Filmstream Wanuri Kahiu „Rafiki“

Rafiki © Salzgeber/Film Movement

Fr, 14.08.2020 -
So, 16.08.2020

Online

Eine Geschichte einer Romanze zwischen zwei jungen Frauen inmitten von Familie und politischem Druck um LGBT-Rechte in Kenia.

Goethe Pop Up Seattle präsentiert in Zusammenarbeit mit Three Dollar Bill CinemaGay City und Northwest Film Forum Queer Cinema aus Deutschland, eine virtuelle Filmreihe, die als Einführung in die Vielfalt zeitgenössischer LGBTIQ+ Filme dient.

Diese Filmreihe ist Teil des Projekts Queer as German Folk, das den aktuellen Stand des Diskurses zur queeren Bewegungsgeschichte in Deutschland und in den USA für eine weltweite Öffentlichkeit zugänglich macht. Die digital modifizierte Version der Ausstellung Queer as German Folk und das Rahmenprogramm werden vom Goethe-Institut und den Goethe Pop Ups in Nordamerika in Kooperation mit dem Schwulen Museum Berlin (SMU) präsentiert.
 
Wir bitten um Registrierung vorab und ermutigen zu einer kleinen Spende. Der Erlös der Tickets unterstützt die Partnerinstitute. 

Über den Film: 
Kenia, Deutschland, Südafrika, Niederlande, Frankreich, Norwegen, Libanon | 2018 | 83 Minuten 

Rafiki platzt vor farbenfrohem Straßenstil und Musik der pulsierenden Jugendkultur Nairobis. Der Film erzählt die Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Frauen in einem Land, das Homosexualität immer noch kriminalisiert. Kena und Ziki wird seit langem gesagt, dass „gute kenianische Mädchen gute kenianische Ehefrauen werden" - aber sie sehnen sich nach etwas mehr. Trotz der politischen Rivalität zwischen ihren Familien ermutigen sich die Mädchen gegenseitig, ihre Träume in einer konservativen Gesellschaft zu verfolgen. Als die Liebe zwischen ihnen aufblüht, müssen Kena und Ziki zwischen Glück und Sicherheit wählen.

Rafiki, der in Kenia ursprünglich wegen seiner positiven Darstellung einer queeren Romanze verboten war, gewann einen bahnbrechenden Fall vor dem Obersten Gerichtshof, der die kenianische Anti-LGBT-Gesetzgebung zunichte machte. Auf der Grundlage der preisgekrönten Kurzgeschichte „Jambula Tree" (2008) der ugandischen Autorin Monica Arac de Nyeko erzählt Rafiki von einer afrikanischen Jugend, die sich entschlossen gegen Homophobie, religiöse Dogmen und die Strenge ihrer Eltern auflehnt. Ein mitreißender Film, der vor Freiheitsliebe und Lebensfreude in leuchtenden Farben strahlt.
 

Über die Filmemacherin: 

Wanuri Kahiu wurde 1980 in Nairobi geboren und gehört zu einer neuen Generation afrikanischen Geschichtenerzähler*innen. Sie ist Mitbegründerin des Mediennetzwerks AFROBUBBLEGUM, das mutige, unterhaltsame und progressive afrikanischen Kunst fördert und herstellt. 2008 stellte Kahiu ihren Debütfilm fertig, From a Whisper, der auf den wahren Begebenheiten der Bombardierungen der US-Botschaften in Nairobi und Dar es Salaam im Jahr 1998 basiert. Der Film war 2009 bei den Africa Movie Academy Awards in zwölf Kategorien nominiert und erhielt vier Preise, u.a. für den Besten Film und die Beste Regie. Kurz darauf drehte Kahiu eine Dokumentation über das Leben der Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, For Our Land (2009). Ihr Kurzfilm Pumzi, eine Science-Fiction-Geschichte, wurde von Focus Features, dem Goethe-Institut und der Changamoto-Stiftung in Kenia gefördert und 2010 in Sundance uraufgeführt. Im gleichen Jahr wurde er beim Cannes Independent Film Festival, dem Film Festival von Venedig und dem Carthage Film Festival ausgezeichnet. 

Kahiu wurde 2017 zum TED-Fellow und 2018 zur World Economic Forum Cultural Leader ernannt. Sie ist Autorin des Kinderbuchs The Wooden Camel (2017). Derzeit arbeitet sie an ihrem neuen Dokumentarfilm GER über einen aus dem Sudan stammenden, in New York lebenden jungen Mann, der nach 18 Jahren in sein Heimatland und zu seiner Familie zurückkehrt. Zudem bereitet Kahiu ihren neuen Spielfilm Rusties vor, der im Nairobi der nahen Zukunft angesiedelt ist. 

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