Ausstellung Assaf Evron and Claudia Weber im McCormick Haus

Claudia Weber © Claudia Weber

Sa, 16.02.2019 -
So, 14.04.2019

Elmhurst Art Museum

100 Jahre Bauhaus

 


Claudia Weber konzipiert in ihrer Arbeit Strategien, die unsere konditionierte Wahrnehmung und Interaktion mit Alltagsräumen hinterfragen. Um den Zyklus zu durchbrechen, in dem der Status quo wieder in die gebaute Umgebung eingeschrieben wird, antwortet Weber auf ausgewählte Orte mit Vorschlägen, die in ihrer ephemeren Natur sowohl als physische als auch als philosophische Vorschläge von (un)möglichen Räumen zu verstehen sind. Für ihr bevorstehendes Projekt wird Weber einen Flügel von Mies van der Rohes McCormick House in ihr temporäres Zuhause und Atelier verwandeln, in dem sie sowohl auf die Transformation des Gebäudes vom modernistischen Wohnort zum zeitgenössischen Ausstellungsraum als auch auf die Auswirkungen dieser Verschiebung auf das Verhältnis von Kunst, Design und Leben reagieren wird.
 
CWeber © Claudia Weber Claudia Weber hat ihre Mixed-Media-Arbeiten international gezeigt, unter anderem in der Lehmann Maupin Gallery, Thierry Goldberg und White Columns, New York, CAC Bretigny (Frankreich) und Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Berlin. Sie erhielt ein einjähriges New York-Stipendium des Landes Berlin und unter anderem ein Travel & Study-Stipendium der Jerome Foundation. Sie hat an zahlreichen Residenzen teilgenommen, darunter McDowell Colony, Peterborough (NH) sowie die Workspace Residency beim Lower Manhattan Cultural Council, NYC. Als Gründungsherausgeberin von Plot.online bringt sie kritische Denker aus den verschiedensten Disziplinen zusammen, um sich mit den narrativen Netzwerken von Bildern auseinanderzusetzen.


Assaf Evron: Kollagen © Assaf Evron In dieser Ausstellung betrachtet Assaf Evron Mies van der Rohes Collagen und re-aktiviert diese Collage-Strategien und -Logik auf Mies van der Rohe-Gebäude. Evron nutzt die Fenstermodule im McCormick-Haus als Plattform, wendet Landschafts- und geologische Bilder auf dem Fensterglas an und schlägt eine Installation vor, bei der die Architektur und ihre Darstellung ineinander übergehen. Das Projekt wirft Fragen der Einwanderung, der dialektischen Beziehung zwischen Kultur und Natur und des ontologischen Status des architektonischen Objekts auf.

Assaf Evron © Rea Ben-David Assaf Evrons Arbeit untersucht die Natur des Sehens und die Art und Weise, wie es sich in sozial konstruierten Strukturen widerspiegelt, in denen er fotografisches Denken in zwei- und dreidimensionalen Medien anwendet. Seine Arbeiten wurden international in Galerien und Museen ausgestellt. Evron hat einen MA vom Cohn Institute sowie einen MFA von der School of the Art Institute of Chicago, wo er derzeit unterrichtet. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Graham Foundation (2017), Israel Lottery (2017) Artis (2016), The Gerard Levy Prize (2012), The James Weinstein Fellowship von SAIC (2013), The Israeli Ministry of Culture and Education Prize for Young Artists (2010).
Im Herbst 2019 wird er seine erste Einzelausstellung im US-Museum im Museum of Contemporary Art Chicago zeigen.

Die Ausstellung ist Teil des vom Auswärtigen Amt und dem Goethe-Institut initiierten und vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) unterstützten Year of German-American Friendship.

 

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