Autor*innengespräch Queere Literatur: Olivia Wenzel und Sarah Schulman

Links: Olivia Wenzel, Rechts: Sarah Schulman Links: Olivia Wenzel © Juliane Werner | Rechts: Sarah Schulman @ Drew Stevens

Mi, 30.09.2020

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Das Goethe Pop Up Kansas City präsentiert zusammen mit dem Goethe-Institut Boston Queere Literatur aus Deutschland und den USA. In der zweiten Veranstaltung treffen die Berliner Nachwuchsautorin Olivia Wenzel und die langjährige Aktivistin und Schriftstellerin Sarah Schulman aus New York zu einer Lesung mit anschließendem Gespräch aufeinander. Die virtuelle Veranstaltung wird von Dr. Robert D. Tobin moderiert.

Diese Veranstaltung ist Teil des Projekts Queer as German Folk, das den aktuellen Stand des Diskurses zur queeren Bewegungsgeschichte in Deutschland und in den USA für eine weltweite Öffentlichkeit zugänglich macht. Die digital modifizierte Version der Ausstellung Queer as German Folk und das Rahmenprogramm werden vom Goethe-Institut und den Goethe Pop Ups in Nordamerika in Kooperation mit dem Schwulen Museum Berlin (SMU) präsentiert.

Buchumschlag „1000 Serpentinen der Angst“ © S. Fischer Verlage Olivia Wenzel wurde 1985 in Weimar in der ehemaligen DDR geboren. Sie ist Autorin, Dramaturgin, Musikerin und Performerin. Sie schreibt Theatertexte und Prosa, und machte zuletzt Musik als Otis Foulie. Wenzels Stücke wurden u.a. an den Münchner Kammerspielen, am Hamburger Thalia Theater, am Deutschen Theater Berlin und am Ballhaus Naunynstrasse aufgeführt. Neben dem Schreiben arbeitet sie in Workshops mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In der freien Theaterszene kollaboriert sie als Performerin mit Kollektiven wie vorschlag:hammer. In ihrem ersten Roman 1000 Serpentinen Angst schreibt sie über Herkunft und Verlust, Lebensfreude und Einsamkeit sowie über die Rollen, die einem von der Gesellschaft zugewiesen werden. Wenzel studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. Sie wurde mit dem Literaturpreis der Stadt Fulda 2020 ausgezeichnet.

Buchumschlag „The Cosmopolitans“ © The Feminist Press Sarah Schulman, 1958 in New York City geboren, ist Schriftstellerin, Dramaturgin, Drehbuchautorin, Sachbuchautorin und AIDS-Historikerin. Zu Schulmans Werken gehören unter anderem The Cosmopolitans, Israel/Palestine and the Queer International, Ties That Bind: Familial Homophobia and Its Consequences, und My American History: Lesbian and Gay Life During the Reagan/Bush Years. Ihr 20. Buch Let The Record Show: A Political History of ACT UP, New York 1987-1993 wird im Mai 2021 veröffentlicht. Schulman ist Preisträgerin des Guggenheim Fellowships in Playwrighting und wurde mit einem Fulbright Award in Judaic Studies ausgezeichnet. 2009 erhielt Schulman den Kessler Award “For Sustained Contribution to LGBT Studies”. Schulman ist Distinguished Professor of the Humanities an der City University of New York.

Dr. Robert D. Tobin ist Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft (Schwerpunkt Germanistik) an der Clark University in Worcester, Massachusetts, wo er den J. Leir Chair in Language, Literature, and Culture bekleidet. Zu seinen Fachgebieten gehören LGBTIQ+ Studies, Queer Theory, Gender Studies, Menschenrechte und deutsche und europäische Kulturwissenschaften.

Die Veranstaltung findet am 30. September um 14:00 Uhr PST auf Zoom statt. Eine Anmeldung ist erforderlich. 
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