Virtuelle Filmvorführung GdV-on-Demand: Das Schwarze Museum (2018), Regie: Oliver Hardt

Oliver Hardt - The Black Museum © Signature Films

Fr, 20.11.2020 -
So, 22.11.2020

19:00 Uhr - 19:00 Uhr

Online

Präsentiert vom Goethe Pop Up Houston & vom Goethe Pop Up Kansas City

Die Goethe-Institute und Goethe Pop Ups in Nordamerika präsentieren eine virtuelle Vorführung von dem Dokumentarfilm The Black Museum (2018), Regie: Oliver Hardt.

Diese Vorführung gehört zum Filmprogramm STP-on-Demand. Bitte melden Sie sich an, um Zugang zu dem Film zu erhalten. Der Link und das Passwort werden durch Eventbrite am Freitag, 20. November, um 19:00 Uhr CST verschickt. Der Film wird bis zum 22. November um 19:00 Uhr CST zur Verfügung stehen.


Dieser Film wird in den USA, in Mexiko, und in Kanada verfügbar stehen.
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Gestaltung der Vergangenheit: Wie wird die Vergangenheit von uns wahrgenommen? Wie wird die Geschichte von uns durch den Film interpretiert? 

Diese virtuelle Vorführung ist Teil des Filmprogramms GdV-on-Demand, kuratiert von den Kolleg*innen der Goethe-Institute und Goethe Pop Ups in Nordamerika. 

Gestaltung der Vergangenheit (Shaping the Past) knüpft an die Arbeit lokaler, nationaler und länderübergreifender Bewegungen zur Reflexion von Erinnerungskultur an und bündelt und diskutiert neue Perspektiven auf Formen des Erinnerns. Das Projekt ist eine Kooperation des Goethe-Instituts, des Monument Lab und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). 

#ShapingThePast #STP #GestaltungderVergangenheit #GdV #MonumentLabFellows #BPB

Das Schwarze Museum / The Black Museum
Germany/USA, 2018, 52 Min.
Regie: Oliver Hardt
Sprachen: Englisch, Deutsch
Untertiteln: Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch

Statement vom Team:
In den Räumen eines Museums, das die Geschichte und Kultur der USA durch die Linse der afroamerikanischen Erfahrung erforscht, bietet dieser mehrperspektivische Dokumentarfilm den Stimmen der schwarzen Diaspora eine Plattform. Gemeinsam mit Black Deutschland wurde Das Schwarze Museum vom Goethe Pop Up Kansas City und Goethe Pop Up Houston ausgewählt, um daran zu erinnern, dass Storytelling und kreative Ausdrucksformen einen neuen Diskurs herausfordern können – ein Thema, das sich auch in den Arbeiten der Shaping the Past Fellows Alisha B. Wormsley und Patrick Weems wiederfindet, zu erleben in den Programmen der Goethe Pop Ups diesen Herbst.

Synopsis:

Bereits vor über hundert Jahren hatten schwarze Veteranen des amerikanischen Bürgerkriegs einen Ort der Würdigung des Beitrags der Afroamerikaner zur Geschichte des Landes gefordert. Jahrzehnte vergingen, in denen ein schwarzes Geschichtsmuseum geplant, vom Kongress blockiert, immer wieder verschoben und schließlich in der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts realisiert werden konnte. Als Barack Obama den majestätischen Bau am 24. September 2016 feierlich eröffnete, strömten Zehntausende Zuschauer zur National Mall, um diesem Ereignis beizuwohnen, über das die "FAZ" anerkennend schrieb: "Es ist, als wohne man nicht der Einweihung eines Museums bei, sondern der Gründung einer Nation".

Von Beginn an verstand sich das National Museum of African American History and Culture als ein Ort der Verständigung und die Afroamerikaner als integralen Teil der amerikanischen Mehrheitsgesellschaft. War schon die Finanzierung und Errichtung des Museums ein Triumph des Gemeinsinns, so beginnt seine eigentliche Erfolgsgeschichte unmittelbar nach der Eröffnung: Rund siebentausend Besucher und Besucherinnen zählt das Museum täglich, die kostenlosen Eintrittskarten sind auf Monate ausgebucht. Der vom britisch-ghanaischen Stararchitekten Sir David Adjaye entworfene Bau verfügt über eine Vielzahl von Galerien, die chronologisch angeordnet und über acht Ebenen verteilt, das gesamte Spektrum der afroamerikanischen Erfahrung in Geschichte, Kultur und Gesellschaft abbilden: von der Ankunft der ersten aus Afrika verschleppten Sklaven in der "Neuen Welt" bis in die unmittelbare Gegenwart.

Das Schwarze Museum wurde von den Teams des Goethe Pop Up Houston und des Goethe Pop Up Kansas City für STP-on-Demand ausgewählt.
Zur Reservierung Der Filmemacher

Oliver Hardt
studierte in Gießen angewandte Theaterwissenschaft mit dem Schwerpunkt Regie und Dramaturgie. Nach seinem Abschluss begann er Anfang der 1990er Jahre, als Regisseur am Frankfurter Theater am Turm (TAT) zu arbeiten; inzwischen geschlossen, galt das TAT damals als eine der führenden europäischen Avantgarde-Bühnen. Im Kontext seiner Inszenierungen entstanden dort erste Videoarbeiten. Der Zeit in Frankfurt folgte ein Gastspiel als Regisseur bei der Wooster Group in New York sowie diverse Musiktheater-Produktionen mit dem Ensemble Modern.

Ab Mitte der 90er-Jahre befasste Hardt sich immer stärker mit dem Film als Medium künstlerischen Ausdrucks. Mit "Itsy Bitsy Teenie Weenie", einem selbstironischen Dokumentarfilm über die Kulturgeschichte des Bikinis, legte er 1996 seine erste Regiearbeit vor. "Winterspruch – Arbeit für Eisler" (1999), ein Gemeinschaftsprojekt von zehn Filmemachern über die Neufassungen von Hanns-Eisler-Liedern durch die Frankfurter Band "arbeit", wurde mit dem Hessischen Filmpreis ausgezeichnet. Auch die Dokumentarfilme "Plan B vom glücklichen Leben" (2003), über die Bewohner eines Diakoniewohnheims im Frankfurter Bahnhofsviertel, und "Black Deutschland" (2006), über schwarze Kulturschaffende und was es bedeutet, als Nicht-Weißer in einer Gesellschaft zu leben, die sich als "weiß" definiert, wurden für den Hessischen Filmpreis nominiert.

Auch Hardts Imagefilme, unter anderem für Lufthansa und den Rat für Formgebung, erhielten zahlreiche internationale Auszeichnungen. Neben seinen Tätigkeiten als Filmemacher konzipiert und realisiert er mediale Szenografien für Veranstaltungen wie die Verleihung des Deutschen Designpreises. Außerdem war er Dozent für zeitbasierte Medien an der Frankfurter Academy of Visual Arts Frankfurt (AVA).

2012 stellte Oliver Hardt nach mehrjähriger Vorbereitungs- und Recherchezeit seinen ersten Kinofilm fertig: In der Dokumentation "The United States of Hoodoo" begleitet er den afroamerikanischen Schriftsteller Darius James auf einer Reise von New York in den amerikanischen Süden.

Quelle: filmportal.de  

Trailer:
 

The Black Museum from Signature Films Frankfurt on Vimeo.

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