Film Claude Lanzmann: SHOAH

Shoa (c) Criterion

Mo, 27.01.2020

Goethe-Institut Chicago

150 North Michigan Avenue
Suite 200
Chicago, lL 60601

Worldwide Screening

Das internationale literaturfestival berlin [ilb] ruft Individuen, Schulen, Universitäten, Medien und kulturelle Institutionen zu einer weltweiten Filmvorführung von »SHOAH« von Claude Lanzmann am 27. Januar 2020 auf. In dem 9½-stündigen Film kommen überlebende Opfer wie Täter der systematisch betriebenen Vernichtung der Juden durch das Deutsche Reich zu Wort. Lanzmann arbeitete an dem Film elf Jahre, 1974-1985. Die Berlinale verlieh dem Regisseur 2013 den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk.
Der 27. Januar, Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, wurde 2005 von den Vereinten Nationen eingeführt, um dem Holocaust und der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 zu gedenken. Bei dem Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau handelte es sich um das größte deutsche Vernichtungslager während des Nationalsozialismus. Etwa 1,1 Millionen Menschen wurden hier ermordet. Insgesamt fielen über 5,6 Millionen Menschen dem Holocaust zum Opfer.

Sieben Goethe-Institute in der Region Nordamerika – Boston, Chicago, Los Angeles, Montreal, New York, San Francisco und Washington – nehmen an der gemeinsamen Begehung dieses Jahrestags teil.

​In dem 9½-stündigen Film kommen überlebende Opfer wie Täter der systematisch betriebenen Vernichtung der Juden und anderen verfolgten Gruppen durch das Deutsche Reich zu Wort. Lanzmann, ein französischer Regisseur, arbeitete an dem Film elf Jahre, 1974-1985. Die Berlinale verlieh dem Regisseur 2013 den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk. Sein Film gilt als »epochales Meisterwerk der Erinnerungskultur«. Aus welchen bizarren Gründen auch immer wurde er in Deutschland im Erscheinungsjahr 1985 nur in den Dritten Programmen gezeigt, die jüngeren Generationen kennen ihn kaum noch. Diese weltweite Filmvorführung erinnert an 75 Jahre seit der Befreiung, 35 Jahre seit der Veröffentlichung des Films und 15 Jahre des Internationalen Holocaust Remembrance Day.

Eine vollständige Liste der Teilnehmenden auf der ganzen Welt befindet sich unter: https://www.literaturfestival.com/ .

​​Claude Lanzmann (1925-2018) war einer der großen französischen Filmemacher und Intellektuellen:  Widerstandskämpfer im 2. Weltkrieg, Dozent an der FU Berlin Ende der 40er Jahre, Anfang der 50er Jahre Mitarbeiter (und später Herausgeber) der von Jean-Paul Sartre gegründeten Zeitschrift Les temps modernes, Teilnehmer des Widerstands gegen den Algerienkrieg – dies sind nur einige der wichtigen Stationen seines Lebens bevor er sich dann, zu Beginn der 70er Jahre, dem Dokumentarfilm zuwandte. Seine Autobiografie „Der patagonische Hase“ (2010) verdichtet dieses Leben einzigartig.

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