Die Übersetzung muss im Jahr 2018 in den USA oder in Kanada publiziert worden sein. Eingereicht werden kann Prosa, d.h. Romane, Novellen, Kurzgeschichten sowie Dramen und Lyrik oder Sachliteratur wie Biographien, Essays oder Korrespondenzen. Übersetzer, die in den letzten sieben Jahren den Preis bereits gewonnen haben, sind vom diesjährigen Preis disqualifiziert.

Alle eingereichten Titel werden auf der Webseite des Goethe-Instituts aufgelistet. Die zu prämierende Übersetzung wird von einer fünfköpfigen Jury ausgewählt, und eine Shortlist von 3 nominierten Titeln wird Anfang April auf der Webseite veröffentlicht. Die preisgekrönte Übersetzung wird Mitte April 2019 bekannt gegeben.

Der Übersetzer der Publikation sowie der Verlag werden zur Preisverleihung nach New York eingeladen. Die Veranstaltung wird im Juni 2019 im Goethe-Institut New York stattfinden.

Kontakt:
Walter Schlect, Bibliothekar
walter.schlect@goethe.de
Tel  +1 212 439 8697
 

Über den Preis

Isabel Fargo Cole

Isabel Fargo Cole wurde für ihre Übersetzung von Wolfgang Hilbigs Old Rendering Plant als 2018 Preisträgerin des Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreises ausgewählt.

Verlag: Two Lines Press, 2017

Charlotte Collins

Charlotte Collins wurde für ihre Übersetzung von Robert Seethalers A Whole Life als 2017 Preisträgerin des Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreises ausgewählt.

Verlag: Farrar, Straus and Giroux, 2016

Daniel Bowles

Daniel Bowles wurde für seine Übersetzung von Christian Krachts Imperium als 2016 Preisträger des Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreises ausgewählt.

Verlag: Farrar, Straus and Giroux, 2015

Jahr Preisträger
2018 Isabel Fargo Cole
für Old Rendering Plant von Wolfgang Hilbig (Two Lines Press)
2017 Charlotte Collins
für A Whole Life von Robert Seethaler (Farrar, Straus and Giroux)
2016 Daniel Bowles
für Imperium: A Fiction of the South Seas von Christian Kracht (Farrar, Straus and Giroux)
2015 Catherine Schelbert
für Flametti, or The Dandyism of the Poor von Hugo Ball (Wakefield Press)
2014 Shelley Frisch
für Kafka: The Years of Insight von Reiner Stach (Princeton University Press)
2013 Philip Boehm
für An Ermine in Czernopol von Gregor von Rezzori (New York Review Books)
2012 Burton Pike
für Isle of the Dead von Gerhard Meier (Dalkey Archive Press)
2011 Jean M. Snook
für The Distand Sound von Gert Jonke (Dalkey Archive Press)
2010 Ross Benjamin
für Speak, Nabokov von Michael Maar (Verso)
2009 John Hargraves
für The Executor – A Comedy of Letters von Michael Krüger (Harcourt)
2008 David Dollenmeyer
für Childhood. An Autobiographical Fragment von Moses Rosenkranz (Syracuse University Press)
2007 Peter Constantine
für The Bird is a Raven von Benjamin Lebert (Knopf)
2006 Susan Bernofsky
für The Old Child & Other Stories von Jenny Erpenbeck (New Directions)
2005 Michael Henry Heim
für Death in Venus von Thomas Mann (Ecco)
2004 Breon Mitchell
für Morenga von Uwe Timm (New Directions)
2003 Margot Bettauer Dembo
für Summerhouse, later von Judith Hermann (Ecco)
2002 Anthea Bell
für Austerlitz von W.G. Sebald (Random House)
2001 Krishna Winston
für Too Far Afield von Günter Grass (Harcourt)
2000 Michael Hofmann
für Rebellion von Joseph Roth (St. Martin's Press)
1999 Joel Agee
für Penthesilia von Heinrich von Kleist (HarperCollins)
1998 John Brownjohn
für Heroes Like Us von Thomas Brussig (Farrar, Straus & Giroux)
1997 Leila Vennewitz
für Jacob the Liar von Jurek Becker (Arcade Publishing)
1996 John E. Woods
für The Magic Mountain von Thomas Mann (Knopf) und Nobodaddy's Children von Arno Schmidt (Dalkey Archive Press)
Kurt Wolff, unterstützt von seiner Frau Helen, war einer der bedeutendsten Verleger Deutschlands in den 1920er Jahren. Helen und Kurt Wolff immigrierten 1941 nach New York und gründeten das Verlagshaus Pantheon Books, das sich überwiegend auf Übersetzungen deutscher sowie europäischer Literatur konzentrierte. Herman Broch, Stefan George und Robert Musil waren nur einige der Autoren, die sie verlegten. Im Jahr 1961 schloss sich das Ehepaar dem Verlagshaus Harcourt Brace Jovanovich an und etablierte ihr eigenes Verlagszeichen „Helen und Kurt Wolff Books“. Kurt Wolff starb am 21. Oktober 1963. Nach dem Tod ihres Mannes führte Helen Wolff die Geschäfte weiter und nahm noch weitere Autoren unter Vertrag, darunter: Karl Jasper, Walter Benjamin, Uwe Johnson, Günter Grass, Max Frisch, Jurek Becker, Hans Joachim Schädlich und viele andere.

Helen Wolff wurde mit dem Inter Nationes Award, der Goethe Medaille und mit den Ehrendoktorwürden von Mount Holyoke, Smith College und Dartmouth College für ihre Arbeit ausgezeichnet. Im Jahr 1994 erhielt sie den Friedrich Gundolf Preis von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, als Anerkennung ihres Beitrages, deutsche Kultur in den Vereinigten Staaten bekannt und deutsche Literatur einem amerikanischen Publikum zugänglich zu machen. Helen Wolff starb am 28. März 1994.