30 Jahre Deutsche Einheit

30 Jahre Deutsche Einheit

Vor 30 Jahren wurde die Wiedervereinigung vollzogen. Am 3. Oktober 1990 trat die Deutsche Demokratische Repubik (DDR) der Bundesrepublik Deutschland (BRD) bei. 

Mauerfall Bildrechte@picture alliance imageBROKER Die DDR und die 40-jährige Teilung Deutschlands gehörten von nun an der Vergangenheit an. Aus zwei deutschen Staaten wurde wieder einer. 13 Millionen Deutsche, 30 Jahre alt und jünger, haben die deutsche Teilung nie erlebt. Aber andere fühlen sich nach wie vor benachteiligt. Wenn es um politischen Einfluss und ökonomischen Status geht, hinkt der Osten immer noch hinterher. Populistische und antidemokratische Strömungen werden stärker. Die folgenden virtuellen Veranstaltungen beschäftigen sich mit der Frage, wieviel Einheit nach 30 Jahren erreicht wurde.

ENCOUNTER, ENGAGE, EXPAND

Berlin Wall ©picture alliance_Herrman Schröer_Timeline Images Reunification Revisited features four prominent speakers, German General Consul in NY David Gill, modern Germany historians Alissa Bellotti, Christina Morina and Frank Wolff, who will present their fascinating research and testimonials on the German-German partition, Reunification and its aftermath. Join them to learn in real-time about youth subcultures in divided Germany, engage in interactive conversations about what walls do to a society and what German history teaches us about present day democratic participation. Free of charge, registration mandatory.
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German American Conference at Harvard

GAC 2020 ©GAC

German Reunification - 30 Years On
Interview mit Dr. Mary Sarotte, Kravis Chair in Historical Studies, Johns Hopkins School of Advanced International Studies

Donnerstag, 8.10. 15:00 Uhr EDT
Registration

Eine Nation – Viele Geschichten. 30 Jahre Deutsche Einheit

Eine Nation. Viele Geschichten ©Stephanie Welch Podiumsdiskussion
Samstag, 10.10., 14:00 - 15:30 Uhr (EDT)
Registration
Der 3. Oktober 2020 markiert den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit. Die Zeit zwischen dem Fall der Mauer im November 1989 und dem Inkrafttreten des Einigungsvertrages am 3. Oktober 1990 steht für den politischen Einfallsreichtum beim Versuch, wieder ein vereintes Deutschland zu werden. Gleichzeitig müssen wir anerkennen, dass Willy Brandts Diktum „Jetzt wird zusammenwachsen, was zusammengehört“ nur teilweise verwirklicht worden ist.
Die formale Vereinigung erfolgte zwar innerhalb eines Jahres, doch die Einheit erfordert die Arbeit von Generationen. Anhaltende Unterschiede im Lebensstandard, bei den Renten, den politischen Orientierungen und den demokratischen Werten deuten darauf hin, dass der Prozess der Vereinigung des ehemaligen Ost- und Westdeutschlands ein Mehrgenerationenprojekt ist. Inwiefern beeinflussen die wahrgenommenen politischen, sozioökonomischen und kulturellen Unterschiede die Ansichten und Teilhabe der Deutschen in den alten und neuen Bundesländern an ihrem Land? Haben sich die Deutschen angemessen mit ihrer getrennten Vergangenheit auseinandergesetzt, um eine gemeinsame politische Identität für das 21 Jahrhundert zu entwickeln? Es gibt zwar viel zu feiern, aber was steht im nächsten Jahrzehnt der „einigenden Arbeit“ auf dem Spiel? Diese und andere Fragen werden wir mit drei namhaften Expert*innen aus der deutschen Politik, Gesellschaft und Kultur diskutieren.
Diese virtuelle Veranstaltung wird von Niko Switek moderiert, DAAD Visiting Assistant Professor für German Studies an der Henry M. Jackson School of International Studies und am Department of Political Science der University of Washington.

EINE ERFOLGSGESCHICHTE? DEUTSCHLAND 30 JAHRE NACH DER WIEDERVEREINIGUNG

Rennefanz/Goetz John Goetz©Helga Paris/Sabine Rennefanz©Sven Gatter Autorengespräch: Sabine Rennefanz & John Goetz
Mittwoch, 21. 10., 12:00 - 13.30 Uhr (EDT)
Registration War der Fall der Berliner Mauer ein Glücksfall in der deutschen Geschichte? Wieviel Fortschritt gab es wirklich bei der Wiedervereinigung von Ost und West? Vielen Menschen geht es heute persönlich besser, aber einige Gruppen fühlen sich nach wie vor ausgeschlossen im wiedervereinigten Deutschland. Wenn es um politischen Einfluss und ökonomischen Status geht, hinkt der Osten immer noch hinterher. Zwei mehrfach ausgezeichneten Journalisten, die beide den Fall der Mauer am 9. November 1989 in Berlin miterlebt haben und auch heute über Deutschland berichten, ziehen Bilanz: Sabine Rennefanz, Autorin und Innenpolitik-Chefin der Berliner Zeitung und John Goetz, amerikanischer investigativer Journalist im Hauptstadtbüro des NDR.