Lesung und Diskussion
Graphic Novel: Deutsche Comics und die Geschichte von "Rude Girl"

Beitrag zum Boston Book Festival

Goethe-Institut Boston

Birgit Weyhe mit Priscilla Layne

Eine weiße Frau mittleren Alters aus Deutschland erzählt die Lebensgeschichte von Priscilla Layne, einer afroamerikanischen Germanistikprofessorin mit karibischen Wurzeln, die in Chicago in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs, in jungen Jahren sexuell missbraucht wurde, gegen Geschlechterrollen rebellierte und sich der antirassistischen Skinhead-Bewegung anschloss. Birgit Weyhe wurde schon früher der kulturellen Aneignung beschuldigt. Missbraucht sie ihre Privilegien als weiße Schriftstellerin, wenn sie Geschichten über schwarze Menschen erzählt? Rude Girl ist eine Zusammenarbeit zweier sehr unterschiedlicher Menschen und ein Beispiel dafür, wie wir voneinander lernen können.

Birgit Weyhe
Birgit Weyhe© Vera Drebusch
Birgit Weyhe wurde 1969 in München geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit in Ostafrika und studierte Literatur und Geschichte in Konstanz und Hamburg. Nach dem Abschluss der Kunsthochschule (HAW) arbeitet Birgit Weyhe als Comiczeichnerin in Hamburg. Ihre Graphic Novels wurden für mehrere Preise in Deutschland, Frankreich und Japan nominiert, ihr Album Madgermanes erhielt 2015 den Comicpreis der Bertholt Leibinger Stiftung und 2016 den Max-und-Moritz-Preis als bester deutschsprachiger Comic. Im Jahr 2022 wurde sie mit dem Lessing-Stipendium der Stadt Hamburg ausgezeichnet.

Priscilla Layne
©Priscilla Layne
Priscilla Layne
ist Associate Professor of German und Adjunct Associate Professor of African Diaspora Studies an der University of North Carolina in Chapel Hill. Ihr Buch White Rebels in Black: German Appropriation of Black Popular Culture, wurde 2018 von der University of Michigan Press veröffentlicht. Sie hat auch Aufsätze über türkisch-deutsche Kultur, Übersetzung, Punk und Film veröffentlicht. Vor kurzem übersetzte sie Olivia Wenzels Debütroman 1000 Serpentinen Angst. Derzeit arbeitet sie an einem Manuskript über afrodeutschen Afrofuturismus und an einem kritischen Leitfaden zu Fassbinders Die Ehe der Maria Braun.

Details

Goethe-Institut Boston

170 Beacon Street
Boston, MA 02116

Sprache: Englisch
Preis: Eintritt frei

Karin.Oehlenschlaeger@goethe.de