Photo: Deutsches Literaturarchiv Marbach © Photo: Deutsches Literaturarchiv Marbach Photo: Deutsches Literaturarchiv Marbach Photo: Deutsches Literaturarchiv Marbach

Mit dem Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis wird jedes Jahr im Juni eine herausragende Literaturübersetzung vom Deutschen ins Englische ausgezeichnet, die im vorangegangenen Jahr in den USA veröffentlicht wurde. Der Preisträger erhält eine mit $10.000 dotierte Auszeichnung. Der Preis wurde erstmalig 1996 vom Goethe-Institut Chicago ausgelobt und dort bis 2014 verliehen. Der von der deutschen Regierung finanzierte Preis wird seit 2015 vom Goethe-Institut New York verliehen.

Charlotte Collins © Jaime Stewart

Charlotte Collins

Charlotte Collins wurde für ihre Übersetzung von Robert Seethalers A Whole Life als 2017 Gewinnerin des Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreises ausgewählt.

Verlag: Farrar, Straus and Giroux, 2016

SHORTLIST 2017

Charlotte Collins © Jaime Stewart

Charlotte Collins

Für ihre Übersetzung von
Robert Seethalers Ein ganzes Leben


A Whole Life
Farrar, Straus & Giroux, 2016

Tony Crawford © Matthias Speck

Tony Crawford

Für seine Übersetzung von
Navid Kermanis Zwischen Koran und Kafka

Between Quran & Kafka

Polity Books, 2016

Michael Hofmann © Barbara Hoffmeister

Michael Hofmann

Für seine Übersetzung von
Jakob Wassermanns Joseph Kerkhovens dritte Existenz

My Marriage

New York Review Books, 2016

Eingereichte Bücher 2017

Preisträger 2016

Daniel Bowles Photo: Lee Pellegrini

Daniel Bowles

Daniel Bowles wurde für seine Übersetzung von Christian Krachts Imperium als 2016 Gewinner des Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreises ausgewählt.

Verlag: Farrar, Straus and Giroux, 2015

Richtlinien für Verleger

Amerikanische Verleger werden gebeten, sechs Exemplare einer Übersetzung aus dem Deutschen ins Englische bei folgender Adresse einzureichen:

Goethe-Institut New York
Helen und Kurt Wolff Prize
Attn: Walter Schlect
30 Irving Place
New York, NY 10003

Einsendeschluss ist der 31. Januar 2017.

Die Übersetzung muss im Jahr 2016 in den USA oder in Kanada publiziert worden sein. Eingereicht werden kann Prosa, d.h. Romane, Novellen, Kurzgeschichten sowie Dramen und Lyrik oder Sachliteratur wie Biographien, Essays oder Korrespondenzen. Übersetzer, die in den letzten sieben Jahren den Preis bereits gewonnen haben, sind vom diesjährigen Preis disqualifiziert.

Alle eingereichten Titel werden auf der Webseite des Goethe-Instituts aufgelistet. Die zu prämierende Übersetzung wird von einer fünfköpfigen Jury ausgewählt, und eine Shortlist von 3 nominierten Titeln wird Anfang April auf der Webseite veröffentlicht. Die preisgekrönte Übersetzung wird Mitte April 2017 bekannt gegeben.

Der Übersetzer der Publikation sowie der Verlag werden zur Preisverleihung nach New York eingeladen. Die Veranstaltung wird im Juni 2017 im Goethe-Institut New York stattfinden.

Kontakt:
Walter Schlect, Bibliothekar
walter.schlect@newyork.goethe.org
Tel  +1 212 439 8697
 

Über den Preis


Jahr Preisträger
2016 Daniel Bowles
für Imperium: A Fiction of the South Seas by Christian Kracht (Farrar, Straus and Giroux)
2015 Catherine Schelbert
für Flametti, or The Dandyism of the Poor von Hugo Ball (Wakefield Press)
2014 Shelley Frisch
für Kafka: The Years of Insight von Reiner Stach (Princeton University Press)
2013 Philip Boehm
für An Ermine in Czernopol von Gregor von Rezzori (New York Review Books)
2012 Burton Pike
für Isle of the Dead von Gerhard Meier (Dalkey Archive Press)
2011 Jean M. Snook
für The Distand Sound von Gert Jonke (Dalkey Archive Press)
2010 Ross Benjamin
für Speak, Nabokov von Michael Maar (Verso)
2009 John Hargraves
für The Executor – A Comedy of Letters von Michael Krüger (Harcourt)
2008 David Dollenmeyer
für Childhood. An Autobiographical Fragment von Moses Rosenkranz (Syracuse University Press)
2007 Peter Constantine
für The Bird is a Raven von Benjamin Lebert (Knopf)
2006 Susan Bernofsky
für The Old Child & Other Stories von Jenny Erpenbeck (New Directions)
2005 Michael Henry Heim
für Death in Venus von Thomas Mann (Ecco)
2004 Breon Mitchell
für Morenga von Uwe Timm (New Directions)
2003 Margot Bettauer Dembo
für Summerhouse, later von Judith Hermann (Ecco)
2002 Anthea Bell
für Austerlitz von W.G. Sebald (Random House)
2001 Krishna Winston
für Too Far Afield von Günter Grass (Harcourt)
2000 Michael Hofmann
für Rebellion von Joseph Roth (St. Martin's Press)
1999 Joel Agee
für Penthesilia von Heinrich von Kleist (HarperCollins)
1998 John Brownjohn
für Heroes Like Us von Thomas Brussig (Farrar, Straus & Giroux)
1997 Leila Vennewitz
für Jacob the Liar von Jurek Becker (Arcade Publishing)
1996 John E. Woods
für The Magic Mountain von Thomas Mann (Knopf) und Nobodaddy's Children von Arno Schmidt (Dalkey Archive Press)

Kurt Wolff, unterstützt von seiner Frau Helen, war einer der bedeutendsten Verleger Deutschlands in den 1920er Jahren. Helen und Kurt Wolff immigrierten 1941 nach New York und gründeten das Verlagshaus Pantheon Books, das sich überwiegend auf Übersetzungen deutscher sowie europäischer Literatur konzentrierte. Herman Broch, Stefan George und Robert Musil waren nur einige der Autoren, die sie verlegten. Im Jahr 1961 schloss sich das Ehepaar dem Verlagshaus Harcourt Brace Jovanovich an und etablierte ihr eigenes Verlagszeichen „Helen und Kurt Wolff Books“. Nach dem Tod ihres Mannes 1963 führte Helen Wolff die Geschäfte weiter und nahm noch weitere Autoren unter Vertrag, darunter: Karl Jasper, Walter Benjamin, Uwe Johnson, Günter Grass, Max Frisch, Jurek Becker, Hans Joachim Schädlich und viele andere.

Helen Wolff wurde mit dem Inter Nationes Award, der Goethe Medaille und mit den Ehrendoktorwürden von Mount Holyoke, Smith College und Dartmouth College für ihre Arbeit ausgezeichnet. Im Jahr 1994 erhielt sie den Friedrich Gundolf Preis von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, als Anerkennung ihres Beitrages, deutsche Kultur in den Vereinigten Staaten bekannt und deutsche Literatur einem amerikanischen Publikum zugänglich zu machen. Helen Wolff starb am 28. März 1994 im Alter von 84 Jahren.

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