Cari Schmitz

Alumni GAPP

Interview mit Cari Schmitz



Cari, welchen Einfluss hatte der GAPP-Austausch bezogen auf Dein privates und berufliches Leben?

Foto Cari Schmitz Foto: Goethe-Institut "Durch den GAPP-Austausch wurde der Rest der Welt realer für mich. Ich bin in einer kleinen Stadt aufgewachsen und als Kind nie außerhalb der USA gereist, sodass ich eine recht eindimensionale Vorstellung von anderen Kulturen und Ländern hatte. Dadurch war ich umso aufgeregter, die Sprache zu lernen. Bevor ich an GAPP teilnahm, hatte ich erst zwei Jahre Deutsch gelernt, jedoch entschied ich mich nach dem Austauschprogramm weiterhin Deutsch in der High School zu wählen und fortan auch im College Deutsch als Begleitfach zu studieren. Durch den GAPP-Austausch konnte ich Deutschland endlich einmal kennenlernen.

Seit GAPP wollte ich immer wieder nach Deutschland zurückkehren und nun habe ich mit dem „CBYX-Austauschprogramm für Berufseinsteiger“ die Chance ergriffen, mir diesen Wunsch zu erfüllen. Mir fiel es seit jeher schwer, meine Liebe zu Deutschland mit meiner Studienrichtung zu kombinieren. Als Biologiestudentin und anschließende Masterstudentin der Pflanzenzucht und Molekulargenetik fanden sich nahezu keine Überschneidungspunkte. Das Austauschprogramm des CBYX bietet mir die Möglichkeit, meinen beruflichen Werdegang mit meinen Interessen für die deutsche Sprache und Kultur miteinander zu verbinden. Teil des Programms ist es, ein Praktikum zu absolvieren. Derzeit bin ich Praktikantin bei der KWS SAAT AG in Einbeck in Deutschland, einem Pflanzenzüchtungs- und Biotechnologie-Unternehmen, das weltweit als viertgrößter Saathersteller bekannt ist. Seit Monaten freue ich mich, jeden Tag morgens zur Arbeit zu gehen, was definitiv dem Unternehmen zu verbuchen ist. Ich hoffe sehr, dass ich nach Abschluss meiner Promotion die Möglichkeit finde, zu KWS zurückzukehren."


Mit welchen Argumenten würdest Du junge Menschen dazu ermutigen, an einem GAPP-Austausch teilzunehmen?

"Das Risiko, dass einem der Austausch nicht gefallen könnte, ist sehr gering, da die Länge des GAPP-Austausches verglichen mit anderen Austauschprogrammen für Schüler relativ kurz ist. Während meiner Zeit bei GAPP habe ich nicht nur Deutschland kennenlernen dürfen, sondern auch andere Länder, wie die Schweiz, Österreich, Frankreich und Liechtenstein. Als ich am ersten Tag in Deutschland ankam, war der Gedanke, so weit von zu Hause entfernt zu sein und die nächsten Wochen mit Menschen zu verbringen, die ich nicht verstand, natürlich beängstigend. Nach der Eingewöhnungsphase fühlte ich mich jedoch immer selbstbewusster und zunehmend wohler. GAPP eröffnet einem die Möglichkeit, die Welt kennenzulernen, selbst wenn man anschließend entscheidet, dass man für immer in den USA bleiben möchte."