Filmstreaming Female Misbehavior: Die Filme von Monika Treut und Elfi Mikesch

Ich denke oft an Hawaii © Deutsche Kinemathek/Elfi Mikesch © Deutsche Kinemathek/Elfi Mikesch

Mi, 24.06.2020 -
So, 26.07.2020

Online

Das Goethe-Institut New York, Anthology Film Archives und der Salzgeber Club freuen sich, eine doppelte Retrospektive zu präsentieren, die dem filmischen Schaffen von Monika Treut und Elfi Mikesch, zwei Pionieren des queeren Kinos aus Deutschland, gewidmet ist. Gezeigt werden sowohl gemeinsame Arbeiten als auch individuelle Werke. 

Treut und Mikesch arbeiteten erstmals 1985 zusammen, als sie gemeinsam Verführung – Die grausame Frau, ein Pionierwerk des von Frauen gemachten queeren Kinos aus Deutschland, drehten. Mikesch, die in Österreich geboren und aufgewachsen ist und Mitte der 1960er Jahre nach Deutschland übersiedelte, hatte zuvor bei mehreren Kurz- und Langfilmen Regie geführt und als Kamerafrau bei Filmen ihres Kollegen und Freundes Rosa von Praunheim und der österreichischen Künstlerin und Filmemacherin Friederike Pezold mitgewirkt. Verführung markierte den Beginn einer langen und fruchtbaren professionellen Partnerschaft zwischen Treut und Mikesch.  Die beiden gründeten gemeinsam die Firma Hyena Films und Mikesch wirkte in den folgenden 20 Jahren in fast allen Filmen von Treut als Kamerafrau mit.

Seit nunmehr 35 Jahren widmet sich Treut der Darstellung lesbischer und schwuler Lebenswelten auf der Leinwand, erforscht die Geheimnisse und Zweideutigkeiten von Geschlechterrollen und überschreitet Grenzen repressiver sexueller Sitten und Vorstellungen. Neben Verführung hat sie zahlreiche radikal unabhängige und furchtlose Filme – sowohl fiktionale als auch dokumentarische – gedreht, darunter Die JungfrauenmaschineFemale MisbehaviorGendernauts und viele andere. In den letzten Jahren hat sich ihr Interessengebiet unter anderem auf die Kultur und Menschen von Taiwan erweitert.

Mikesch hat ihrerseits – neben der Tätigkeit als Kamerafrau bei Dutzenden von Filmen von Treut und von Praunheim sowie dem großen Werner Schroeter – weiterhin außergewöhnliche Kurz- und Langfilme inszeniert, die in den USA nur selten gezeigt wurden. Wir freuen uns, eine neue Restaurierung ihres ersten Spielfilms Ich denke oft an Hawaii, ihr dokumentarisches Porträt über Werner Schroeter, Mondo Lux, und ihre jüngste Arbeit, Fieber, vorzustellen.

Verführung: Die grausame Grau

Die Jungfrauenmaschine

Ich denke oft an Hawaii

My Father Is Coming

Female Misbehavior

Didn't Do It For Love

Gendernauts

Mondo Lux: Die Bilderwelten des Werner Schroeter

Das Rohe und das Gekochte

Fieber

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