Filmvorführung Out in Ost-Berlin - Lesben und Schwule in der DDR

Out in Ost-Berlin - Lesben und Schwule in der DDR © Galeria Alaska Productions

11.04.19
19.00 Uhr

Goethe-Institut New York

30 Irving Place
New York, NY 10003

Im Gegensatz zur Bundesrepublik entkriminalisierte das Strafgesetzbuch der DDR Homosexualität schon 1968. Doch der Arbeiter- und Bauernstaat nahm seine schwulen und lesbischen Bürger/innen keineswegs mit offenen Armen auf. Vielmehr wurde ihre Sexualität zum Tabu und sie wurden aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit gedrängt. Die „verzauberte“ Kriegsgeneration fühlte sich in ihrem Streben nach unauffälliger Normalität provoziert von den Jüngeren, die sich outeten und offen Freiräume einforderten.

In diesem Dokumentarfilm von Jochen Hick und Andreas Strohfeld verdeutlichen dreizehn berührende Einzelschicksale die privaten und politischen Entwicklungen, die in der DDR zur Opposition gegen den Staatsapparat führten. Die Gründer der Ost-Berliner LGBT-Bewegung, die „Terrorlesben“ aus dem Prenzlauer Berg, kommunistische Schwule und Kirchengruppen – sie alle wollten eine Veränderung des Systems und hofften auf mehr Offenheit im Umgang mit ihrer Sexualität. Als die ersten die Ausreise beantragten, wurden sie zum Problem und „Stasi-Romeos“ umgarnten junge Schwule. Nachrichtenbilder aus dem Archiv und alte DDR-Wochenschauen illustrieren die historische Dimension dieser individuellen Schicksale.

Out in Ost-Berlin - Lesben und Schwule in der DDR
Deutschland 2013, 98 Minutes
Regie: Jochen Hick/Andreas Strohfeld

Diese Veranstaltung findet statt im Rahmen der Reihe „Queer as German Folk“, mit der das Goethe-Institut New York 2019 den 50. Jahrestag der Stonewall Riots als Meilenstein des Kampfes um Gendervielfalt und -gleichberechtigung begeht.

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