Virtuelle Filmvorführung GdV-on-Demand: Black Deutschland (2006), Regie: Oliver Hardt

Black Deutschland © Signature Films

Fr, 20.11.2020 -
So, 22.11.2020

19:00 Uhr - 19:00 Uhr

Präsentiert vom Goethe Pop Up Houston & vom Goethe Pop Up Kansas City

Die Goethe-Institute und die Goethe Pop Ups in Nordamerika präsentieren eine virtuelle Vorführung von dem Dokumentarfilm Black Deutschland (2006), Regie: Oliver Hardt.

Diese Vorführung gehört zum Filmprogramm STP-on-Demand. Bitte melden Sie sich an, um Zugang zu dem Film zu erhalten. Der Link und das Passwort werden durch Eventbrite am Freitag, 20. November, um 19:00 Uhr CST verschickt. Der Film wird bis zum 22. November um 19:00 Uhr CST zur Verfügung stehen.


Dieser Film wird in den USA, in Mexiko, und in Kanada verfügbar stehen.
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Gestaltung der Vergangenheit: Wie wird die Vergangenheit von uns wahrgenommen? Wie wird die Geschichte von uns durch den Film interpretiert? 

Diese virtuelle Vorführung ist Teil des Filmprogramms GdV-on-Demand, kuratiert von den Kolleg*innen der Goethe-Institute und Goethe Pop Ups in Nordamerika. 

Gestaltung der Vergangenheit (Shaping the Past) knüpft an die Arbeit lokaler, nationaler und länderübergreifender Bewegungen zur Reflexion von Erinnerungskultur an und bündelt und diskutiert neue Perspektiven auf Formen des Erinnerns. Das Projekt ist eine Kooperation des Goethe-Instituts, des Monument Lab und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). 

#ShapingThePast #STP #GestaltungderVergangenheit #GdV #MonumentLabFellows #BPB

Black Deutschland
Deutschland, 2006/2020 (HD Remaster), 52 Min.
Regie: Oliver Hardt
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertiteln: Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch

Statement vom Team:

Der Berliner Autor Darius James sagt über Oliver Hardts überarbeitete Dokumentation Black Deutschland: „Schwarze Menschen kommen von überall her. Und sie sind überall.“ Genau diese Affirmation spiegelt sich in den Projekten der Pop Ups in Kansas City und Houston wider, in denen jeweils lokale Künstler*innen auf das Statement „There Are Black People in the Future“ von Shaping the Past Fellow Alisha B. Wormsley reagieren.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im Jahr 2006 galt Black Deutschland als erste cineastische Entdeckung von Black Life in Deutschland – aber es ist seither nicht die letzte. Wir laden Sie ein, nach diesem Film andere Werke Schwarzer Kunstschaffender in Deutschland zu erkunden. Dazu zählen unter anderem Millis Erwachen von Natasha A. Kelly (2018), Roots Germania von Mo Asumang (2007), Tal der Ahnungslosen von Branwen Okpako (2003) und Becoming Black von Ines Johnson-Spain (2020).

Synopsis:

VINCENT: "Als ich nach Deutschland kam und deutsch lernte, da hieß es, Neger bedeutet schwarze Person. Das war soweit ok. Ich habe im Wörterbuch nachgeschaut und tatsächlich bedeutete es schwarze Person. Aber wenn du dann auf der Strasse hörst: Nee, das mach ich nicht für dich, ich bin doch nicht dein Neger, dann fängst du an nachzudenken."

Der Dokumentarfilm Black Deutschland ist eine intime Studie über das Denken und Fühlen einer gar nicht so kleinen Minderheit, über schwarze Deutsche und Schwarze in Deutschland. Regisseur Oliver Hardt porträtiert Kulturschaffende, die dem Zuschauer auf emotionale, gleichwohl reflektierte und humorvolle Weise eine Idee davon vermitteln, was es bedeutet, als Nicht-Weisser in einer Gesellschaft zu leben, die sich als "weiss" definiert.

In offenen, freundschaftlichen Gesprächen geben die Protagonisten Auskunft über Fremd- und Selbstbilder und Vorurteile, über ein tief verwurzeltes Selbstbewusstsein, aber auch über ihre Ängste und Unsicherheiten.

Black Deutschland wurde 2006 auf dem World Media Festival in Hamburg mit Silber ausgezeichnet und war für den Hessischen Filmpreis nominiert.

Mit Darius James, Sam Meffire, Vincent Mewanu, Tyron Ricketts, Noah Sow u.a.

Black Deutschland wurde von den Teams des Goethe Pop Up Houston und des Goethe Pop Up Kansas City für STP-on-Demand ausgewählt.
Zur Reservierung Der Filmemacher

Oliver Hardt
studierte in Gießen angewandte Theaterwissenschaft mit dem Schwerpunkt Regie und Dramaturgie. Nach seinem Abschluss begann er Anfang der 1990er Jahre, als Regisseur am Frankfurter Theater am Turm (TAT) zu arbeiten; inzwischen geschlossen, galt das TAT damals als eine der führenden europäischen Avantgarde-Bühnen. Im Kontext seiner Inszenierungen entstanden dort erste Videoarbeiten. Der Zeit in Frankfurt folgte ein Gastspiel als Regisseur bei der Wooster Group in New York sowie diverse Musiktheater-Produktionen mit dem Ensemble Modern.

Ab Mitte der 90er-Jahre befasste Hardt sich immer stärker mit dem Film als Medium künstlerischen Ausdrucks. Mit "Itsy Bitsy Teenie Weenie", einem selbstironischen Dokumentarfilm über die Kulturgeschichte des Bikinis, legte er 1996 seine erste Regiearbeit vor. "Winterspruch – Arbeit für Eisler" (1999), ein Gemeinschaftsprojekt von zehn Filmemachern über die Neufassungen von Hanns-Eisler-Liedern durch die Frankfurter Band "arbeit", wurde mit dem Hessischen Filmpreis ausgezeichnet. Auch die Dokumentarfilme "Plan B vom glücklichen Leben" (2003), über die Bewohner eines Diakoniewohnheims im Frankfurter Bahnhofsviertel, und "Black Deutschland" (2006), über schwarze Kulturschaffende und was es bedeutet, als Nicht-Weißer in einer Gesellschaft zu leben, die sich als "weiß" definiert, wurden für den Hessischen Filmpreis nominiert.

Auch Hardts Imagefilme, unter anderem für Lufthansa und den Rat für Formgebung, erhielten zahlreiche internationale Auszeichnungen. Neben seinen Tätigkeiten als Filmemacher konzipiert und realisiert er mediale Szenografien für Veranstaltungen wie die Verleihung des Deutschen Designpreises. Außerdem war er Dozent für zeitbasierte Medien an der Frankfurter Academy of Visual Arts Frankfurt (AVA).

2012 stellte Oliver Hardt nach mehrjähriger Vorbereitungs- und Recherchezeit seinen ersten Kinofilm fertig: In der Dokumentation "The United States of Hoodoo" begleitet er den afroamerikanischen Schriftsteller Darius James auf einer Reise von New York in den amerikanischen Süden.

Quelle: filmportal.de    

Trailer:

Black Deutschland (engl. subtitles) from Signature Films Frankfurt on Vimeo.

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