Installation
Installation: There Are Black People in the Future

There Are Black People in the Future
© Goethe Pop Up Kansas City

Ein Projekt im Rahmen von "Gestaltung der Vergangenheit"

Goethe Pop Up Kansas City

Das Goethe Pop Up Kansas City präsentiert die Künstlerin Alisha B. Wormsley aus Pittsburgh und ihr Projekt There Are Black People in the Future

Wormsleys Projekt ist Teil des Regionalprojekts Gestaltung der Vergangenheit (Shaping the Past) und knüpft an die aktivistische und künstlerische Arbeit lokaler, nationaler und länderübergreifender Bewegungen zu Reflexion von Erinnerungskultur an und diskutiert neue Perspektiven auf Formen des Erinnerns.

There Are Black People in the Future ist ein afrofuturistisches, interdisziplinäres Gesamtkunstwerk aus Videos, Drucken, Collagen, Skulpturen und Werbetafeln, das Wormsley 2012 begann. 2018 wurde der Text von Stadtentwickler*innen ohne Zustimmung der Künstlerin von einem Billboard in einem gentrifizierten Viertel von Pittsburgh entfernt, was Proteste zur Folge hatte. Für die Künstlerin machte das den Satz zu einer Bewegung. Sie forderte die Öffentlichkeit dazu auf, mit diesen Worten für eine Verbesserung ihrer Lebensrealität einzutreten.

Zusammen mit dem Goethe Pop Up Kansas City hat Wormsley Künstler*innen aus Kansas City zur Zusammenarbeit eingeladen. Die beteiligten Künstler*innen werden durch Wort und Bild auf ein Billboard mit der Aufschrift ”There Are Black People in the Future” reagieren, das ab dem 10. September in den Crossroads zu sehen sein wird (Broadway und Pershing). Die entstehenden künstlerischen Ausdrucksformen werden an der gesamten Fensterfront des Goethe Pop Ups installiert (1914 Main Street) und sind ab dem 16. Oktober öffentlich zu sehen.

Die beteiligten Künstler*innen aus Kansas City sind: Izsys Archer, Jessica Ayala, Arianna Bonner, Mona Cliff, José Faus, Sheri Purpose Hall, Glyneisha Johnson, Jada Patterson und Harold Smith.

Wir möchten Sie herzlich zu einem Künstlergespräch am 18. Oktober 2020 um 14:00 Uhr (CDT) mit Alisha B. Wormsley und den beteiligten Künstler*innen aus Kansas City einladen. 

Alisha Wormsley © Alisha Wormsley
Über Alisha B. Wormsley  

Alisha B. Wormsley ist interdisziplinäre Künstlerin und Kulturproduzentin. Ihre Arbeit kreist um das kollektive Gedächtnis und die Synchronizität der Zeit, insbesondere im Hinblick auf Geschichten von Women of Color. 

Wormsleys Projekt There Are Black People in the Future wurde von afro-futuristischen Künstler*innen und Schriftsteller*innen inspiriert, die Schwarze Menschen dazu ermutigten, ihren Platz in der Gesellschaft einzufordern. Durch die Inschrift und den Ausdruck der Worte „There Are Black People in the Future“ weist das Projekt auf systematische Unterdrückung Schwarzer Gemeinschaften in Zeit und Raum hin. 2018 platzierte Wormsley diese Worte auf einem Billboard in East Liberty, einer Nachbarschaft im Osten Pittsburghs. Als die Stadt das Billboard entfernte, gab es Proteste. Seitdem wurde das Billboard an verschiedenen Orten der Welt repliziert.

Wormsleys Arbeit wurde mit einer Reihe von Auszeichnungen und Stipendien geehrt und unterstützt.  Dazu zählen das Projekt The People Are The Light (Teil der Hillman Photography Initiative), die Film- und Performancereihe afronaut(a), das Film- und Videoarchiv Children of NAN sowie das Projekt There Are Black People in the Future, und ihr Stipendium bei der Homewood Artist Residency. Ihre Projekte und Werke wurden im Andy Warhol Museum, auf der Octavia-Butler-Konferenz der Spelman University, im Carnegie Museum of Art, auf der ArtUp in Johannesburg (Südafrika), im Kunstzentrum Studio XX in Montreal, im Project Row House, in der Art League Houston, in der Rush Art Gallery in New York, im Charles Wright Museum in Detroit und in der Mattress Factory in Pittsburgh ausgestellt. In den letzten Jahren schuf Wormsley mehrere Kunstwerke im öffentlichen Raum. Dazu zählt Streaming Space, eine etwa siebeneinhalb Meter hohe Pyramide mit Video- und Klanginstallationen auf dem Market Square von Pittsburgh und AWxAW, eine interaktive Multimedia-Installation und ein Filmprojekt am Andy Warhol Museum.

Wormsley hat einen MFA in Film und Videokunst vom Bard College und erhielt das Postdoktoranden-Forschungsstipendium für Kunst an der Carnegie Mellon University.  
 
Gestaltung der Vergangenheit ist eine Kooperation des Goethe-Instiuts, des Monument Lab und der Bundeszentrale für politische Bildung. Das Projekt knüpft an die aktivistische und künstlerische Arbeit lokaler, nationaler und länderübergreifender Bewegungen zu Reflexion von Erinnerungskultur an und diskutiert neue Perspektiven auf Formen des Erinnerns.

Details

Goethe Pop Up Kansas City

Goethe in the Crossroads
1914 Main Street
64108 Kansas City, MO

Sprache: Englisch
Preis: Freier Entritt

info-kansascity@goethe.de

Diese Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe Gestaltung der Vergangenheit.