Filmvorführung GERMAN CINEMA NOW! Ulrike Ottingers „Madame X: Eine Absolute Herrscherin“ [ONLINE]

Standbild „Madame X: Eine Absolute Herrscherin“ © WMM

Mi, 27.05.2020

Online

Vorführung eines einzigartigen Films aus der Frauenperspektive. Für Fans des Avantgarde Films!

Die monatliche Goethe Pop Up Filmreihe GERMAN CINEMA NOW! fördert künstlerische Arbeiten, die die Vielfalt von Stimmen und Erfahrungen erweitern und öffentliche Dialoge anregen. Die Filmaufführungen finden in Partnerschaft mit dem Northwest Film Forum statt.
 
Diesen Monat findet die Filmaufführung online statt. Wir bitten um Registrierung. Die Bezahlung erfolgt auf Basis von „Pay what you can“. Alle Erlöse dienen dem Northwest Film Forum bei der Umstellung auf eine virtuelle Plattform.


Im Mai feiern wir die Gewinnerin der diesjährigen Berlinale Kamera, Ulrike Ottinger. Seit den 1970ern gehört Ottinger zu den wichtigsten Filmemacher*innen in Deutschland und gilt als Grande Dame des deutschen Avantgarde-Films. Ihre Werke folgen ihrer abenteuerlichen Neugier und schaffen einzigartige poetische Bilder.
 
Über den Film:

Deutschland | 1977 | 141 Min.
 
Madame X: Eine Absolute Herrscherin ist Ulrike Ottingers erster Spielfilm aus dem Jahr 1977 und wird selten gezeigt. Er war eine Koproduktion mit dem ZDF und wurde als Sensation gefeiert. Er veranlasste aber auch erhebliche Kontroversen. Im Film geht es um die berüchtigte Piratenkönigin Madame X, die eine vom Alltag gelangweilte Gruppe von Frauen ausfindig macht. Diese sollen sich ihr auf ihrem Schiff Orlanda anschließen. Die postmoderne Suche der Frauen nach Selbstwandel steuert dabei Konflikten und Zerstörung an und platziert sie gegen Rituale der Außenwelt. Dabei werden konventionelles Erzählen und Realismus, sowie die traditionell-männliche Geschichte vom Piraten zerrüttet. Dieses höchst ästhetisierte Abenteuer über Liebe, Tod und Utopie lädt die Zuschauer*innen zu einer beispiellosen Reise ein, die das Marginale, das am Rand-liegende zelebriert. 
 
Über die Filmemacherin:
 
Die in Konstanz geborene Ulrike Ottinger ist eine deutsche Künstlerin, deren Arbeiten nicht nur Film, sondern auch Theaterregie, Malerei und Fotografie umfasst. Ihre künstlerischen Werke wurden bei der Biennale di Venezia, der documenta und der Berliner Biennale gezeigt.
 
Ottingers Filme umfassen 25 Kurzfilme, Dokumentationen und Spielfilme. Dazu gehören zum Beispiel ihr erster Film von 1972-73, Laoccon & Söhne, mit Tabea Blumenschein, und ihre Berlin Trilogie Bildnis einer Trinkerin (1979), Freak Orlando (1981) und Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse (1984). Eine Reihe längerer Dokumentarfilme folgten während ihrer Reise durch Asien. Einer ihrer neusten Filme ist ein 12-stündiger ethnografischer Dokumentarfilm, Chamissos Schatten (2016), der ihr wie viele ihrer Filme eine Einladung zur Berlinale, aber auch zu vielen Filmfestivals außerhalb Deutschlands verschaffte. Dazu kommen zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem von der Cinémathèque Française in Paris und dem Museum of Modern Art in New York. Namenswerte Auszeichnungen sind der Special Teddy, der internationale Preis für Filme mit LGBTQ+ Themen, und der Preis der Deutschen Filmkritik. 2011 erhielt sie für ihr herausragendes Lebenswerk den Hannah Höch Preis der Stadt Berlin.

HINWEIS: Dieser Film ist nur während des sechsstündigen Zeitfensters am 27. Mai von 16-22 Uhr (Pacific Time) abrufbar. Die Registrierung endet eine Stunde vor Beginn dieses Zeitfensters.

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