Lesungen Literaturlenz: Lesung mit Pierre Jarawan (D), Gianna Molinari (CH), Laura Freudenthaler (A)

LitLenz 2019 © Goethe-Institut Chicago

Di, 02.04.2019

18:00

Goethe-Institut

Lesungen mit Autor*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Hallo, Grüezi, Servus! Deutschsprachige Literatur aus drei Ländern.

Jedes Jahr veranstaltet das Goethe-Institut Chicago in Zusammenarbeit mit den schweizerischen und österreichischen Kulturinstitutionen eine Lesung, die drei Autoren der zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur aus Deutschland, Österreich und der Schweiz präsentiert. Deutschland wird in diesem Jahr von Pierre Jarawan, die Schweiz von Gianna Molinari und Österreich von Laura Freudenthaler vertreten.

Die AutorInnen werden im Rahmen des Literaturlenz auch die University of Illinois at Chicago (am 2.4. um 11Uhr), die University of Chicago (am 3.4. um 17:00 Uhr), die University of Minnesota Twin Cities (am 4.4. um 18 Uhr) und die University of Wisconsin-Madison (am 5.4. um 16 Uhr) besuchen, um dort für Studenten und Lehrkörper der Germanistik Lesungen zu halten.

AM ENDE BLEIBEN DIE ZEDERN

Samirs Eltern sind kurz vor dessen Geburt aus dem Libanon nach Deutschland geflohen. Als sein geliebter Vater spurlos verschwindet, ist Samir acht. Jetzt, zwanzig Jahre später, macht er sich auf in das Land der Zedern, um das Rätsel dieses Verschwindens zu lösen. Eine große Familiengeschichte, berührend, überraschend und meisterhaft verwoben mit dem dramatischen Schicksal des Nahen Ostens.
Pierre Jarawan © Marvin Ruppert Pierre Jarawan ist Autor, Slam Poet, Bühnenliterat, Veranstalter und Moderator aus München. Er wurde 1985 als Sohn eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter in Amman, Jordanien, geboren, nachdem seine Eltern den Libanon wegen des Bürgerkriegs verlassen hatten. Seit 2009 zählt er zu den erfolgreichsten Bühnenpoeten im deutschsprachigen Raum. Sein Romandebüt Am Ende bleiben die Zedern erschien 2016 im Berlin Verlag. Das Buch stand auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Pierre Jarawan lebt in München. Derzeit arbeitet er an seinem zweiten Roman.

HIER IST NOCH ALLES MÖGLICH
Eine junge Frau wird als Nachtwächterin in einer Verpackungsfabrik eingestellt. Die Tage der Verpackungsfabrik sind gezählt, die meisten Mitarbeiter bereits gegangen. Als ein Wolf auf dem Gelände vermutet wird, entstehen Risse in der Gleichförmigkeit. Gibt es ihn tatsächlich? Wie gefährlich ist er? Die Nachtwächterin soll während ihrer Schichten eine Fallgrube ausheben. Doch je genauer sie der Spur des Wolfes folgt, je tiefer sie gräbt und je mehr Schichten sie abträgt, desto mehr Fragen drängen sich auf. Was etwa hat es mit dem Mann auf sich, der in der Nähe der Fabrik aus einem Flugzeug fiel? Und was mit der Bankräuberin, deren Phantombild dem Gesicht der Nachtwächterin so täuschend ähnlich sieht?
Gianna Molinari © Christoph Oeschger Gianna Molinari studierte von 2009 bis 2012 Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und im Anschluss Neuere Deutsche Literatur an der Universität Lausanne. Derzeit lebt sie in Zürich, wo sie die Kunstaktionsgruppe Literatur für das, was passiert mitbegründete. Für dieses Projekt erhielt sie 2016 eine Anerkennungsgabe der Stadt Zürich. 
2017 las sie beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb den Text Loses Mappe und erhielt den 3sat-Preis.
2018 war sie mit ihrem Romandebüt Hier ist noch alles möglich für die Longlist des Deutschen Buchpreises und für den Schweizer Buchpreis nominiert und erhielt den Robert Walser-Preis.

GEISTERGESCHICHTE
Die Geistergeschichten unserer Zeit drehen sich um das Fremd- und Unsichtbarwerden von Menschen in ihrem Umfeld, ihrem Alltag. Genau darum geht es in Laura Freudenthalers neuem Roman. Leise nähert sie sich Anne und Thomas. Nach zwanzig Jahren in der gemeinsamen Wohnung vermutet Anne, dass Thomas eine Affäre hat. Er wird zunehmend abwesender, während das »Mädchen«, wie Anne die Unbekannte nennt, als huschender, wispernder Geist in der Wohnung auftaucht. Das allzu vertraut Gewordene beginnt sich zu verwandeln, und wir folgen Anne beklemmend nah in den Zustand einer Verstörung.
Laura Freudenthaler © Marianne Andrea Borowiec Laura Freudenthaler, geboren 1984 in Salzburg.
Studium der Germanistik, Philosophie und Gender Studies, lebt in Wien. Die Erzählungen Der Schädel von Madeleine. Paargeschichten erschienen 2014.
Für ihren ersten Roman Die Königin schweigt erhielt sie den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis 2018 und der Roman wurde als bester deutschsprachiger Debütroman beim Festival du premier Roman 2018 in Chambéry ausgezeichnet.




 

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