Installation Installation: There Are Black People in the Future

There Are Black People in the Future © EG Schempf

Do, 10.09.2020 -
So, 31.01.2021

Goethe Pop Up Kansas City

Goethe in the Crossroads
1914 Main Street
64108 Kansas City, MO

Ein Projekt im Rahmen von "Gestaltung der Vergangenheit"

Eine Installation von Izsys Archer, Jessica Ayala, Arianna Bonner, Mona Cliff, José Faus, Sheri Purpose Hall, Glyneisha Johnson, Jada Patterson, Harold Smith und Alisha B. Wormsley.

There Are Black People in the Future ist ein afrofuturistisches, interdisziplinäres Gesamtkunstwerk aus Videos, Drucken, Collagen, Skulpturen und Werbetafeln, das die aus Pittsburgh stammende Künstlerin Alisha B. Wormsley 2012 begann. 2018 wurde der Text von Stadtentwickler*innen ohne Zustimmung der Künstlerin von einem Billboard in einem gentrifizierten Viertel von Pittsburgh entfernt, was Proteste zur Folge hatte. Für die Künstlerin machte das den Satz zu einer Bewegung. Sie forderte die Öffentlichkeit dazu auf, mit diesen Worten für eine Verbesserung ihrer Lebensrealität einzutreten.

Zusammen mit dem Goethe Pop Up Kansas City hat Wormsley Künstler*innen aus Kansas City zur Zusammenarbeit eingeladen. Die beteiligten Künstler*innen haben durch Wort und Bild auf ein Billboard mit der Aufschrift ”There Are Black People in the Future” reagiert, das seit September 2020 in den Crossroads zu sehen ist (Broadway und Pershing). Die entstandenen künstlerischen Ausdrucksformen wurden im Oktober an der gesamten Fensterfront des Goethe Pop Ups installiert (1914 Main Street) und sind bis zum 31. Januar 2021 öffentlich zu sehen.

There Are Black People in the Future © Taylor Hazley Wir möchten Sie herzlich dazu einladen, das Künstler*innengespräch zwischen den beteiligten Künstler*innen auf Vimeo anzuschauen, das am 18. Oktober 2020 stattgefunden hat. 

Alisha Wormsley © Alisha Wormsley Über Alisha B. Wormsley  

Alisha B. Wormsley ist interdisziplinäre Künstlerin und Kulturproduzentin. Ihre Arbeit kreist um das kollektive Gedächtnis und die Synchronizität der Zeit, insbesondere im Hinblick auf Geschichten von Women of Color. 

Wormsleys Projekt There Are Black People in the Future wurde von afro-futuristischen Künstler*innen und Schriftsteller*innen inspiriert, die Schwarze Menschen dazu ermutigten, ihren Platz in der Gesellschaft einzufordern. Durch die Inschrift und den Ausdruck der Worte „There Are Black People in the Future“ weist das Projekt auf systematische Unterdrückung Schwarzer Gemeinschaften in Zeit und Raum hin. 2018 platzierte Wormsley diese Worte auf einem Billboard in East Liberty, einer Nachbarschaft im Osten Pittsburghs. Als die Stadt das Billboard entfernte, gab es Proteste. Seitdem wurde das Billboard an verschiedenen Orten der Welt repliziert.

Wormsleys Arbeit wurde mit einer Reihe von Auszeichnungen und Stipendien geehrt und unterstützt.  Dazu zählen das Projekt The People Are The Light (Teil der Hillman Photography Initiative), die Film- und Performancereihe afronaut(a), das Film- und Videoarchiv Children of NAN sowie das Projekt There Are Black People in the Future, und ihr Stipendium bei der Homewood Artist Residency. Ihre Projekte und Werke wurden im Andy Warhol Museum, auf der Octavia-Butler-Konferenz der Spelman University, im Carnegie Museum of Art, auf der ArtUp in Johannesburg (Südafrika), im Kunstzentrum Studio XX in Montreal, im Project Row House, in der Art League Houston, in der Rush Art Gallery in New York, im Charles Wright Museum in Detroit und in der Mattress Factory in Pittsburgh ausgestellt. In den letzten Jahren schuf Wormsley mehrere Kunstwerke im öffentlichen Raum. Dazu zählt Streaming Space, eine etwa siebeneinhalb Meter hohe Pyramide mit Video- und Klanginstallationen auf dem Market Square von Pittsburgh und AWxAW, eine interaktive Multimedia-Installation und ein Filmprojekt am Andy Warhol Museum.

Wormsley hat einen MFA in Film und Videokunst vom Bard College und erhielt das Postdoktoranden-Forschungsstipendium für Kunst an der Carnegie Mellon University.  
 
Gestaltung der Vergangenheit ist eine Kooperation des Goethe-Instiuts, des Monument Lab und der Bundeszentrale für politische Bildung. Das Projekt knüpft an die aktivistische und künstlerische Arbeit lokaler, nationaler und länderübergreifender Bewegungen zu Reflexion von Erinnerungskultur an und diskutiert neue Perspektiven auf Formen des Erinnerns.

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