Filmfestival
Systemsprenger

Systemsprenger © Port au Prince Pictures
© Port au Prince Pictures

Landmark's E Street Cinema

Deutschland, 2019, 120 Min., Regie/Drehbuch: Nora Fingscheidt, Cast: Helena Zengel, Albrecht Schuch, Gabriela Maria Schmeide, Lisa Hagmeister

Festivals/Prizes:

  • Weltpremiere im Berlinale-Wettbewerb, Berlinale 2019 – Alfred-Bauer-Preis, Preis der Leserjury der Berliner Morgenpost
  • Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern 2019 – Hauptpreis Fliegender Ochse
  • Thomas Strittmatter Drehbuchpreis 2017
  • Kompagnon-Förderpreis des Programms Berlinale Talents 2017
  • Emder Drehbuchpreis 2016
Altersfreigabe: PG-13

Bernadette – oder Benni, wie sie genannt werden will – ein zartes Mädchen mit ungestümer Energie, ist ein „Systemsprenger“. So nennt man Kinder, die radikal jede Regel brechen, Strukturen konsequent verweigern und nach und nach durch alle Raster der deutschen Kinder- und Jugendhilfe fallen. Wo immer die Neunjährige aufgenommen wird, fliegt sie schon nach kurzer Zeit wieder raus. Und genau darauf hat sie es abgesehen, denn sie sehnt sich danach, wieder bei ihrer Mutter zu leben. Einer Frau, die maßlos überfordert ist von der Unberechenbarkeit ihrer eigenen Tochter.

Nach ihrem mehrfach preisgekrönten Drehbuch inszeniert Nora Fingscheidt ein intensives Drama über die unbändige Sehnsucht eines Kindes nach Liebe und Geborgenheit und das darin liegende Gewaltpotenzial. Zugleich beschreibt der Film die unermüdlichen Versuche von Erzieher*innen und Psycholog*innen, mit Respekt, Vertrauen und Zuversicht eine Perspektive für solche Kinder zu schaffen, die durch ihre unvorhersehbaren Ausbrüche andere und sich selbst zu zerstören drohen.

Nora Fingscheidt wurde 1983 in Braunschweig geboren. Sie verbrachte ihre Schulzeit in Deutschland und Argentinien. Ab 2003 engagierte sie sich beim Aufbau der selbst organisierten Filmschule filmArche in Berlin und absolvierte parallel dazu eine Ausbildung zum Schauspielcoach. Von 2008 bis 2017 studierte sie Szenische Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Mit ihrem Zweitjahresfilm, Synkope, wurde sie für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert. 2012 nahm sie bei Berlinale Talents teil. Ihr Studium beendete sie mit dem Dokumentarfilm Ohne diese Welt, der 2017 u. a. mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet wurde.


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Details

Landmark's E Street Cinema

555 11th St NW
Washington, DC 20004

Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln
Preis: $12.75 | Senioren $9.75 | Student/Militär/“Freund“ des Goethe-Instituts $11.25
+1 202 8474700
info-washington@goethe.de