Virtuelle Filmvorführung STP-on-Demand: Keith A. Beauchamp „The Untold Story of Emmett Louis Till“

The Untold Story of Emmett Louis Till © Till Freedom Comes Production

Fr, 27.11.2020 -
So, 29.11.2020

Online

Gestaltung der Vergangenheit:  Wie wird die Vergangenheit durch Film interpretiert? 
 
Im Rahmen von STP-on-Demand präsentiert das Goethe Pop Up Kansas City den Dokumentarfilm The Untold Story of Emmett Louis Till (2005) von Keith Beauchamp.

 
Dieser Film wird vom Goethe Pop Up Kansas City in Vorbereitung auf die virtuelle Panel Diskussion „Versuch der Aussöhnung oder das Unbehagen der Erinnerung“ am 1. Dezember 2020 gezeigt. Die Diskussion kreist um zwei Erinnerungsorte, die zum Gedenken an die Opfer von Lynchmorden errichtet wurden: Emmett Till im Mississippi Delta und Levi Harrington in Kansas City.
 
Wie prägen rassistische Terrorakte der Vergangenheit und ihre Erinnerung daran in der Gegenwart unsere Gesellschaft? Der Film The Untold Story of Emmett Louis Till gibt Zuschauer*innen die Gelegenheit, vor der Panel Diskussion des Goethe Pop Up Kansas City mehr über das Leben und den grausamen Tod von Emmett Till zu erfahren. Es diskutieren: Patrick Weems, Shaping the Past Fellow und Leiter des Emmett Till Interpretive Center, Glenn North, Mitbegründer des Community Remembrance Project Missouri in Kansas City, das sich für die Erinnerung an Levi Harrington engagiert, sowie Susan Neiman, amerikanische Philosophin und Direktorin des Einstein Forums in Potsdam. Moderiert wird das Gespräch von Dave Tell, Co-Direktor am Institute for Digital Research in the Humanities (University of Kansas) und Autor des Buches Remembering Emmett Till (2019).

The Untold Story of Emmett Louis Till
USA, 2005, 70 Min.
Regie: Keith Beauchamp
Sprache: Englisch

Emmett Louis Till wurde 1941 geboren und 1955 brutal getötet. Mit nur 14 Jahren wurde der afroamerikanische Junge in Mississippi ermordet, nachdem er beschuldigt worden war, eine weiße Frau im Laden ihrer Familie angepfiffen zu haben.Till wurde von ein paar weißen Männern angegriffen und getötet, die später freigesprochen wurden. Dieses ungerechte Verhalten des Gerichts zog viel negative Aufmerksamkeit auf sich und unterstrich die Notwendigkeit, die rassistische Verfolgung afroamerikanischer Menschen zu beenden. Emmett Till wurde zu einer Ikone und zu einem Vertreter des Kampfes für die Bürgerrechtsbewegung, wenn auch nach seinem Tod.

Tills Geschichte wurde in der Kultur oft in Büchern, Musik oder Dokumentarfilmen illustriert. Aber nichts lässt sich mit Keith Beauchamps Werk vergleichen. Beauchamp nahm sich die Zeit, einen interessanten Dokumentarfilm zu schaffen. Während die Geschichte von Emmett Till in der ganzen Welt bekannt war, hat Beauchamp dieses ganze Unterfangen auf eine neue Ebene gebracht. Es gelang ihm, mit Verwandten oder Zeugen in Kontakt zu treten, und er erhielt Zeugenaussagen, die noch nie zuvor gesehen wurden. Der Film entstand als Dokumentarfilm und soll das grausame Profil der USA in Bezug auf die damalige Mentalität unterstreichen.
 


Über den Filmemacher
Keith Beauchamp studierte Strafjustiz an der Southern University in Baton Rouge, Louisiana. 1999 gründete Beauchamp Till Freedom Come Productions, ein Unternehmen, das sich gesellschaftlich bedeutsamen Projekten widmet, die sowohl lehren als auch unterhalten können. Er hat die letzten zweiundzwanzig Jahre seines Lebens damit verbracht, die Geschichte von Emmett Till zu erzählen. Er ist ausgiebig zwischen New York, Chicago und Mississippi gereist, um den historischen Mord zu untersuchen. Während seiner Reise befreundete er Mamie Till Mobley, die Mutter von Emmett Till.

Beauchamp ist derzeit der ausführende Produzent und Moderator der Crime Reality-Serie von Investigation Discovery, The Injustice Files, und der Produzent des kommenden Spielfilms Till. Er ist auch ein häufiger Dozent an Colleges und Universitäten in den USA.
 
Bitte melden Sie sich an, um Zugang zu dem Film zu erhalten. Der Link und das Passwort werden durch Eventbrite am Freitag, 27. November, um 19:00 Uhr CST verschickt. Der Film wird bis zum 29. November um 19:00 Uhr CST zur Verfügung stehen.
Zur Reservierung
 
Diese virtuelle Vorführung ist Teil des Filmprogramms STP-on-Demand, kuratiert von den Kolleg*innen der Goethe-Institute und Goethe Pop Ups in Nordamerika. Gestaltung der Vergangenheit (Shaping the Past) ist eine Kooperation des Goethe-Instituts, des Monument Lab und der Bundeszentrale für politische Bildung. Das Projekt knüpft an die aktivistische und künstlerische Arbeit lokaler, nationaler und länderübergreifender Bewegungen zur Reflexion von Erinnerungskultur an und diskutiert neue Perspektiven auf Formen des Erinnerns.

 

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