Virtueller Dialog Counter-Memories: ​Mischa Kuball & Paul Holdengräber | Stommeln

Counter Memories Key visual (gold) © Goethe-Institut

Mo, 07.12.2020 -
So, 31.10.2021

Online

Die Dialogserie Counter-Memories setzt sich mit einer Reihe von internationalen Denkmälern und Erinnerungsorten auseinander, deren symbolische Bedeutung viel über unser Verhältnis zur Geschichte verrät. Die Goethe-Institute in Nordamerika, das Goethe Pop Up Kansas City, das Thomas Mann House und die Onassis Foundation LA bringen Künstler*Innen, Aktivist*Innen und Intellektuelle in virtuellen Gesprächen zum Thema Erinnerungskultur zusammen, die in Videoclips um historische Zeugnisse, Bilder und Videos ergänzt. 
 
Sehen Sie die Stommeln-Episode über die Synagoge in Stommeln hier.  
 


Über den Erinnerungsort
 
Die Synagoge in Stommeln ist eine der wenigen Orte jüdischen Lebens in Deutschland, die während der Pogrome von 1938 nicht zerstört wurden. Um eine neue Wahrnehmung und Aufmerksamkeit für diesen Ort in der Bevölkerung zu schaffen, beleuchtete der Konzeptkünstler und Professor für Public Art Mischa Kuball die Synagoge über einen Zeitraum von acht Wochen. Das Gebäude erhellte so die Umgebung wie eine Lichtskulptur und wurde so zu einem weithin sichtbaren Symbol. Kuball nimmt uns mit in die Synagoge in Stommeln bei Köln und erzählt die fast vergessene Geschichte dieses besonderen Ortes. Im Gespräch mit Interviewer und Kurator Paul Holdengräber gibt Kuball Einblicke in künstlerische Projekte in Stommeln, am Jüdischen Museum in Berlin und in Katowice, Polen. 

Über die Sprecher
 
Mischa Kuball, Konzeptkünstler, arbeitet seit 1977 im öffentlichen und institutionellen Raum. Mit Hilfe des Mediums Licht erforscht er architektonische Räume und deren soziale und politische Diskurse. Er reflektiert die unterschiedlichen Fassetten, von kulturellen Sozialstrukturen bis hin zu architektonischen Eingriffen, die den Wahrzeichencharakter und den architekturgeschichtlichen Kontext betonen oder neu kodieren. In politisch motivierten und partizipatorischen Projekten verschränken sich öffentlicher und privater Raum. Es wird eine Kommunikation zwischen den Teilnehmern, dem Künstler, dem Werk und dem urbanen Raum ermöglicht. Seit 2007 ist Mischa Kuball Professor für public art an der Kunsthochschule für Medien, Köln, 2006-2008 Professor für Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung/ZKM, Karlsruhe und seit 2015 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Künste NRW, Düsseldorf. Im Januar 2016 wurde er mit dem Deutschen Lichtkunstpreis ausgezeichnet.

Paul Holdengräber ist Interviewer und Kurator. Er ist der Direktor von Onassis Los Angeles (OLA). 14 Jahre lang war er Gründer und Direktor von LIVE, der New York Public Library aus der NYPL-Kulturreihe, wo er über 600 Veranstaltungen interviewte und moderierte und Gespräche führte mit Persönlichkeiten von Patti Smith bis Zadie Smith, Ricky Jay bis Jay-Z, Errol Morris bis Jan Morris, Wes Anderson bis Helen Mirren, Werner Herzog bis Mike Tyson. Vor seiner Zeit in der New York Public Library war Holdengräber Gründer und Direktor des Institute for Art & Cultures am Los Angeles County Museum of Art und Fellow am Getty Research Institute in Los Angeles. Er ist der Gastgeber der laufenden Serie „The Quarantine Tapes“.

 
Counter-Memories ist eine Kooperation zwischen den Goethe-Instituten Nordamerika, der Onassis Foundation Los Angeles und dem Thomas Mann House in Zusammenarbeit mit dem Projekt Gestaltung der Vergangenheit

 

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