Film / Diskussion Worlds of Homelessness:
Long Story Short

LONG STORY SHORT © Image courtesy Icarus Films

Mi, 23.10.2019

16:00

NAVEL LA

Präsentiert im Kontext WORLDS OF HOMELESSNESS: 2. Tag

USA, 2016, 45 Minuten, auf Englisch
Regie/Produktion/Schnitt: Natalie Bookchin, Sound Designer: Michael Kowalski. 
 

In dem bewegenden und eindringlichen Film LONG STORY SHORT (Lange Rede, kurzer Sinn) berichten mehr als hundert Menschen in Obdachlosenunterkünften, karitativen Essensausgaben, Alphabetisierungsprogrammen für Erwachsene und Berufsausbildungszentren in Los Angeles und der Bay Area im nördlichen Teil Kaliforniens über ihre Erfahrungen mit Armut: warum sie arm sind, wie sich das anfühlt und was man ihrer Meinung nach gegen die derzeitige Armut und Arbeitslosigkeit in den USA unternehmen sollte. Eine Collage aus zahlreichen Interviews setzt sich zu einem vielstimmigen Bericht von Betroffenen über Armut in den Vereinigten Staaten zusammen.         
                                                    
Natalie Bookchin ist Künstlerin und Stipendiatin der MacArthur Foundation, deren Werke am Centre Pompidou, am Whitney Museum und an der Tate ausgestellt wurden. Mit diesem Film will sie Obdach- und Besitzlosen eine Stimme verleihen. Obwohl die von Bookchin an verschiedenen Orten gefilmten Protagonist*innen auf der Leinwand in ihren eigenen visuellen Räumen gezeigt werden, um die Isoliertheit ihrer Erlebniswelten widerzuspiegeln, fließen Worte zwischen ihnen wie Töne eines Musikensembles. Menschen aus den Vereinigten Staaten, die selten zur Kenntnis genommen oder gehört werden, treten in diesem Film erstmals zusammen in Erscheinung und bilden eine virtuelle Gemeinschaft.

(Quelle: Icarus Films)

 


Natalie Bookchin ergründet in ihren Werken einige der weitreichenden Konsequenzen des Digitalen auf eine Reihe von Bereichen, wie Ästhetik, Arbeit, Freizeit und politische Sprache. Ihre Medienkunst findet nationale und internationale Anerkennung und wird weithin ausgestellt und gezeigt, wie am Los Angeles County Museum of Art, dem MoMA PS1, dem Massachusetts Museum of Contemporary Art, dem Walker Art Center, dem Centre Pompidou, dem Museum of Contemporary Art Los Angeles, dem Whitney Museum, der Tate und der Creative Time. Von 1998 bis 2015 war Bookchin sieben Jahre lang Direktorin und Ko-Direktorin des Photography & Media Program am California Institute of Arts in Los Angeles. Derzeit lebt sie in Brooklyn und ist außerordentliche Lehrstuhlinhaberin und außerordentliche Professorin für Medien am Art & Design Department der Mason Gross School of the Arts an der Rutgers University.
 

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