Brooklyn, NY, USA
[TAG] von KARMA

Karma © Karma, Foto: Luna Park

Wicked Ways in Philadelphia

Der ästhetische Wert von Tags ist umstritten, keinesfalls aber die historische Bedeutung der Signaturkürzel für die Entwicklung von Graffiti. Die nordamerikanische Stadt Philadelphia ist schon lange bekannt als ein Mekka von Graffiti allgemein, aber eines der Dinge, die es wirklich ausmacht, sind die Wickeds. 

Wickeds sind Substantiv und Verb, gut und schlecht, hübsch und hässlich, eine einzige Debatte. Sie gelten als Geheimwaffe gegen normative Straßenkunst und gegen die Vereinnahmung der Kunst der Straße. Wickeds soll es schon seit den 1970er-Jahren geben, sie sind die einfachste Verbindung von Hand, Hirn, Herz und Spraydose. Man sollte sie aber auch nicht glorifizieren, denn sie sind echte Eckensteher, verweigern sich der Modernität und herkömmlicher Ästhetik. Und wenn man ehrlich ist, findet man sie nur solange cool, wie sie nicht die eigene Hauswand zieren. Sie nerven und entlarven.

Philadelphias Szene hat im Laufe der Jahre unzählige Talente hervorgebracht. Wenn man sich einmal damit beschäftigt und die typischen langen Schwünge, verwirrten Details (Smileys? Friedenszeichen??) und langgezogenen Bögen liebgewonnen hat, gehört man auch selbst ein wenig dazu. Eines dieser Talente ist Karma, die mehr als jede andere mit dem komplexen Handstil ihrer Heimatstadt identifiziert wird. Luna Park hat ihren Beitrag im Jahr 2016 in Brooklyn entdeckt.
 


Und hier noch ein Video von kad, einem der Könige des Wicked‑Stils, im Kanal Handselecta auf YouTube, in dem Graffiti‑Handstyles dokumentiert werden:
 

Mehr über Wickeds
 

 

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