Film Claude Lanzmann: Shoah

Standbild: SHOAH von Claude Lanzmann © Absolut Medien

Mo, 27.01.2020 -
Do, 30.01.2020

La Cinémathèque Québécoise Montréal

335 Boulevard de Maisonneuve
QC H2X 1K1 Montreal

Filmvorführung anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages

von Claude Lanzman, Frankreich 1985, 556 min.
Film in Originalversion mit französischen Untertiteln. 
Mit Einführungen in englischer Sprache. Es werden kurze Zusammenfassungen in französischer Sprache gereicht.
 

FILMVORFÜHRUNG IN DREI TEILEN

Montag, 27. Januar 2020 um 18:30 - Teil 1

Einführung: Erin Corber, PhD 
Erin Corber ist Historikerin mit Forschungsschwerpunkt auf dem modernen Europa und das moderne Judentum mit besonderem Interesse am öffentlichen jüdischen Leben im Frankreich der Zwischenkriegszeit. Sie arbeitet derzeit als Graduierten-Karriereberaterin an der Universität McGill und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Kanadische Jüdische Studien an der Universität Concordia.

Mittwoch, 29. Januar 2020 um 18:30 - Teil 2

Einführung: Naomi Kramer
Naomi Kramer ist die Präsidentin und Gründerin der Stiftung zur Aufklärung über den Holocaust und zur Verhinderung von Völkermord (Holocaust Education and Genocide Prevention Foundation, kurz: HGEP), deren Aufgabe es ist, die Öffentlichkeit über die zerstörerische Kraft von Vorurteilen und Diskriminierung aufzuklären. Naomi arbeitet seit 28 Jahren mit dem Gedenkdienst-Programm und wurde kürzlich mit dem Goldenen Ehrenzeichen für ihre Verdienste um Österreich ausgezeichnet.

Donnerstag, 30. Januar 2020 um 18:45 - Teil 3 

Einführung: Norman Ravvin, PhD
Norman Ravvin ist Schriftsteller und Dozent. Er ist Fakultätsmitglied in der Abteilung für Religionen und Kulturen der Universität Concordia und hatte lange Zeit den Vorsitz am Institut für Kanadische Jüdische Studien. Seine kritischen Essays zur Literatur und Geschichte des Holocaust sind in A House of Words: Jewish Writing, Identity, and Memory gesammelt.

 Eintritt frei. 


Claude Lanzmanns monumentaler Film “Shoah” über die systematisch betriebene Vernichtung der Juden in Europa durch das Deutsche Reich kommt komplett ohne Archivmaterial aus. Elf Jahre lang hat der Filmemacher ehemalige Schauplätze des Massenmords gefilmt und unermüdlich Überlebende, Zeug*innen und ehemalige Täter*innen ausfindig gemacht und befragt. Das Ergebnis ist ein Neuneinhalbstündiger Dokumentarfilm, der Filmgeschichte schrieb und bis heute zu den bedeutendsten Filmen der Gegenwart zählt.

"Es ist nicht einfach, über SHOAH zu reden. Es gibt Magie in diesem Film und Magie lässt sich nicht erklären. […] Trotz all unseres Wissens, blieb die schreckliche Erfahrung nicht greifbar. Zum ersten Mal erleben wir sie in unseren Köpfen, unseren Herzen, unserem Fleisch... - Wir sind uns bewusst, dass wir hier ein großes Kunstwerk betrachten. Ein wahrhaftiges Meisterwerk.
Simone de Beauvoir

"Ich hatte eine Erinnerung an das verkommenste Kapitel der Menschheitsgeschichte gesehen. Aber ich hatte auch einen Film gesehen, der das Leben so leidenschaftlich bejahte, dass ich nicht wusste, wohin ich mich mit meinen verwirrten Gefühlen wenden sollte. Es gibt keine angemessene Antwort auf diesen Film. Er zeigt eine ungeheure Realität, er ist ein 550 Minuten lang andauernder Scherz- und Wutschrei angesichts dieses Völkermords. Es ist einer der edelsten Filme, die je gedreht wurden."
Roger Ebert

 

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