Spieleausstellung Games & Politics

Eine interaktive Ausstellung mit Computerspielen

7-8. April
German American Conference at Harvard

Boston Convention Center, Boston
(nur mit Konferenz Eintritt)

10-14. April
MIT Campus - The Stata Center

Building 32 (Vassar St. Eingang)
32 Vassar Street, Cambridge

21. April - 21. Mai
Boston Cyberarts Gallery

141 Green Street, Jamaica Plain (Boston)

Öffnungszeiten: Freitag, Samstag und Sonntag: 12:00 - 18:00 Uhr

Eröffnungsempfang: Freitag, 21.April, 18:00 - 20:00 Uhr

Besondere Spielabende und Vorträge:
Mittwoch, 26.April, 19:00 - 21:00 Uhr

Mittwoch, 3.Mai, 19:00 - 21:00 Uhr
Vortrag: Ben Houge, sound artist and composer

Ben Houge ist ein international aktiver amerikanischer Künstler, der an der Schnittstelle von musikalischer Komposition, Videospielen, Performance, Klanginstallation und digitaler Kunst agiert. Seit er im Jahr 2010 wieder aus Shanghai nach Boston gezogen ist, entwickelte er Projekte wie die Spargel Oper, eine Klanginstallation, die auf U-Bahn Klängen basierte, algorhythmische Chor-Musik und ein Echtzeit Video über Daten der Boston Harbor Islands.

Mittwoch, 17.Mai, 19:00 - 21:00 Uhr
Talk: Jeffu Warmouth


Jeffu Warmouth ist Professor in kommunikativen Medien an der Fitchburg State University. Seine Video Installationen wurden international gezeigt und in vielzähligen Publikationen erwähnt. Im Jahr 2014 stellte das Fitchburg Art Museum die Retrospective seiner bisherigen Arbeit "NO MORE FUNNY STUFF" aus. 
 
  • Orwell, Screenshot: Intro © Osmotic Studios, 2016 Orwell © Osmotic Studios, 2016
  • Papers, Please, Document Inspection © 3909 LLC © 3909 LLC
  • Perfect Woman © Peter Lu & Lea Schönfelder, 2014 © Peter Lu & Lea Schönfelder, 2014
  • Sunset © Auriea Harvey & Michaël Samyn (Tale of Tales), 2015 Sunset © Auriea Harvey & Michaël Samyn (Tale of Tales), 2015
  • The Cat and the Coup, March 20, 1951, Iranian Parliament nationalizes Oil Industry © Peter Brinson and Kurosh ValaNejad, 2011 The Cat and the Coup © Peter Brinson and Kurosh ValaNejad, 2011
  • This War of Mine © 11 bit studios, 2014 © 11 bit studios, 2014
  • Killbox, screenshot © Joseph DeLappe with Malath Abbas, Tom deMajo, Albert Elwin of Biome Collective © Joseph DeLappe with Malath Abbas, Tom deMajo, Albert Elwin of Biome Collective


Ob Computerspiele als Politikum, als Unterhaltungsmedium oder – gar – als Kunst gesehen werden, ist vorderhand kontextabhängig. Jedes Spiel verortet sich in einer Gesellschaft und thematisiert sie mithin. Eine politische Relevanz kann also für sämtliche Computer-Spiele postuliert werden, auch und gerade, wenn sie sich jedweder politischen Handlung zu entziehen scheinen.

Wie Computerspiele ihr politisches Potenzial entfalten, untersucht die interaktive Tournee-Ausstellung des Goethe-Instituts Games and Politics. Anhand offensichtlich politisch ambitionierter Computerspiele der letzten zwölf Jahre fragt sie nach den Möglichkeiten und Grenzen des Genres, eine Gegenposition innerhalb der Unterhaltungsindustrie zu entwerfen.

Diese Gegenposition kann zum einen im Durchspielen der Kontingenz politischen Entscheidens selbst (Democracy III) formuliert werden, zum anderen im explizit kritischen Aufzeigen gesellschaftlicher Zu- und Missstände, das alle in der Ausstellung gezeigten Spiele eint. Prekäre Arbeitsverhältnisse (Sunset) werden in ihnen genauso thematisiert wie Genderproblematiken (Perfect Woman), der Überwachungsstaat (Touchtone), die Folgen kriegerischer Auseinandersetzung (This War of Mine), der Umgang mit Geflüchteten (Escape from Woomera) oder Revolutionen gegen totalitäre Systeme (Yellow Umbrella).

Für all diese Ebenen des Politischen im Spiel möchte Games and Politics Beispiele aufführen, die größtenteils in der Ausstellung selbst gespielt werden können. Die Ausstellungskuratoren fragen außerdem Experten der Medien- und Kulturwissenschaften sowie Spielentwicklerinnen nach dem politischen Potenzial von Computerspielen. Deren Antworten sind in kleinen Dokumentationen und einem Eingangsfilm zur Ausstellung sowie im Ausstellungskatalog zu sehen.

In Kooperation mit dem Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe.

Zurück