Ausschreibung
Gestaltung der Vergangenheit // Shaping the Past

Monument Lab Stipendiatin Kanyinsola Anifowoshe moderiert eine Diskussion beim Town Hall des Monument Lab.
2019 Monument Lab Stipendiatin Kanyinsola Anifowoshe (Chicago) moderiert eine Diskussion beim Town Hall des Monument Lab, ein öffentliches Forum zu Prozessen und Macht. | © CJ Willis

Monument Lab schreibt in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und der Bundeszentrale für politische Bildung ein transnationales Fellowship-Programm für 2020 aus. Die Ausschreibung richtet sich an Einzelpersonen und Kollektive, deren laufende Projekte sich mit langfristigen Ungleichgewichten in Denkmälern befassen und neue kreative Ansätze für öffentliche Kunst, Geschichte und Erinnerung entwickeln. Das Fellowship-Programm ist Teil des gemeinsamen Projekts Gestaltung der Vergangenheit // Shaping The Past.


Gestaltung der Vergangenheit // Shaping the Past befasst sich mit den wandelnden Formen kollektiver Erinnerungen und Annahmen im öffentlichen Raum innerhalb von und über Landesgrenzen hinweg. Das multidisziplinäre Projekt fördert den länderübergreifenden Austausch zwischen Kurator*innen, Künstler*innen, Aktivist*innen, Historiker*innen und Bürger*innen, um über die nächste Generation von Denkmälern zu diskutieren und sie zu gestalten.
 
Das Projekt Gestaltung der Vergangenheit // Shaping the Past, eine Kooperation des Goethe-Instituts, Monument Lab und der Bundeszentrale für politische Bildung, bringt Erinnerungsarbeiter*innen aus mehreren Städten Nordamerikas und Deutschlands zusammen, die innovative Wege beim Bau und der Sanierung von Denkmälern in ihrem jeweiligen lokalen Kontext beschreiten. Das Projekt ist eine Erweiterung des Fellowship-Programms des Monument Lab und umfasst eine große öffentliche Konferenz im Sommer 2020, eine Ausstellung in mehreren Goethe-Instituten Nordamerikas im Herbst 2020 sowie eine Publikation, in der die Projekte der Stipendiat*innen als eine umfassende Intervention in die und Erneuerung der Denkmallandschaft in einen Gesamtzusammenhang gebracht werden.

Monument Lab Stipendiat Joel Garcia
2019 Monument Lab Stipendiat Joel Garcia (Los Angeles) | © CJ Willis
Orte des Gedenkens, wie Denkmäler, Statuen, Parks und Straßennamen, formen die kollektive Wahrnehmung einer Gesellschaft. Sie beeinflussen maßgeblich, was wahrgenommen, gelöscht und verleugnet wird und was Raum für Neuinterpretationen bietet.  Erinnerungsarbeiter*innen, die nach antirassistischen, antikolonialistischen, feministischen, queeren und grenzübergreifenden Perspektiven suchen, haben in signifikantem Maß in diese Sphäre eingegriffen. Der derzeitige Diskurs über den Umgang mit Denkmälern beleuchtet die (Un)Sichtbarkeit und das Potenzial verschiedener Deutungen der Vergangenheit im öffentlichen Raum. Gestaltung der Vergangenheit // Shaping the Past knüpft an die Arbeit neuer Anführer*innen lokaler, nationaler und länderübergreifender Bewegungen zur Förderung einer reflektierten, eindringlichen Erinnerungskultur an und baut darauf auf.

Ausschreibung

Monument Lab schreibt für 2020 ein transnationales Fellowship-Programm für eine Gruppe von Stipendiat*innen aus. Das Stipendium richtet sich an Personen, deren laufende Projekte lang bestehende Ungleichgewichte im Bereich der Denkmalkunst thematisieren und nach neuen kreativen Umgangsweisen mit Kunst im öffentlichen Raum, Geschichte und Erinnerung suchen.
 
Das Fellowship-Programm des Monument Lab wurde ursprünglich für Bürger*innen der USA ins Leben gerufen. In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und der Bundeszentrale für politische Bildung erweitern wir in diesem Jahr das Programm und schreiben ein transnationales Fellowship-Programm für Einzelpersonen und Gruppen aus, die vorwiegend in den Ländern Nordamerikas und Mittelamerikas sowie der Karibik sowie in Deutschland ansässig sind. Wir unterstützen insbesondere Bewerbungen von Einzelpersonen und Gruppen, die sich mit ihren Denkmalprojekten innerhalb von, entlang der oder über Ländergrenzen hinweg kritisch engagieren oder zusammenarbeiten. Dazu gehören Projekte, die antirassistische, antikolonialistische, feministische, queere oder andere Wissenssysteme der sozialen Gerechtigkeit zum Ausdruck bringen. Im Sinne eines weiteren transatlantischen Austauschs mit unseren wichtigsten Partner*innen wird ein zusätzliches Stipendium für eine Person mit Hauptwohnsitz in Deutschland ausgeschrieben. 
 
Die Stipendiat*innen sollen während ihrer Arbeit im Monument Lab ihre laufenden Denkmals- und Erinnerungsprojekte weiterentwickeln, Ideen für Workshops erarbeiten und Kontakte innerhalb der Gruppe und mehrerer Städte knüpfen. Während des Programms werden sich die Stipendiat*innen mehrmals in virtuellen Meetings austauschen, einen Beitrag für die Website/den Podcast des Monument Lab verfassen, im März 2020 persönlich an einem Einführungsseminar in Washington, D.C. und im Sommer 2020 an einem Symposium innerhalb der Monument Lab Town Hall in Philadelphia teilnehmen. Die Stipendiat*innen erhalten zusätzliche Mittel für die Dokumentation im Rahmen der Publikations- und Ausstellungsinitiative Gestaltung der Vergangenheit // Shaping the Past, mit der der länderübergreifende Austausch zwischen Kurator*innen, Künstler*innen, Aktivist*innen, Historiker*innen und Bürger*innen gefördert werden soll, um über die nächste Generation von Denkmälern zu diskutieren und sie zu gestalten.

Monument Lab Stipendiatin Kanyinsola Anifowoshe präsentiert ihr Projekt “In Search of Our Mothers’ Gardens.”
2019 Monument Lab Stipendiatin Kanyinsola Anifowoshe (Chicago) präsentiert ihr Projekt “In Search of Our Mothers’ Gardens.” | © CJ Willis
Das Stipendienprogramm des Monument Lab wird unterstützt von der Surdna Foundation sowie dem Center for Public Art and Space der University of Pennsylvania Stuart Weitzman School of Design.

WER KANN SICH BEWERBEN?

Die Stipendiat*innen des Monument Lab unterteilen sich in zwei Kategorien: Professionelle „Erinnerungsarbeiter*innen“ verschiedener Disziplinen (Berufstätige) sowie High-School-Schüler*innen.
 
Die Ausschreibung richtet sich an Künstler*innen, Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen, Journalist*innen, Filmemacher*innen, Architekt*innen, Designer*innen, Planer*innen, Archivar*innen, Denkmalpfleger*innen, Archäolog*innen, Datenwissenschaftler*innen und andere Personen, die landesweit in eigenen lokalen Kontexten tätig und daran interessiert sind, sich an der nationalen Bewegung zur kritischen Neugestaltung und Beeinflussung der Denkmallandschaft zu beteiligen. Wir akzeptieren Bewerbungen von Einzelpersonen oder Gruppen, die in Nordamerika, Mittelamerika, der Karibik und Deutschland ansässig sind. Besonders unterstützt werden Bewerbungen von angehenden, unabhängigen und unterrepräsentierten Berufstätigen. 
 

Wir nehmen auch Bewerbungen von US-amerikanischen High-School-Schüler*innen entgegen, die sich in ihren Projekten mit Mitteln aus Kunst, Aktivismus, Geschichte, Journalistik u.a. mit den Denkmälern in ihren Gemeinden beschäftigen.
 
Bewerber*innen, die in diesem Jahr nicht für das Fellowship-Programm ausgewählt werden, können sich in den folgenden Jahren erneut bewerben.
 
Falls Sie Fragen zur Teilnahmeberechtigung haben, senden Sie diese bitte an monumentlab@gmail.com.

BEWERBUNGSUNTERLAGEN & HINWEISE

Interessent*innen müssen die folgenden Unterlagen im Bewerbungsportal einreichen. Wir wertschätzen mehrsprachige Projekte und Perspektiven. Schriftliche Bewerbungsunterlagen können in Englisch, Spanisch, Französisch und Deutsch eingereicht werden. Bitte beachten Sie, dass die Kommunikation bezüglich des Stipendienvergabeverfahrens und der öffentlichen Programme in englischer Sprache durchgeführt werden.

  • Lebenslauf*
  • Zwei Empfehlungen/Referenzen
  • Motivationsschreiben (300 Wörter)
  • Beschreibung des Arbeitsprojektes (300 Wörter)
  • Vier Arbeitsproben (Dazu gehören Bilder, Videos, Animationen, eine persönliche Website, eine Projektwebsite, veröffentlichte Texte, Artikel oder Blogs und Berichterstattung in der Presse.)
  • Nutzer*innenname in den Sozialen Medien*
*Bevor Sie das Bewerbungsformular ausfüllen, müssen Sie Ihre Dokumente auf Ihre bevorzugte Filesharing-Plattform hochladen und für jede Datei einen freigegebenen Link generieren. Anweisungen dazu finden Sie auf Google Drive, Box oder Dropbox.

VERGABEBEDINGUNGEN

  • Die Bewerbungen werden von einer Jury aus Mitarbeiter*innen des Monument Lab sowie externen Kurator*innen, Künstler*innen und Partner*innen geprüft.
  • Berufstätige erhalten ein Stipendium in Höhe von 2500 US-Dollar.
  • High-School-Schüler*innen erhalten ein Stipendium in Höhe von 1000 US-Dollar.
  • Zusätzlich zu diesen Stipendien werden Reisestipendien zur Deckung der Kosten für die Teilnahme am Einführungsseminar im Frühjahr 2020 in Washington, D.C. und am Symposium innerhalb der Monument Lab Town Hall im Sommer 2020 in Philadelphia gewährt. Außerdem erhalten die Stipendiat*innen zusätzliche Mittel für die Dokumentation im Rahmen der Publikations- und Ausstellungsinitiative Gestaltung der Vergangenheit // Shaping the Past.

WICHTIGE TERMINE

Bewerbungsschluss ist Sonntag, der 8. Dezember 2019, 23.59 Uhr EST.

Die Stipendiat*innen werden Anfang 2020 bekanntgegeben.

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PARTNER

Gestaltung der Vergangenheit // Shaping The Past ist ein Projekt in Zusammenarbeit der Goethe-Institute in Nordamerika mit dem Monument Lab, Philadelphia, und der Bundeszentrale für politische Bildung.

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Logo Bundeszentrale für politische Bildung
Monument Lab
Monument Lab ist ein unabhängiges Atelier für Kunst im öffentlichen Raum und Geschichte in Philadelphia. Gemeinsam mit Künstler*innen, Schüler*innen, Aktivist*innen, Kommunalbehörden und Kultureinrichtungen erarbeiten wir explorative Ansätze für öffentliches Engagement und kollektives Gedächtnis. Monument Lab fördert und ermöglicht einen kritischen Diskurs über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Denkmälern.
https://monumentlab.com/
 

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