Lesegruppe Online Buchklub: „Berlin“

Buchklub: „Berlin“ © Goethe Pop Up Seattle

Do, 21.10.2021

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Der Buchklub ist kostenlos und offen für alle Interessierten. Die jeweiligen Bücher müssen von den Teilnehmenden vorab eigenständig angeschafft werden. Es wird erwartet, dass die ausgewählten Titel vor dem Treffen gelesen werden, damit alle an der Diskussionsrunde teilnehmen können.
 
Lesen Sie die Auswahl für den Monat Oktober entweder auf Deutsch oder Englisch. Die Diskussion verläuft auf Englisch.
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Über den Roman:
 
Buchumschlag: Berlin © Drawn and Quarterly In den letzten zwei Jahrzehnten hat Jason Lutes im Stillen eines der Meisterwerke des goldenen Zeitalters der Graphic Novels geschaffen. Berlin ist einer der Höhepunkte des Mediums: reich an gut recherchierten historischen Details, mitfühlend in seinen Charakterstudien und so aktuell wie eh und je in seiner Darstellung einer Gesellschaft, die langsam aus dem Würgegriff des Faschismus erwacht.
 
Berlin ist ein komplizierter Blick auf den Untergang der Weimarer Republik durch die Augen ihrer Bürger: Marthe Müller, eine junge Frau, die der Erinnerung an ihren im Ersten Weltkrieg gefallenen Bruder entflieht, Kurt Severing, ein idealistischer Journalist, der den Glauben an das gedruckte Wort verliert, als Faschismus und Extremismus um sich greifen; die Brauns, eine Familie, die von Armut und Politik zerrissen wird. Lutes verwebt das Leben dieser Figuren mit dem größeren Gefüge einer Stadt, die langsam auseinanderbricht.
 
Die Stadt selbst ist der zentrale Protagonist in dieser historischen Fiktion. Prunkvolle Salons, bröckelnde Bürgersteige, staubige Dachböden und Bahnhöfe: All diese Orte werden durch Lutes' meisterhafte Hand lebendig. Das Weimarer Berlin war die Weltmetropole, in der Intellektualität, Kreativität und sinnlich-liberale Werte blühten, und Lutes zeichnet ihren tragischen, unausweichlichen Niedergang nach.
 
Über den Autor:
 
Jason Lutes wurde 1967 in New Jersey geboren und schloss 1991 sein Studium an der Rhode Island School of Design mit einem BFA in Illustration ab. Nach seinem Abschluss zog er nach Seattle, wo er mehrere Jahre als Tellerwäscher und Assistent des Art Directors bei Fantagraphics Books arbeitete. Sein großer Durchbruch kam 1993, als er begann, eine wöchentliche Comicseite namens „Jar of Fools“ für The Stranger, Seattles alternative Zeitung, zu zeichnen. Bis 1995 wurde er Art Director der Zeitung, und 1996 verließ er The Stranger und machte den Sprung zum Vollzeit-Comiczeichner.
 
Derzeit lebt Lutes mit seiner Partnerin und zwei Kindern in Vermont, wo er am Center for Cartoon Studies Comics unterrichtet.
 
Berlin wurde von zahlreichen Organisationen und Publikationen, darunter The Washington Post, The Guardian, The New York Times und die New York Public Library, als eines der besten Bücher des Jahres 2018 gefeiert und ausgewählt.
 
 

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