Autor*innengespräch   Autorengespräche: Sheri Hagen und Ariana Cohen Halberstam

Sheri Hagen (links), Ariana Cohen Halberstam (rechts) Sheri Hagen©David Reisler, Ariana Cohen Halberstam©privat

Do, 17.09.2020

12:00 Uhr - 13:30 Uhr

online

Registration Regisseurin Sheri Hagen im Gespräch mit Ariana Cohen Halberstam zu ihrem Spielfilmdebüt Auf den zweiten Blick. Der Film folgt episodisch drei sehbehinderten Paaren durch ihren Alltag in der Hauptstadt Berlin. Zwischen Verkehrshektik und Menschenmengen, in der anonymen Welt der Großstadt, kämpfen sie gegen die Einsamkeit auf der Suche nach Nähe und Liebe.
Sheri Hagen, geboren in Lagos/Nigeria, aufgewachsen in Hamburg, absolvierte ihre Ausbildung an der Stage School of Dance and Drama Hamburg, sowie im Studio Theater an der Wien. Neben zahlreichen Arbeiten für Film und Fernsehen ('Das Leben der Anderen', 'Baal', 'Tatort, 'Sperling', 'On The Inside'...) war sie an diversen Theaterproduktionen beteiligt. Seit 2007 realisiert Sheri Hagen in Eigenproduktion ihre Filme - STELLA UND DIE STÖRCHE (2008), AUF DEN ZWEITEN BLICK (2013) und FENSTER BLAU (2017) nach ’Muttermale Fenster Blau‘ von Sasha Marianna Salzmann. Zurzeit bereitet Sheri Hagen ihren dritten Spielfilm BILLIE vor.
 Ariana Cohen Halberstam ist künstlerische Leiterin des Boston Jewish Film Festivals. Sie sucht die Filme für das jährliche Festival aus und programmiert das Boston Israeli Film Festival. Zuvor hat sie für das Fernsehen gearbeitet und ihren B.A. in Cinema Studies am Oberlin College gemacht.

Auf den zweiten Blick
Ein Film, der durch seine Melancholie den anstehenden November-Blues vorwegnimmt, denn es geht um verwundete Seelen und Einsamkeit im Alltag. Aber: Es geht auch ums Sehen und Gesehenwerden im nicht herkömmlichen Sinne. Der Film ist das Regiedebüt von Sheri Hagen. Dinge, die ihr im Filmbetrieb fehlen, wollte sie nicht länger anprangern – und hat sie stattdessen einfach selbst verwirklicht. So erkennt man die große Leistung des Films erst auf den zweiten Blick: Die dunkle Hautfarbe wird erst gar nicht thematisiert, sondern ist selbstverständlich. Dabei ist es der erste deutsche Film mit so vielen schwarzen Darstellern. (Berliner Zeitung)

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