Film Claude Lanzmanns "Shoah"

Shoah © Criterion

Mo, 27.01.2020

Wasserman Cinematheque

Brandeis University
415 South Street,
Waltham

Worldwide Screening

Anlässlich des Internationalen Holocaust Remembrance Day, 27. Januar, 2020, zeigen der Center for German and European Studies at Brandeis University, der National Center for Jewish Film und das Goethe-Institut Claude Lanzmanns Shoah im Rahmen einer weltweiten Filmvorführung, aufgerufen vom internationalen literaturfestival berlin (ilb) und dem Goethe-Institut. Dies ist eine seltene Gelegenheit, den 9,5-stündigen Film als Ganzes zu sehen.

Zeitplan
10:00 Uhr – 12:30 Uhr
12:30 Uhr -13:00 Uhr: Pause
13:00 Uhr- 15:00 Uhr
15:00 Uhr- 15:15pm: Pause
15:15 Uhr- 17:45 Uhr
17:45 Uhr – 18:30 pm: Pause
18:30 Uhr – 21:00 Uhr
21.00 Uhr – Diskussion

Das weltweite Screening von Shoah erinnert an den 75. Jahrestages der Befreiung des Nazi-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee am 27. Januar 1945. Der 27. Januar, Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, wurde 2005 von den Vereinten Nationen eingeführt. Bei dem Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau handelte es sich um das größte deutsche Vernichtungslager während des Nationalsozialismus. Etwa 1,1 Millionen Menschen wurden hier ermordet. Insgesamt fielen über 5,6 Millionen Menschen dem Holocaust zum Opfer.
Das internationale literaturfestival berlin [ilb] ruft Individuen, Schulen, Universitäten, Medien und kulturelle Institutionen zu einer weltweiten Filmvorführung von »Shoah« von Claude Lanzmann am 27. Januar 2020 auf. In dem 9½-stündigen Film kommen überlebende Opfer wie Täter der systematisch betriebenen Vernichtung der Juden durch das Deutsche Reich zu Wort.

Claude Lanzmann © Criterion Claude Lanzmann (1925-2018) war einer der großen französischen Filmemacher und Intellektuellen. Er erlebte als Teenager den Einmarsch deutscher Truppen nach Frankreich. 1943 schloss sich der Gymnasiast dem Widerstand in Clermont-Ferrand an und ging in den Untergrund gegen die Nazis. Nach dem Krieg schloss er ein Studium der Philosophie ab, promovierte 1947 und begann 1948/49 an der Freien Universität Berlin zu lehren. 1953 wurde Lanzmann, der zum Kreis von Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir gehörte, ständiger Mitarbeiter der legendären politischen und literarischen Zeitschrift Les Temps Modernes. 1970 unternahm er erste Streifzüge in die Welt des Filmemachens, die auch sein politisches Engagement gegen die französische Politik in Algerien dokumentieren. In seinem Film Pourquoi Israel? Von 1973 erkundete Lanzmann seine eigene jüdische Identität. Ein Jahr später begann er mit der Arbeit an Shoah. Lanzmann arbeitete elf Jahre an dem Film, von 1974-85. Die Berlinale verlieh dem Regisseur 2013 den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk.
Shoah
Regie: Claude Lanzmann
Blu Ray, 9h 26 min
Frankreich 1974 – 1985

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