Ausstellung Queer As German Folk

Abschlussdemonstration des Pfingsttreffens der Homosexuellen Aktion-West Foto: Rüdiger Trautsch, SMU Berlin

Sa, 15.06.2019 -
Do, 26.09.2019

James C. Hormel LGBTQIA Center, Main Library

100 Larkin Street
San Francisco, CA 94102

A Transatlantic Commemoration of the Stonewall Riots

Queer as German Folk nimmt das 50-jährige Jubiläum der Stonewall Riots in New York zum Anlass, den aktuellen Diskurs zur Queer-Emanzipation vor dem Hintergrund des vergangenen halben Jahrhunderts zu skizzieren und zu hinterfragen.

Die Ausstellungsteile zur deutschen Emanzipationsbewegung wurden von Birgit Bosold und Carina Klugbauer vom Schwulen Museum Berlin kuratiert. Diese Komponenten konzentrieren sich einerseits auf die engen und vitalen Wechselwirkungen zwischen der deutschen und der US-amerikanischen Bewegung. Andererseits wird der Kritik an der als illegitim wahrgenommenen Aneignung zentraler Momente queerer Geschichte durch einen Mainstream Rechnung getragen. Hierüber stellt die Ausstellung einen Versuch dar, ein historisch vollständigeres Bild zu zeichnen, was auch bedeutet, die Entwicklung der homosexuellen Emanzipationsbewegung in der DDR miteinzubeziehen. Obgleich markante Meilensteine der deutsch-amerikanischen Regenbogenfreundschaft bekannt sein mögen, werden gezielt marginalisierte und bisher wenig erforschte und entsprechend unterrepräsentierte Traditionen erschlossen. Den lokalen Teil der Ausstellung kuratiert Jim Van Buskirk.

Die Entwicklung der Szenografie übernimmt die Berliner Agentur chezweitz, die bereits an der Ausstellung „Homosexualität_en“ des Deutschen Historischen Museums und des Schwulen Museums beteiligt war.

Ein Begleitbuch zur Ausstellung liegt in deutscher, englischer, spanischer und französischer Sprache vor.

In Kooperation mit dem James C. Hormel LGBTQIA Center und der San Francisco Public Library.

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Ausstellungskuration

Birgit Bosold ist seit 2006 (erstes weibliches) Vorstandsmitglied des Schwulen Museums. Sie war Projektleiterin und Co-Kuratorin der Ausstellung „Homosexualität_en“, die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Museum vom Schwulen Museum initiiert wurde. Zuletzt war sie gemeinsam mit Vera Hofmann 2018 Projektleiterin für das „Jahr der Frau_en“ – einem queer-feministischen Jahresprogramm des Schwulen Museums. In diesem Kontext kuratierte sie zusammen mit Carina Klugbauer die Überblicksausstellung „Lesbian Vision“ mit mehr als 30 Positionen von queeren Künstler_Innen der letzten 100 Jahre.

Carina Klugbauer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Schwulen Museum Berlin. 2017 unterstützte sie die Kuration der Wanderausstellung „Unverschämt“ für das Hessische Ministerium für Soziales und Integration im Rahmen des Forschungsprojekts zur Verfolgung und Diskriminierung lesbischer Frauen und schwuler Männer in Hessen zwischen 1945-1985. Im Jahr 2018 kuratierte sie zusammen mit Birgit Bosold die queere Kunstausstellung „Lesbisches Sehen“ für das Jahresprogramm „Jahr der Frau_en“. Sie betreute die museumspädagogischen Programme im Schulen Museum und konzipierte den Jugendworkshop „Magnus, Lili und Rosa“, um LGBTIQ*- Geschichte zu vermitteln und das Bewusstsein für sexuelle und geschlechterspezifische Vielfalt zu schärfen.

Jim Van Buskirk war zwischen 1992 und 2007 Gründer und Programmmanager des James C. Hormel LGBTQIA Centers der San Francisco Public Library. Derzeit arbeitet er als Schriftsteller, Herausgeber, Redner, Ausstellungskurator und in der Betreuung von Sammlungen. Seine Aufsätze erschienen bereits in zahlreichen Büchern, Zeitungen, Magazinen, auf unterschiedlichen Webseiten und in Form von Rundfunksendungen. Darüber hinaus gestaltet und organisiert Van Burskirk Rahmenprogramme zu Filmen, Queer-Geschichte und weiteren Themen. Zusammen mit Susan Stryker ist er Mitverfasser des Buches Gay by the Bay: A History of Queer Culture in San Francisco Bay Area und mit Katherine V. Forrest Mitherausgeber von Love, Castro Street: Reflections of San Francsico.
Mehr Informationen finden Sie unter www.jimvanbuskirk.com.

Diese Veranstaltung findet statt im Rahmen der Reihe Queer as German Folk, mit der das Goethe-Institut New York 2019 den 50. Jahrestag der Stonewall Riots als Meilenstein des Kampfes um Gendervielfalt und -gleichberechtigung begeht.

Queer as German Folk ist ein Projekt der Goethe-Institute in Nordamerika in Zusammenarbeit mit dem Schwulen Museum, Berlin, und der Bundeszentrale für politische Bildung.

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